Kategorie: Pause. Punkt.

Diese Texte entstehen aus Momenten des Innehaltens – mitten im Leben.
Hier geht es nicht um Entschleunigung als Programm, sondern um kurze Unterbrechungen, die gut tun.
Kurzgeschichten, Gedanken, Miniaturen oder auch mal Reimgedichte für Menschen, die zwischendurch kurz ausruhen – oder aussteigen? – möchten, ohne gleich alles ändern zu müssen.

Die Texte sind

  • kurz

  • beobachtend

  • ohne Geschichte

  • ohne Entwicklung

  • eher ein Gedanke als ein Erlebnis

  • Die Wiesn, ganz niedlich – ein Oktoberfest-Gedicht mit Nebenwirkungen

    Die Wiesn, ganz niedlich – ein Oktoberfest-Gedicht mit Nebenwirkungen

    Noch läuft sie, die Wiesn. Und jedes Jahr staune ich aufs Neue, was dieses Fest mit ansonsten völlig vernünftigen Menschen anstellen kann.

    Da wird gesungen, gegrölt, Geld ausgegeben – und am Ende sind sich Millionen Menschen offenbar einig: Da muss man hin. Das konnte ich natürlich nicht unbedichtet lassen.

    Beine von Oktoberfestbesuchern in Tracht mit Haferlschuhen, Loferln und Dirndlschuhen auf der Münchner Wiesn.

    Die Wiesn, ganz niedlich

    Ganz niedlich kommt sie oft daher,
    die Wiesn, doch dann folgenschwer:

    Kaum sitzt du drinnen erst im Zelt,
    bist du in einer neuen Welt:

    Stehend find’st du dich auf Tischen,
    fängst an, den Schaum vom Mund zu wischen,

    du singst und grölst, kennst dich nicht wieder,
    gibst Gassenhauertexte wieder,

    die du, ganz nüchtern, nie anstimmst,
    wenn du den Weg zur S-Bahn nimmst.

    Trägst hemmungslos – er steht dir gut –
    den diesjährigen Wiesn-Hut.

    Geschmeidig ist das Bier geflossen
    durch deine Kehle. Unverdrossen

    hast du die nächste Maß bestellt –
    mehr Flüssigkeit das Hirn erhellt!

    Das Schädelweh nimmst du in Kauf,
    wenn du am nächsten Tag stehst auf.

    Ja, niedlich kommt sie oft daher,
    die Wiesn, auch pekuniär.

    Du willst ja deine Millionen
    nicht ausgerechnet heute schonen.

    Du willst einfach dazugehören,
    den Geldfluss nicht auffallend stören,

    dazugehörn, wie jedes Jahr,
    zur riesigen Besucherschar!

    So heißt dein Rechenschaftsbericht:
    „Millionen Menschen irren nicht!“

    © IrmgardRosinaBauer

    Große bunte Figuren einer Frau im Dirndl und eines Mannes in Lederhose auf dem Oktoberfest in München.

    Noch mehr Augenzwinkereien?

    Wenn du solche kleinen Beobachtungen aus dem ganz normalen – und manchmal ziemlich unnormalen – Leben magst: In meinen „Augenzwinkereien“ treffen Reime, Geschichten und Bilder aufeinander.

    → Hier geht es zu den Augenzwinkereien

    Und auf irmgardrosina.de findest du noch mehr Geschichten, Gedichte und Lebensreisen.

  • Zwetschgenkuchen, Wespen und andere Septemberfreuden

    Zwetschgenkuchen, Wespen und andere Septemberfreuden

    Ende September. Die Zwetschgen sind reif, der Kuchen steht draußen auf dem Tisch – und natürlich dauert es nicht lange, bis sich jemand ungefragt dazugesellt.

    Nicht jeder Gast ist eingeladen.

    Humorvolles Gedicht „Die Wespe“ von Irmgard Rosina Bauer mit Foto eines Stücks Zwetschgenkuchen auf einem gedeckten Tisch.

