Zwischen München und Siebenbürgen

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Geschichten, Erinnerungen und Heimatmomente zwischen Vergangenheit und Gegenwart


Autorin Irmgard Rosina mit ihrem Sohn Philipp beim Heimattag der Siebenbürger Sachsen in Dinkelsbühl. Beide tragen traditionelle siebenbürgisch-sächsische Tracht der HOG Gergeschdorf und stehen lächelnd nebeneinander.
Mein Opa kam aus Gergeschdorf. Ich wurde in München geboren. Und trotzdem fühlte sich dieser Moment vertraut an. Gemeinsam mit meinem Sohn Philipp beim Heimattag 2026 der Siebenbürger Sachsen in Dinkelsbühl.

Zwischen München und Siebenbürgen liegen viele Kilometer, Generationen und Geschichten.
Diese Seite sammelt meine siebenbürgischen Lebensspuren:
Beobachtungen, Bilder, Videos, Texte und kleine Heimatmomente zwischen Vergangenheit und Gegenwart.
Nicht als Archiv.
 Sondern als lebendige Spurensuche.


Historisches Foto einer jungen Siebenbürger Sächsin in traditioneller Tracht mit ihrem Cousin Hans. Persönliche Erinnerung an Kindheit und Heimat in Siebenbürgen.
Als 15-Jährige stehe ich hier neben meinem Cousin Hans, bei einem meiner zwei Siebenbürgenbesuche in den 70ern. Für den Kirchgang legte man mir die aufwändige Tracht an. Ein konfirmiertes Mädchen trägt traditionell den Samtborten auf dem Kopf.

Wer bin ich?

Ich, Irmgard Rosina Bauer, bin 1956 in München geboren.


Meine Eltern stammen aus Törnen und Bußd, mein Großvater aus Gergeschdorf (Unterwald). Die Geschichte meiner Familie wurde geprägt von Krieg, Deportation und Neuanfang.
„Motter“ wurde 1945 zur Zwangsarbeit in die ehemalige Sowjetunion deportiert.
 „Vuater“ wurde als deutscher Soldat in den Zweiten Weltkrieg eingezogen.
Aus Umständen, die nur die Zeitgeschichte erklären kann, landeten beide schließlich bei München, lernten sich kennen und gründeten dort ihre Familie.


Ich bin also keine in Siebenbürgen Geborene.
 Und trotzdem begleiten mich seit meiner Kindheit Geschichten, Bilder, Stimmen, Dialekte, Friedhöfe, Kirchenburgen und Erinnerungen dieser Herkunft.
Manches habe ich selbst erlebt.
 Manches wurde mir erzählt.
 Und manches entdecke ich erst heute neu.

Hände beim Schließen des fein gerafften Kragens einer traditionellen siebenbürgisch-sächsischen Frauentracht während der Vorbereitungen zum Heimattag in Dinkelsbühl.
Tradition bis ins Detail: Bevor die Tracht ihren festlichen Eindruck entfaltet, braucht es viele Handgriffe. Der fein gefältelte Kragenbereich des Frauenhemdes zeigt, wie viel handwerkliches Können und überliefertes Wissen in einer siebenbürgisch-sächsischen Tracht steckt.

Wie Heimat weiterlebt

Heimat verschwindet nicht einfach.
Sie verändert ihre Form.
Manchmal lebt sie weiter:
 in Stoffen,
 in Gesten,
 in Liedern,
 in Familiengeschichten,
 in einem Trachtenhut,
 in alten Fotografien,
 oder in den Händen der Menschen, die dabei helfen, Erinnerung lebendig zu halten.
Heimat reist vielleicht manchmal einfach weiter.

HEIMATTAG DINKELSBÜHL 2026

Trachtengruppe der HOG Gergeschdorf beim Trachtenumzug des Heimattags der Siebenbürger Sachsen in Dinkelsbühl mit Kindern, Erwachsenen und Heimatschild in traditioneller siebenbürgisch-sächsischer Tracht.
Stolz wird das neu erstellte Schild der Heimatortsgemeinschaft (HOG) Gergeschdorf beim Trachtenumzug 2026 durch Dinkelsbühl getragen.

Im Mai 2026 nahm ich erstmalig gemeinsam mit meinem Sohn Philipp, 45 Jahre alt, am Heimattag der Siebenbürger Sachsen in Dinkelsbühl teil.
Wir gingen im Trachtenumzug mit der HOG Gergeschdorf mit — dem Ort, aus dem mein Großvater stammt.
Die Tage in Dinkelsbühl habe ich nicht als Reporterin erlebt.
 Sondern als Beobachterin.
 Als Nachfahrin.
Als Frau zwischen München und Siebenbürgen.


Es entstanden viele Fotos, kleine Videos und persönliche Notizen über:
 Trachten,
 Begegnungen,
 Generationen,
 Erinnerungen,
 Musik,
 Dialekt,
 Zugehörigkeit
 und die Frage, was Heimat heute bedeuten kann.

„Gleich neben München liegt Gergeschdorf“

Kindergruppe in traditioneller siebenbürgisch-sächsischer Tracht kurz vor Beginn des Trachtenumzugs beim Heimattag der Siebenbürger Sachsen in Dinkelsbühl.
Dass auch Kinder in Tracht ausgestattet werden, mag auch in ihnen das Zugehörigkeitsgefühl stärken.
Der Sohn der Autorin Irmgard Rosina Bauer Philipp Bauer im Profil mit traditionellem schwarzen Hut und siebenbürgisch-sächsischer Männertracht beim Heimattag der Siebenbürger Sachsen in Dinkelsbühl.
Zwischen München und Siebenbürgen: Philipp in traditioneller Gergeschdorfer Tracht. Der Hut wurde für ihn zum i-Tüpfelchen eines Tages, an dem Herkunft plötzlich ganz nah war.

