Schlagwort: Loslassen

  • Ganz schön eng hier oben. Und plötzlich war da ganz viel Freiheit.

    Ganz schön eng hier oben. Und plötzlich war da ganz viel Freiheit.

    Ein Gedanke für heute

    Wir verbringen viel Zeit damit, unser Leben größer zu machen.

    Mehr Platz.
    Mehr Komfort.
    Mehr Dinge.
    Mehr Sicherheit.

    Und irgendwann stellen manche von uns fest, dass genau das alles ziemlich schwer geworden ist.

    Vielleicht brauchen wir manchmal gar nicht mehr.

    Vielleicht brauchen wir weniger.

    Die Geschichte

    Mit 52 Jahren stieg ich allein in meinen kleinen Van und fuhr nach Südfrankreich.

    Nicht in ein Hotel.
    Nicht auf einen Campingplatz mit allem Komfort.

    Mein Schlafzimmer befand sich direkt hinter den Vordersitzen.

    Verstohlen schlich ich von der Fahrertür zur Heckklappe, nahm meine gelb-blau gestreifte Ikea-Tagesdecke herunter und bereitete mein Bett vor. Schlafanzug? Brauchte ich nicht. Noch schnell ein letzter Gang in die Wiese, dann rücklings auf das Trittbrett, den Kopf einziehen, den Körper hinterherziehen – und irgendwann lag ich.

    Ich schaute nach oben.

    Und dachte nur:

    „Ganz schön eng hier oben.“

    Heute muss ich über diesen Satz schmunzeln.

    Damals begann dort etwas viel Größeres als nur eine Übernachtung im Auto.

    Mein Gedanke

    Manchmal glauben wir, Freiheit brauche viel Platz.

    Ein großes Haus.
    Ein großes Auto.
    Ein großes Konto.

    Ich habe damals etwas anderes erlebt.

    Je kleiner mein Lebensraum wurde, desto größer wurde plötzlich meine innere Freiheit.

    Ich musste kaum Entscheidungen treffen.

    Ich hatte wenig Besitz (ach, immer noch zu viel!).

    Wenig Ablenkung.

    Dafür ganz viel Zeit.

    Zeit zum Nachdenken.
    Zeit zum Schauen.
    Zeit zum Atmen.

    Und Zeit, mir die Frage zu stellen:

    Welche Bedürfnisse sind mit den Jahren verloren gegangen? Was brauche ich eigentlich wirklich?

    Diese Reise hat mein Leben verändert.

    Nicht, weil alles leicht war.

    Sondern weil sie ehrlich war.

    Passend zu diesem Gedanken

    Aus dieser Reise entstand später mein Roman und Hörbuch „Und sonst nichts“.

    Es erzählt die wahre Geschichte einer Frau, die mit 52 Jahren allein nach Südfrankreich aufbricht – nicht auf der Suche nach Sehenswürdigkeiten, sondern nach sich selbst.

    Vielleicht erkennst du dich in manchen Gedanken wieder.

    Vielleicht begleitet dich Rosis Lebensreise auch ein kleines Stück auf deiner eigenen.

    👉 Zum Hörbuch

    👉 Zum Roman

    Und jetzt bist du dran

    Wenn du morgen nur mit dem Nötigsten aufbrechen müsstest:

    Was würdest du unbedingt mitnehmen?

    Und worauf könntest du vielleicht ganz überraschend verzichten?

    Ich freue mich, wenn du deine Gedanken in den Kommentaren mit mir teilst.

  • Muttertag: Warum Loslassen genauso zur Liebe gehört

    Muttertag: Warum Loslassen genauso zur Liebe gehört

    Die Erlebnisfrau – Leben, Arbeit und Sinn in Bewegung

    Es gibt Tage, die kommen leise daher – und treffen trotzdem mitten ins Herz. Muttertag ist so einer.

    Ein paar Blumen. Vielleicht ein Anruf. Und irgendwo zwischen all dem ein Gefühl, das sich schwer greifen lässt: Nähe. Erinnerung. Und etwas, das man lange nicht benennen wollte: Loslassen.

    Muttertag ist mehr als Gesten

    Früher war Muttertag einfach. Kinderzeichnungen. Gebasteltes. Herzchen aus Papier.

    Man wusste genau, wer man ist: Mutter. Kind. Familie. Alles hatte seinen Platz.

    Heute ist es manchmal leiser. Und ehrlicher.

    Die Kinder sind groß. Die Wege weiter. Die Gespräche anders.

    Und plötzlich merkt man: Liebe verändert sich.

    Was bleibt, wenn sich alles verändert

    Ich habe irgendwann verstanden, dass Muttertag nicht nur zurückschaut. Er fragt auch: Was ist jetzt?

    Was bleibt, wenn die Rollen sich verschieben? Wenn aus Nähe Abstand wird – und aus Fürsorge Vertrauen?

    Vielleicht genau das: Eine andere Form von Nähe.

    Weniger greifbar. Aber nicht weniger stark.

    In diesem Gedicht habe ich diese Nähe gebündelt:

    Muttertag

    Kinderzeichnungen
    Gebasteltes
    Vergebung
    Herzchen
    Blumen
    Liebe

    Und dann
    Loslassen auf beiden Seiten
    (IrmgardRosina)

    (Hier habe ich es auch als Hörfassung: YouTube)

    Loslassen ist kein Verlust

    Das Wort klingt oft schwer. Als würde etwas verloren gehen.