    Ich mag diese kleinen Alltagsszenen, aus denen plötzlich eine Reimgeschichte wird.

    Man muss dafür nicht weit reisen – manchmal reichen ein Stück Zwetschgenkuchen, ein sonniger Spätsommertag – und eine Wespe mit ausgeprägtem Gemeinschaftssinn.

    Solche kleinen Beobachtungen finden sich auch in meinen Augenzwinkereien: Reimgeschichten über Dinge, die eigentlich ganz gewöhnlich sind. Bis man ein zweites Mal hinschaut.

    → Hier geht’s zu meinen Augenzwinkereien

    Die Wespe

    Die Wespe sitzt gern auf Zwetschgenkuchen.

    Da hat sie, find’ ich, nichts zu suchen.

    Verscheuchen will ich sie, doch dann

    kommt sie mit weiteren Wespen an.

    Die Wespe mag durchaus nützlich sein –

    meinen Zwetschgenkuchen, den äße ich lieber allein.


    www.IrmgardRosina.de

  • Wenn schon alle anreisen, können wir auch gleich eine Woche feiern

    Wenn schon alle anreisen, können wir auch gleich eine Woche feiern

    70. Geburtstag.
    20 Jahre Ehe.

    Das kann man vernünftig feiern. Ein Nachmittag, Kaffee, Kuchen, Sekt, Gruppenfoto – fertig.

    Wir haben eine Woche gebraucht.

    Nicht etwa, weil 70 Jahre unmöglich an einem einzigen Tag ausreichend gewürdigt werden können.

    Obwohl mir der Gedanke gefällt.

    Der wahre Grund war wesentlich profaner:

    Meine Gäste brauchen Betten

    Handgeschriebener Essens- und Wochenplan für die gemeinsame 20/70-Festwoche auf der Berghütte

    Unsere Familie hat sich nämlich ausgesprochen großzügig über die Landkarte verteilt.

    Zypern, Schweinfurt, Dresden, München.
    Braunschweig, Hannover, Heidelberg.

    Und eine Freundin kam sogar aus Kiel.

    Die Münchner Wohnung schied damit als Festzentrale aus. Außer wir hätten die Gäste nachts gestapelt.

    Also dachten wir:

    Wenn schon alle weit anreisen und sowieso irgendwo schlafen müssen – warum dann nicht gleich zusammen?

    Gesagt, getan.

    Eine Alm im Salzburger Bergland wurde für eine Woche unser Zuhause.

    20 Jahre Ehe + 70 Jahre Leben = 20/70-Festwoche.

    Mathematik kann so einfach sein.

    30 Menschen essen erstaunlich viel

    Das wurde spätestens beim Einzug deutlich.

    Kisten. Taschen. Brot. Käse. Gemüse. Wein. Bierfässer.

    Und Lebensmittelmengen, bei denen man kurz überlegen konnte, ob wir wirklich Geburtstag feiern oder heimlich einen kleinen Supermarkt eröffnen wollten.

    Zahlreiche Bierfässer für die 20/70-Festwoche auf der Berghütte
    Getränke, Küchenpapier und Vorräte für die 20/70-Festwoche auf der Berghütte
    Viele Wanderschuhe im Eingangsbereich der Berghütte während der 20/70-Festwoche

    Dann passierte etwas Schönes:

    Aus Gästen wurde eine Hausgemeinschaft.

    Es wurde gekocht, geschnippelt, gegessen, gespült, gesucht, gefunden, wieder gesucht – und vermutlich auch einiges nie mehr gefunden.

    Wandergruppe auf einem felsigen Bergweg während der 20/70-Festwoche

    Wer wandern wollte, hatte Berge.

    Wer sitzen wollte, hatte Bänke.

    Wer reden wollte, fand garantiert jemanden.

    Und wer Hunger hatte, musste nur lange genug in Richtung Küche schauen.