Ankleideszene beim Heimattag der Siebenbürger Sachsen: Eine Frau hilft der Autorin Irmgard Rosina beim Anlegen der traditionellen siebenbürgisch-sächsischen Tracht beim Heimattag in Dinkelsbühl.
Die Autorin Irmgard Rosina wird vor dem Heimattag der Siebenbürger Sachsen in Dinkelsbühl traditionell „gebockelt“ – dabei wird die siebenbürgisch-sächsische Scheierhaube sorgfältig befestigt.
Ich werde „gebockelt“.: Verheiratete Frauen tragen traditionell einen kunstvoll mit Bockelnadeln am Haupt befestigten Schleier aus leichtem Tuch.

TORheiten aus Hermannstadt

Cover des Buchprojekts „TORheiten aus Hermannstadt“ von Irmgard Rosina Bauer mit Fotografien historischer siebenbürgischer Hoftore aus Hermannstadt und humoristischen poetischen Texten.
Cover des immerwährenden Kalenders „TORheiten“ von Irmgard Rosina Bauer mit Fotografien historischer Hoftore aus Hermannstadt in Siebenbürgen und humoristischen poetischen Texten.

Hermannstadt begleitet mich seit dem Großen Sachsentreffen 2024 auch fotografisch.
Aus Beobachtungen, Spaziergängen und meiner verwunderten Liebe zu den alten siebenbürgischen Hoftoren entstand das Projekt:

TORheiten aus Hermannstadt

Ein E-Book und ein immerwährender Kalender mit Fotografien Hermannstädter Tore und kurzen humoristischen Versen, die sich bewusst erst beim zweiten Blick erschließen.
Die Tore erzählen vom Zahn der Zeit.
 Die kleinen Verse versuchen, ihnen mit dem anderen Blick, mit Humor und Zuneigung, ein weiteres Leben einzuhauchen.

Diese Seite wächst mit

Nicht alles muss sofort erzählt werden.

Mal kommt ein neuer Beitrag hinzu, mal ein Foto, mal ein Video oder eine Erinnerung. Nicht nach Plan, sondern nach Leben.
Zwischen München und Siebenbürgen sammeln sich hier nach und nach:


-persönliche Geschichten aus Siebenbürgen
-Heimatmomente,
-Bilder und kleine Essays
-Videos und Shorts
-kleine literarische Texte
-Spuren siebenbürgischer Erinnerungskultur
-neue Projekte und Bücher

Ohne Eile.
Aber mit Herz.

Zum Beispiel so:

Heimattag #1

Heimattag #2

Hans Schuster mit seiner Familie in traditioneller siebenbürgisch-sächsischer Tracht beim Heimattag der Siebenbürger Sachsen in Dinkelsbühl. Die Familie initiierte die teilnehmende HOG Gergeschdorf im Trachtenumzug.
Hans Schuster mit seiner Familie. Er hat mit seiner Schwester Maria Hermann maßgeblich die Teilnahme am Umzug herbeigeführt.

Vielleicht ist Heimat kein Ort, zu dem man einfach zurückkehrt.
Vielleicht ist Heimat etwas, das weiterreist —
in Geschichten,
Dialekten,
Liedern,
Trachten,
Bildern
und Menschen.
Und manchmal auch zwischen München und Siebenbürgen.

Meine Spur nach Siebenbürgen

Siebenbürgen war für mich lange ein Raum aus Erzählungen.

Aus Familiengeschichten.
Aus Namen.
Aus Sehnsucht.
Aus Lücken.
Aus Sätzen, die dort, in der Heimat meiner Eltern, nicht öffentlich sein durften – weil ihre Wahrheit im damaligen sozialistische Regime Rumäniens strafbar war. Der eiserne Vorhang lässt grüßen.

Später bin ich selbst dorthin gereist. Ich habe Orte besucht, Kirchenburgen gesehen, Friedhöfe fotografiert, Hermannstadt erlebt, Menschen getroffen und begonnen, meine Beobachtungen aufzuschreiben.

Daraus entstanden Kurzgeschichten, Videos, Fotos, Reime und mein Bildband und immerwährender Kalender „TORheiten aus Hermannstadt“, wie weiter oben schon beschrieben.

Ich schreibe nicht als Historikerin.
Ich schreibe als Beobachterin.
Als Autorin.
Als Frau zwischen München und Siebenbürgen.

Heimat, Erinnerung und Herkunft

Die Frage nach Heimat begleitet mich seit vielen Jahrzehnten — persönlich, literarisch und auch wissenschaftlich.
Bereits 1979 entstand meine Studienarbeit:

„Kulturelle Integration von Vertriebenen und Aussiedlern aus Siebenbürgen in der Bundesrepublik Deutschland“

Im Jahr 2025 habe ich sie neu aufgelegt.


„Heimat, wo bist du? Siebenbürgen hautnah“

Mein Siebenbürgen-Besuch im Jahr 2024 – nach 40 Jahren! – zeigte mir deutlich meine innere Suche:
Wo ist Heimat, wenn Herkunft, Erinnerung und Gegenwart nicht selbstverständlich zusammenfallen?

Ein Videoessay über Erinnerung, Herkunft und die Frage, was Heimat heute bedeuten kann. Entstanden nach dem Großen Sachsentreffen 2024 in Hermannstadt.


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Bleiben wir verbunden

Ich freue mich, wenn Sie meine siebenbürgischen Geschichten, Videos und Projekte weiterverfolgen – zwischen München und Siebenbürgen.

Irmgard Rosina
Autorin | Lebensreisen | literarisch-poetische Heimatbeobachtungen aus Siebenbürgen

E-Mail: bauer@irmgardrosina.de

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