Die Erlebnisfrau – Leben, Arbeit und Sinn in Bewegung

    Schreiben mit KI – zwischen Werkzeug und Stimme

    Ein Erfahrungsbericht aus einem Interview von David Pfeifroth für seine Facharbeit (Fachoberschule Fürstenfeldbruck, 13. Klasse)

    Wenn Schreiben nicht automatisierbar ist

    Autorin Irmgard Rosina tippt konzentriert an einer alten Schreibmaschine – analoges Schreiben als bewusster Gegenpol zur KI.

    Künstliche Intelligenz ist in aller Munde – auch im kreativen Bereich. Doch nicht jede Form des Schreibens lässt sich automatisieren oder delegieren.

    Im Rahmen einer Facharbeit zum Thema KI im Autorenberuf wurde ich von einem Fachoberschüler interviewt. Die zentrale Frage lautete: Wie kann KI eine Autorin beim Schreiben unterstützen – und wo nicht?

    Autobiografisches Schreiben braucht Erfahrung

    Meine Bücher und Texte entstehen aus eigenen Reisen, Erlebnissen und biografischen Erfahrungen. Wenn ich einer KI den Auftrag gebe, eine Geschichte für mich weiterzuschreiben, fehlt genau das: Lebensnähe, Subjektivität und die innere Logik meiner Erfahrungen.

    Authentizität ist für mich keine Stilfrage, sondern eine Vertrauensbasis. Leserinnen sprechen mich auf mein Leben an, auf meine Reisen – weil sie spüren, dass das Geschriebene erlebt wurde.

    KI als Werkzeug – nicht als Erzählerin

    Das bedeutet jedoch nicht, dass KI für mich nutzlos ist. Im Gegenteil: In anderen Bereichen meiner Arbeit als selbstständige Autorin hat sie sich als wertvolles Werkzeug erwiesen.

    Bei Blogtexten, bei der Strukturierung von Gedanken, bei SEO-freundlichen Einführungstexten oder beim Verstehen technischer Grundlagen für YouTube und Website unterstützt mich KI spürbar. Ich stelle Fragen, treffe die Entscheidungen – KI liefert Vorschläge.

    Künstlerische Perspektive statt objektiver Wahrheit

    Im Interview habe ich meine Arbeit mit der Fotografie verglichen: Man kann denselben Baum fotografieren, indem man nur die Blätter zeigt, nur den Stamm oder die gesamte Krone. Jede Perspektive erzählt eine andere Geschichte.

    So ist es auch beim Schreiben. Ich wähle aus, lasse weg, füge hinzu. Diese Auswahl ist Teil meines künstlerischen Prozesses – und lässt sich nicht delegieren.

    Autorin Irmgard Rosina<[Name]> sitzt draußen in der Natur und arbeitet mit einem Laptop – Schreiben zwischen Lebenserfahrung und digitalen Werkzeugen.

    Chancen und Grenzen im Autorenalltag

    Jenseits des eigentlichen Schreibens fallen im Autorenberuf viele Aufgaben an: Korrektur, Marketing, Covergestaltung, Sichtbarkeit. In diesen Bereichen kann KI helfen, informierte Entscheidungen zu treffen – ersetzt aber keine Verantwortung.

    Ich habe auch erlebt, dass falsche Empfehlungen zu Problemen führen können. Deshalb gilt für mich: KI ist ein Werkzeug. Kein Orakel.

    Fazit: Die Autorin entscheidet

    Wie ein Werkzeug genutzt wird, ist immer eine individuelle Entscheidung. Manche Autorinnen schreiben fiktional, andere autobiografisch. Manche integrieren KI tief in ihren Schreibprozess – andere kaum.

    Für mich gilt: Ich bleibe die Autorin. KI begleitet mich vor allem in technischen und Medienfragen, und das oft rasend schnell. Dafür bin ich dankbar, weil sie mir viel Sucharbeit und zeitaufwändige Lernerfahrungen abnimmt. .

    Manche Gedanken begleiten länger. Aus solchen Texten entstehen bei mir Lesungen, Audios und Sammlungen – für unterwegs oder ruhige Momente. Einiges findest du in meinen Blogs (siehe Kategorien) und in YouTube. Auch die Interviewfragen von David Pfeifroth habe ich im Video beantwortet. Schau gerne mal rein.

    Write a Comment

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert