Kategorie: Hier schreibe ich über

Hier findet ihr Gedankenschnipsel zu diesem und jenem und allem, was mich so bewegt und inspiriert. Darüber mit mir zu sinnieren lade ich euch ein.

  • Der schönste Auftragsausfall meines Lebens

    Der schönste Auftragsausfall meines Lebens

    Ein Gedanke für heute

    „Der Auftrag ist geplatzt.“

    Klingt recht unerquicklich. Enttäuschend, beängstigend – kein Geldeingang!

    Man könnte fluchen.
    Man könnte rechnen.

    Nach dem ersten Schock aber freute ich mich.

    Die Geschichte

    Denn plötzlich war sie da: Zeit.

    Keine geklaute Zeit zwischen zwei Terminen. Keine Mittagspause, in der man schnell noch drei Mails beantwortet. Sondern richtige Zeit.

    Und mit ihr ein Gedanke, der sich offenbar jahrelang hinter meinen To-do-Listen versteckt hatte:

    Warum eigentlich nicht?

    Warum nicht allein endlich in mein geliebtes Südfrankreich fahren? Mich endlich um mich selbst kümmern – nach so viel Arbeit in den letzten zwei Jahrzehnten mit Kindern, Geschäft und viel Pipapo?

    Warum nicht mit wenig Geld einfach im Auto übernachten?

    Warum nicht aufstehen, wenn ich ausgeschlafen bin, essen, wenn ich Hunger habe, und an einer Blumenwiese anhalten, nur weil sie gerade da ist?

    Der Auftragsausfall war gar kein Ausfall.
    Er war eine Einladung.

    Mein Gedanke

    Merkwürdig, wie wir ticken.

    Kaum entsteht irgendwo eine freie Stunde, stopfen wir sie wieder zu.

    Mit Einkaufen. Hier noch schnell eine WhatsApp checken, da noch eine Meldung schreiben. Oder mit Fensterputzen. Noch telefonieren. Endlich einmal den Keller aufräumen.

    Als hätte Leere grundsätzlich einen schlechten Ruf.

    Bambusrohr über einem Stein im japanischen Zengarten, aus dem nur alle zehn Sekunden ein Wassertropfen fällt – Symbol für das japanische Konzept „Ma“, den wertvollen Zwischenraum und die Kraft der bewussten Pause.
    Bambusrohr über einem Stein im japanischen Zengarten, aus dem nur alle paar Sekunden ein Wassertropfen fällt – Symbol für das japanische Konzept „Ma“, den wertvollen Zwischenraum und die Kraft der bewussten Pause.

    Auf meiner Japanreise habe ich mit Verwunderung gelernt: Dort wird Leere absichtsvoll inszeniert. Man hat sogar ein eigenes Wort dafür:

    Ma (間).

    Das bedeutet so etwas wie Zwischenraum. Die Lücke. Die Pause.

    Nicht als Mangel.

    Sondern als etwas Wertvolles.

    Dabei wissen auch wir: Die besten Ideen kommen in ruhigen Momenten, in der Langeweile, beim Spazierengehen, unter der Dusche …

    Ich jedenfalls wäre ohne diesen zweimonatigen Auftragsausfall vermutlich nie nach Südfrankreich gefahren.

    Und dann gäbe es heute weder den Roman, noch das Hörbuch „Und sonst nichts“. Wie passend mir dieser Titel immer wieder vorkommt! Nichts brauchen. Einfach sein. Herrlich. Aber nicht einfach.

    Und jetzt bist du dran

    Wann hat dir das Leben zuletzt unfreiwillig eine Lücke in den Kalender geschrieben?

    Bist du sofort in Panik geraten …

    … oder war es am Ende vielleicht dein ganz persönliches Ma?



    🎧 Und sonst nichts – als Hörbuch und Roman.
    Vielleicht machst auch du aus einem absichtlichen Ma deine wertvollste Lebensreise – ich wünsche es dir!

    Einige kurze Textpassagen habe ich selbst als YouTube-Short eingesprochen, zum Beispiel diese:

  • Ich habe mich verirrt. Und vielleicht war das gut so.

    Ich habe mich verirrt. Und vielleicht war das gut so.

    Ein Gedanke für heute

    Wanderer mit Rucksack auf einem felsigen Weg durch einen roten Canyon. Das Bild symbolisiert Umwege, Orientierung und die Erkenntnis, dass Verirren manchmal zu den schönsten Erfahrungen einer Reise gehört.

    Die Geschichte

    Früher wollte ich immer den richtigen Weg finden.

    Auf Reisen genauso wie im Leben.

    Heute weiß ich: Die schönsten Erinnerungen habe ich oft den falschen Abzweigungen zu verdanken.

    Nicht den Sehenswürdigkeiten.

    Sondern dem kleinen Café, das gar nicht im Reiseführer stand.

    Dem Menschen, den ich zufällig traf.

    Dem Weg, der eigentlich keiner war.


    Mein Gedanke

    Vielleicht gilt das auch fürs Leben.

    Nicht jeder Umweg ist ein Irrweg.

    Manchmal führt er genau dorthin, wo wir erst lernen, wer wir wirklich sind.

    Aus diesem Gedanken entstand einer meiner Gedankenfunken:

    „Ich habe mich verirrt. Und vielleicht war das gut so.“

    Er begleitet mich bis heute.

    Und ehrlich gesagt:

    Ich wünsche mir manchmal, dass wir alle etwas gelassener falsch abbiegen würden.

    Vielleicht würden wir dabei viel mehr entdecken, als wir je geplant hatten.


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    Und jetzt bist du dran

    Wann hast du dich zuletzt verirrt – und erst später gemerkt, dass genau das ein Glück war?

    Ich freue mich auf deinen Gedanken in den Kommentaren.

  • Meine Dezember-Schätze: Kalender, Booklet & Lebensziele-Impuls

    Der Dezember war für mich ein kreativer Endspurt. Ich habe gleich mehrere Herzensprojekte fertiggestellt:

    TORheiten-Kalender 2026 – Print für Deutschland und digitale Internationale Edition
    Weihnachts-Booklet „Alle Jahre wieder“
    Persönlichkeitskalender „Klare Lebensziele 2026“
    • Dazu zwei Pressebeiträge in Rumänien und eine eigene Landingpage

    Nicht zu vergessen: TORheiten Advenskalender: Jeden Tag ein TÖRchen öffnen …

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    Vielleicht inspiriert dich etwas davon.

    Herzlich,
    Irmgard Rosina