    Ein Abend hätte dafür nicht gereicht

    Denn das Schönste waren am Ende gar nicht die geplanten Festmomente.

    Es waren die Stunden dazwischen.

    Morgens gemeinsam Kaffee trinken. Noch schnell irgendwo dazusetzen. Zusammen kochen. Herumstehen. Loswandern. Zurückkommen. Noch ein Glas trinken.

    Und morgens wissen:

    Ach schön. Die anderen sind immer noch da.

    Vielleicht ist das mit 70 sowieso der eigentliche Luxus.

    Ich brauche nicht noch mehr Sachen.

    Aber Menschen, die mir wichtig sind, für ein paar Tage an einem Ort?

    Davon nehme ich gern mehr.

    Und dann fahren alle wieder

    Irgendwann waren die Lebensmittelberge kleiner, die Bierfässer leerer und die Autos wieder gepackt.

    Alle verschwanden zurück in ihre verschiedenen Himmelsrichtungen.

    Und die Alm wurde still.

    70 Jahre Leben gefeiert.
    20 Jahre Ehe auch.

    Und für eine Woche mussten wir nicht überlegen:

    Wann sehen wir uns eigentlich alle mal wieder?

    Wir waren schon da.

    Was für ein Fest!


    Irmgard und Thomas bei ihrer 20/70-Festwoche mit selbst gestaltetem Willkommensplakat
  • Abenteuer gesucht. Gefunden. Verreimt.

    Abenteuer gesucht. Gefunden. Verreimt.

    Ein Gedanke für heute

    Manche Menschen sammeln Briefmarken, andere Kühlschrankmagnete.

    Ich sammle Abenteuer. Gerne die ganz großen, aber auch die kleinen, über die man sich erst später wundert.

    Die Geschichte

    Ja, ich bin eine Rumtreiberin. Und eine Diebin. Ja, ich bin gerne unterwegs und stehle mit den Augen.

    Doch dann gebe ich mein Diebinnengut auch wieder her – umgewandelt in Reimgeschichten, in Augenzwinkereien über Wein und Rauschen, über Koffer und Kompass, über Wald und Wunder, über Jahr und Tag, über Sonntage und was auch immer da noch kommen wird, worüber ich neue Reimgeschichten schreiben kann.

    Unterwegs interessieren mich keine Fünf-Sterne-Hotels, außer, es passiert darin das, was mich fasziniert und verwundert: Die Natur als solche (die fehlt mir dort) und die Natur im Menschlichen.

    Mich interessiert der Mann, der seinen Hund spazieren führt, obwohl der Hund offensichtlich lieber zu Hause geblieben wäre.

    Mich interessiert die Gans, die glaubt, sie habe Vorfahrt.

    Oder das Gartentor, das aussieht, als hätte es heute schlechte Laune.

    Manchmal bleibe ich da zum Fotografieren stehen, manchmal zum Schmunzeln – und irgendwann reimt sich plötzlich alles.

    Blaues Straßenschild mit japanischer und lateinischer Beschriftung in Japan. Das Foto symbolisiert Orientierung, Fremde und den Beginn eines neuen Reiseabenteuers.
    Manche Reimgeschichten beginnen mit einem Straßenschild, das man nicht einmal aussprechen kann.

    Mein Gedanke

    Meine Abenteuer enden oft in einer gereimten Form, in einem Foto, in einem Buch, auch als gesprochene Worte in einer YouTube-Playlist. Da nehme ich euch mit.

    Denn ich habe festgestellt: Die Welt ist voller Geschichten.

    Man muss sie nicht erfinden., man muss sie nur entdecken.

    Passend zu diesem Gedanken

    Genau so entstehen meine Reimgeschichten.

    Aus schrägen Begegnungen, aus kleinen Missgeschicken der Natur, der Menschen und in Momenten, die man übersehen könnte.

    „Ach, da gibt es doch noch ein unpassend-passendes Foto“, assoziiere ich dann – und so werden aus poetischen Spaziergängen kleine Bücher: Augenzwinkereien.

    Und jetzt bist du dran

    Wann hast du zuletzt über etwas gelacht, das eigentlich völlig alltäglich war?

    Vielleicht wartet dort schon meine-deine nächste Geschichte. So wie diese:

    Ja richtig, dies ist eine augenzwinkernde Einladung, meinen Shop zu besuchen.

    Komm doch mal rein!

    🌿 Und diese Reise könnte dir auch gefallen:

    📖 Reimgeschichten entdecken

    🎧 Hörbuch Und sonst nichts

    💭 Gedankenfunken

    🧭 Mein Lebenskompass

  • Zwei besondere Muttertagsgeschenke, die bleiben

    Zwei besondere Muttertagsgeschenke, die bleiben

    Was schenkt man eigentlich zum Muttertag?

    Blumen verwelken.
    Pralinen sind schnell vergessen.

    Und eigentlich wünschen wir uns etwas anderes.
    Etwas, das bleibt.
    Etwas, das berührt.

    Ich habe in den letzten Monaten zwei Dinge geschaffen, die genau das tun:
    Zwei Geschenke – auf ganz unterschiedliche Weise.

    Frau steht in einem Lavendelfeld in Südfrankreich und genießt einen ruhigen Moment – Sinnbild für innere Auszeit und Gedankenfunken

    🌿 Für den Moment: Gedankenfunken

    Manchmal reicht ein Satz.

    Ein Satz, der innehalten lässt.
    Ein Satz, der tröstet.
    Ein Satz, der sagt: Du bist genug.

    Meine Gedankenfunken sind genau das:
    kleine Impulse für den Alltag – als PDF und Audio.

    Für ruhige Minuten.
    Für zwischendurch.
    Für dich selbst oder einen besonderen Menschen.

    👉 Gedankenfunken (PDF & Audio)
    als Muttertagsangebot statt 13,90 € nur noch 11,90 €


    🌅 Für die Tiefe: mein Hörbuch „Und sonst nichts“

    Und manchmal braucht es mehr als einen Satz.
    Eine Geschichte.
    Eine Reise.

    In meinem Hörbuch „Und sonst nichts“ begleitest du Rosi,
    die mit 52 Jahren spürt:
    So wie es ist, möchte ich nicht weitermachen.

    Sie bricht auf – in ihre Lieblingsregion Südfrankreich.
    Und beginnt, sich selbst neu zu begegnen.

    Ein Hörbuch für alle, die sich fragen:
    War das schon alles?
    Oder: Was will ich eigentlich wirklich?

    👉 Hörbuch „Und sonst nichts“
    jetzt verfügbar bei amazon/audible

    Hörbuchcover „Und sonst nichts“ von Irmgard Rosina – eine Frau auf innerer Reise in Südfrankreich

    💛 Für dich. Oder für deine Mutter.

    Muttertag ist genau der richtige Moment,
    um etwas anderes zu schenken:

    Nicht nur etwas für einen Tag.
    Sondern etwas für die Seele.

    👉 Einen Gedanken.
    👉 Oder eine ganze Reise.

    Ruhiger See mit klarem Wasser und weitem Horizont – Moment der Stille und inneren Einkehr

    ✨ Mein Muttertags-Tipp

    Wenn du gerade überlegst, was wirklich gut tun würde:

    👉 Wähle den Gedankenfunken, wenn du etwas Leichtes, Schnelles suchst (gibt es auch separat als PDF oder als Audio oder eben als Set).
    👉 Wähle das Hörbuch, wenn du tiefer eintauchen möchtest.

    Oder schenke dir (oder deiner Mutter) einfach beides.

    Ein Impuls für den Moment.
    Und eine Geschichte, die bleibt.


  • Welttag der Poesie – ein Blick ins Poesiealbum

    Welttag der Poesie – ein Blick ins Poesiealbum

    Pause. Punkt. · TOR auf & lachen

    Wenn Worte bleiben dürfen

    Der Welttag der Poesie am 21. März erinnert daran, wie kraftvoll Sprache sein kann – leise, verspielt, persönlich und manchmal überraschend ehrlich.

    Vielleicht kennst du das: Ein Satz, ein Reim, ein alter Eintrag – und plötzlich ist etwas wieder da. Ein Gefühl. Eine Erinnerung. Ein Stück Leben.

    Gedichte müssen dabei nicht groß oder bedeutungsschwer sein. Oft sind es gerade die kleinen, spontanen Zeilen, die bleiben – weil sie mitten aus dem Alltag kommen.

    Warum Poesie heute wieder näher rückt

    In einer schnellen, digitalen Welt wächst die Sehnsucht nach kurzen, echten Momenten. Poesie erfüllt genau das: Sie verdichtet Gedanken, bringt Humor und Ernst zusammen und lässt Raum für eigene Bilder.

    Gerade deshalb entdecken viele Menschen Gedichte neu – nicht als Schulstoff, sondern als Begleiter im Alltag.

    📖 Das Gedicht zum Welttag der Poesie

    Das Poesiealbum

    Wenn »Welttag« ist »der Poesie«, 
    und ich nicht weiß gerade, wie
    ein Gedicht zu schreiben wär,
    damit ich auffing’ dieses Flair –

    hol das Poesiealbum ich raus,
    von dem ich weiß, ’s ist noch im Haus
    und zeugt von längst vergang’nen Zeiten
    mit bunten, doch vergilbten Seiten.

    Es wird Von Eichendorff zitiert,
    und auch Herr Goethe sich nicht ziert.
    Doch reißt mich mit, wie ’ne Lawine,
    der Eintrag von der Schmidt Sabine:

    So viele Flöhe unser Hund,
    So viele Jahre bleib gesund!
    Solltest du mich mal vergessen,
    Soll dich gleich der Wauwau fressen!

    © Irmgard Rosina Bauer

    Weiterlesen

    Weitere Texte findest du in den Themenräumen: Pause. Punkt. · TOR auf & lachen

    Ein Gedanke zum Mitnehmen

    Und auf YouTube habe ich „Poesie als Volkskunst“ als Video eingesprochen, hör es dir an, wenn du magst.

    Aus solchen Texten entstehen bei mir kleine Sammlungen, Gedichtkarten und Audioimpulse – für stille Momente oder zum Schmunzeln zwischendurch.

  • Frühling und sein blaues Band

    Frühling und sein blaues Band

    Ein humorvolles Frühlingsgedicht über Pollen und Niesanfälle

    Der Frühling wird oft besungen als Zeit des Aufbruchs, der Farben und der Leichtigkeit. Doch nicht für alle fühlt er sich so an. Wenn die Natur erwacht, reagieren manche Körper ganz anders – mit Niesen, tränenden Augen und einer gehörigen Portion Genervtheit.

    Dieses kurze Gedicht nimmt den Frühling liebevoll aufs Korn – und zeigt, dass auch die weniger romantischen Seiten ihren Platz haben dürfen.

    🌿 Das Gedicht

    Frühling und sein blaues Band

    Frühling und sein blaues Band
    kann mir recht gestohlen bleiben.
    Muss mir stets die Augen reiben,
    das raubt mir noch den Verstand.

    Grün und gelb und blau und pink –
    Pollen flattern durch die Lüfte.
    Husten schießt mir in die Hüfte,
    Niesen macht mich zum Schmierfink.

    Alle Pollen sind schon da,
    blaue Lider sprechen Bände!
    Ach, wenn ich das Fläschchen fände
    mit dem Nasenspray – o ja!

    © Irmgard Rosina Bauer

    Fahrräder stehen an einem Holzzaun in einem Garten im Frühling, grüne Wiese und ländliche Atmosphäre passend zum Gedicht „Frühling und sein blaues Band“.

    Auf YouTube kannst du dir „Frühling und sein blaues Band“ von mir eingesprochen hier anhören.

    Oder du siehst dir das Original zu meiner Persiflage hier an: Frühling lässt sein blaues Band von Eduard Mörike.

    Der NDR hat übrigens hier eine schöne Auswahl mit Frühlingsgedichten bekannter deutscher Dichter aufgelistet.



    Zwischen Blüten und Befindlichkeiten

    Nicht jede Jahreszeit fühlt sich für jeden gleich an. Und vielleicht liegt genau darin eine kleine Wahrheit: Das Leben zeigt sich selten nur von einer Seite.

    Manchmal hilft ein Lächeln – selbst dann, wenn die Augen tränen.

    Weiterlesen

    Weitere Texte finden Sie in den Themenräumen: Pause. Punkt. · TOR auf & lachen

    Ein Gedanke zum Weitergehen

    Aus solchen Momenten entstehen bei mir kleine Gedichte, Karten und Sammlungen – zum Schmunzeln, Verschenken oder einfach für zwischendurch.

  • Im Märzen der Staub fliegt – ein Frühlingsgedicht mit Augenzwinkern

    Im Märzen der Staub fliegt – ein Frühlingsgedicht mit Augenzwinkern

    Poesie & Reime

    Ein humorvolles Frühlingsgedicht über den März, den Staub des Frühjahrs und die kleinen Absurditäten des Alltags.

    Der März hat seine eigene Art, den Frühling anzukündigen. Nicht immer mit Vogelgesang und Blüten – manchmal auch mit Staub, von der Frühlingssonne sichtbar gemacht schmutzigen Fenstern und einer gewissen Unruhe im Alltag.

    Dieses Gedicht spielt mit der bekannten Melodie des alten Kinderliedes „Im Märzen der Bauer“. Es erzählt vom Frühling – aber so, wie wir ihn heute erleben: mit Staub auf der Fensterbank, mit Nachbarn und Rasenmähern, mit guten Vorsätzen und kleinen Versuchungen.

    Ein humorvolles Gedicht über den März, das zeigt: Der Frühling beginnt nicht immer poetisch.

    Schneeglöckchen im März – erste Frühlingsblumen, die den Winter vertreiben.

    📖 Gedicht: „Im Märzen der Staub fliegt“

    (kann auf die Melodie von „Im Märzen der Bauer“ gesungen werden)

    Im Märzen der Staub fliegt

    Im Märzen der Staub fliegt, der Frühling ist da!
    Und mit ihm die Fenster voll Streifen – hurra!
    Der Lappen wird schwingen,
    es ist höchste Zeit:
    Die Motten im Schrank zeigten viel Munterkeit.

    Im Märzen der Bauer den Traktor einspannt.
    Da kracht es auf Feldern sehr im ganzen Land.
    Der Nachbar mäht Rasen.
    Ich sag ihm: „O Mann!
    Ein lautloser Roboter auch mähen kann!“

    Im Märzen der Bauch zeigt auch viel‘ Streifen an.
    Sie gehen nicht weg. Nicht mit viel Marzipan.
    Ich müsst mich mehr rühren, mehr geh‘n, vom Fleck weg.
    Nicht Schokis! Nicht Sahne! Nicht Kuchen! Nicht Speck!

    Im Märzen, der Frühling macht ganz auf entspannt.
    Er winkt noch dem Winter, der kommt angerannt.
    Bringt Schnee noch und Kälte, er wehrt sich und faucht.
    „Was willst? Jetzt bin ich dran!“, der Frühling nur haucht.

    © Irmgard Rosina Bauer

    Gesungen (ja, von mir :-))kannst du dir das auch auf YouTube (Titel: „11 freche Frühlingsgedichte zum Schmunzeln“) anhören: Ein Lied aus und für den Hausgebrauch.

    Gelbe Winterlinge im März zwischen Laub – frühe Frühlingsblumen am Waldboden.

    Warum der März uns immer ein wenig durcheinanderbringt

    Der Frühling beginnt selten ordentlich. Er kommt mit Staub, mit Bewegung und mit kleinen Veränderungen im Alltag.

    Vielleicht liegt genau darin sein Charme: Der März erinnert uns daran, dass Aufbruch nicht perfekt sein muss.

    Manchmal reicht schon ein offenes Fenster, ein Spaziergang – oder ein kleines Gedicht, das den Alltag mit einem Lächeln betrachtet.

    Ein Gedanke zum Mitnehmen

    Der Frühling beginnt selten leise – aber fast immer mit einem kleinen Durcheinander.

    Und manchmal auch mit einem Gedicht.

    Ein weiteres Frühlingsgedicht mit „Aufbruchstimmung“ kannst du, wenn du magst, hier lesen.
    Und unter dem Titel „11 freche Frühlingsgedichte zum Schmunzeln“ kannst du dir meine weiteren Frühlingsgedichte von mir eingesprochen anhören.

  • Nachts wach? Nase & Blase

    Nachts wach? Nase & Blase

    Die Erlebnisfrau – Leben, Arbeit und Sinn in Bewegung

    Poesie & Reime · Alltagsminiatur in Versen

    Müde Frau gähnt nachts im Bett – humorvolles Gedicht über schlaflose Nächte wegen Nase und Blase

    Schlafprobleme?

    Manchmal ist es das übliche Schlafproblem, das mich weckt – sondern ganz prosaische Körperpolitik: Nase und Blase.

    Dieses Gedicht ist eine kleine, humorvolle Liebeserklärung an alle, die nachts im Halbschlaf durchs Zimmer tappen, nach Nasenspray tasten und sich dabei eher wach als weise fühlen.

    Wenn du darüber lachen kannst, hast du schon halb gewonnen.

    🎧 Als Lesung / Video

    Dieses Gedicht eignet sich wunderbar zum Vorlesen – kurz, rhythmisch und mit Pointe. (Du kannst es dir auch hier auf YouTube von mir vorlesen lassen)

    📖 Das Gedicht

    „Wenn ich des Nachts nicht schlafen kann“

    © Irmgard Rosina

    Wenn ich des Nachts nicht schlafen kann

    Wenn ich des Nachts nicht schlafen kann
    sind diese meistens schuld daran:
    Die Nase und die Blase.

    Die Blase ruft: Leere mich aus!
    Schon steig ich aus dem Bett hinaus,
    Schlafwandelnd tast ich mich voran
    Such die Toilette, setz mich dann,
    bleib sitzen, schlaf dort wieder ein,
    dann kipp ich um, stoß mir das Bein,

    von diesem Krach
    werd ich hellwach.

    Wenn ich des Nachts nicht schlafen kann,
    ist diese meistens schuld daran:
    Die Nase.

    Die Heizungsluft schafft Trockenheit,
    macht mich plötzlich aufbruchsbereit:
    Die Nase lässt die Luft nicht rein,
    und das verursacht mir viel Pein.
    Wie jede Nacht, die Prozedur:
    Das Nasenspray – wo ist es nur?
    Ich tappe auf dem Nachttisch rum
    Und dabei fällt die Lampe um –
    Vorbei ist’s mit Silentium.

    Die Nase und die Blase
    sind schuld, wenn ich nicht schlafe.

    Ein kleiner Gedanke zum Mitnehmen

    Vielleicht ist das Tröstliche am nächtlichen Wachliegen: Man ist damit nicht allein – und manchmal hilft schon ein Reim, um wieder weicher zu werden.

    Wenn du magst, schreib mir in die Kommentare: Wer stört bei dir nachts am häufigsten – Kopf, Herz, Nase oder Blase?

    Gerne kannst du das Gedicht weiterleiten, wenn es dir passt.

    Weiterlesen im Blog

    Dieses Gedicht gehört zur Kategorie Poesie & Reime und berührt die Themenräume Arbeit, Wandel & Sinn sowie Familie & Generationen.

    Sanfter Hinweis

    Aus solchen Texten entstehen bei mir auch Lesungen, Audios und kleine Sammlungen – als Begleiter für ruhige Momente.

  • Aufbruchstimmung – wenn der Frühling anklopft

    Aufbruchstimmung – wenn der Frühling anklopft

    Poesie & Reime · Februartext

    Wenn der Februar nach Frühling riecht

    Es gibt diesen Moment im Jahr, in dem der Winter plötzlich den Halt verliert. Noch liegt Schnee – aber darunter regt sich schon etwas. Erste Farben, erste Düfte, erste Unruhe.

    Genau dort entsteht Aufbruchstimmung: zwischen Schneeglöckchen, Lichtstreifen – und einem Blick in die eigene Küche.

    Dieses Gedicht über Aufbruch im Frühling verbindet Naturbeobachtung mit einem Augenzwinkern Richtung Alltag. Denn während draußen alles sprießt, zeigt die Sonne drinnen, was der Winter gut versteckt hat.

    Weiße Schneeglöckchen sprießen zwischen braunen Blättern im Februar und kündigen den Frühling an.
    Winterlinge leuchten gelb am Waldboden und kündigen den Frühling an.

    🌱 Der Text: „Aufbruch mit Nebenwirkungen“

    Aufbruch mit Nebenwirkungen

    Schneeglöckchen
    statt nur weißem Schnee:
    Der Winter kriegt endlich den Dreh.

    Und flächendeckend, guter Dinge,
    leuchten gelb die Winterlinge.

    Krokusse bedecken Wiesen,
    man weiß, dass bald die Tulpen sprießen.

    Schlüsselblumen, im Wettlauf,
    schließen flugs den Frühling auf.

    Fürs Auge grün, scharf für den Bauch,
    steigt in die Nase der Bärlauch.

    Die Tage werden immer länger,
    gleichzeitig wird mir bang und bänger
    wenn ich in der Küche steh.

    Ich seh zwar grob die Sonne lachen,
    doch zeigt sie schon beim Frühstückmachen
    von Osten her den Staub, herrje.

    Im Winterdunkel gut verborgen,
    schickt der mich schnell „Glasrein“ besorgen –

    doch halt ich’s aus bis übermorgen.

    © Irmgard Rosina Bauer

    Du kannst es auch auf YouTube anhören, da habe ich es eingesprochen (57“)

    Natur im Aufbruch – Mensch im Zwiespalt

    Während draußen alles wächst, zeigt sich drinnen das Gegenteil: Staub, Schlieren, Winterreste.

    Der Frühling bringt eben nicht nur Licht – sondern auch Erkenntnis. Wie immer hilft Humor, um damit umzugehen.

    Warum uns Frühlingsgedichte so berühren

    Gedichte über den Frühling sind mehr als Naturbeschreibungen. Sie spiegeln innere Prozesse:

    • Neubeginn
    • Erwachen von Energie
    • leichte Unruhe
    • Veränderungsimpulse

    Gerade der Februar steht für diese Schwelle: noch Winter – und doch schon Aufbruch.

    Weiterlesen im Themenraum

    Mehr Texte zwischen Natur, Humor und Lebensbeobachtung findest du in den Themenräumen:
    Bleibendes. Bestehendes. Begleitendes. · (Arbeit, Wandel & Sinn)

    Oder du hörst dir auf YouTube meine 11 Monatsgedichte an. „Aufbruchstimmung“ steht für Februar. Dort gibt es ein anderes Ende des Gedichts. Welches gefällt dir besser?

    Hier kannst du dir die obige Textfassung auf YouTube anhören – von mir eingesprochen, 57“

    Manche Gedichte begleiten durch Jahreszeiten. Aus solchen Texten entstehen bei mir Lesungen, Audiofassungen oder kleine poetische Sammlungen – für Momente zwischen Alltag und Aufbruch.