    Aber vielleicht ist Loslassen eher ein Weitergeben. Ein Raum, der größer wird.

    Ein stilles „Ich bin da“ – auch wenn man sich nicht mehr festhält.

    Und manchmal, ganz ehrlich, auch ein kleines Stolpern. Weil man nicht mehr gebraucht wird wie früher.

    Das darf sein.

    Eine Reihe poetischer Lebensmomente können Sie sich hier zum Selbstausdrucken holen.

    Und was bedeutet Muttertag heute?

    Vielleicht genau das:

    Ein Innehalten. Ein Erinnern. Ein kleines Lächeln.

    Und die Erkenntnis, dass Liebe nicht weniger wird – sie wird nur freier.

    Wenn Sie sich solche ruhigen Gedanken öfter schenken möchten:
    Meine Gedankenfunken begleiten Sie dabei.
    Als Mini-Auszeiten für Herz & Kopf.

    Und manches davon begleitet mich auch in meinem Reiseroman „Und sonst nichts“ – und in der Hörfassung.

    Immer geht es um Bewegung. Im Außen. Und im Inneren.

    Und manchmal beginnt alles mit einem einzigen Satz.

    In diesem PDF finden Sie eine Reihe solcher Gedankenfunken, als Mini-Auszeiten für Herz & Kopf.
    Und 6 davon sind hier als warmes begleitendes Audio erhältlich.

  • Märzgedicht: Wenn der Winter geht – und etwas Neues beginnt

    Märzgedicht: Wenn der Winter geht – und etwas Neues beginnt

    Es gibt diesen Moment im Jahr, der sich kaum ankündigt – und doch alles verändert. Die Luft wird milder, das Licht heller, und etwas in uns beginnt sich zu lösen. Der März ist kein lauter Monat. Aber einer, der Entscheidungen trifft. Manchmal auch radikale.

    Und manchmal geschieht genau das – mit einem leisen, humorvollen Gedanken.

    Ein Gedicht

    Killermonat März

    „Im Monat März bin auch ich für das Töten.“
    Ich trau mich und denk dies ganz ohne Erröten,
    ganz ohne erschröckliches „Wehe! Wehe!
    Wenn ich jedoch auf sein Ende sehe!“

    Auf dieses Ende sehe ich gerne.
    Ich sehn es herbei, schon lange, von ferne.
    Ich trau mich und sage: „Hau ihn in die Tonne!“
    Ich bin nicht schuld, denn der Täter heißt Sonne:

    In einer kurzen lauen Nacht
    hat sie den Winter umgebracht.

    Warum uns der März innerlich bewegt

    Der Winter ist nicht nur draußen. Er ist auch in uns. In Gedanken, die schwer geworden sind. In Gewohnheiten, die längst nicht mehr tragen. In einem Alltag, der sich vielleicht zu lange gleich angefühlt hat.

    Und dann kommt der März. Nicht als Sturm, sondern als Verschiebung. Als ein kaum merkliches „So geht es nicht weiter“ – und gleichzeitig als leise Einladung.

    Es ist kein dramatischer Aufbruch. Eher ein inneres Aufräumen. Ein Weglassen. Ein Loslassen.

    Loslassen ohne Drama – einfach, weil es Zeit ist

    Vielleicht ist es genau das, was dieses kleine Gedicht ausdrückt: Dass Veränderung nicht immer schwer sein muss. Dass man manchmal sogar darüber schmunzeln darf.

    Der Winter geht nicht, weil wir ihn vertreiben. Sondern weil etwas anderes stärker wird. Licht. Wärme. Bewegung.

    Und vielleicht auch der Mut, Dinge zu beenden, die längst vorbei sind. Es lädt ein zum Aufräumen.

    Ein stiller Übergang

    Ich mag diesen Moment im Jahr. Dieses Dazwischen. Noch nicht Frühling – aber auch nicht mehr Winter.

    Ich weiß nicht, was sich verändert.

    Aber ich spüre: Es ist Zeit.

    Und vielleicht reicht genau das.

    Mehr Gedanken zum Unterwegssein und zu leisen Veränderungen findest du hier: https://irmgardrosina.de/category/veraenderungen-im-leben/

    Viele dieser stillen Übergänge begleiten auch meinen Reiseroman „Und sonst nichts“ – das Hörbuch entsteht gerade.


    Externe Einordnung

    Der Übergang vom Winter zum Frühling wird häufig als Phase innerer Neuorientierung beschrieben. Der März steht dabei für Wandel, Loslassen und einen leisen Neubeginn – oft unbemerkt, aber spürbar.



  • Zum ersten Mal allein auf Reisen

    Lebensreisen · Unterwegs & Reisen · Familie & Generationen

    Wenn die Kinder nicht mehr dabei sind

    Zum ersten Mal allein auf Reisen. Gewonnen in einem Gewinnspiel. Doch wie geht Reisen, so ganz ohne Kinder?

    Gänzlich unvorbereitet landete ich in Anatolien – und meine Abenteuerlust führte mich an jenem Tag zu Fuß in eine Landschaft voller Geschichte, Weite und Stille.

    Ein Ort, der größer war als meine Unsicherheit

    Plötzlich stand ich oben am Berg und sah vor mir die antike Stadt Hierapolis, die auf meinem Weg zu den Kalkterrassen von Pamukkale lag.

    Diese Stadt wurde von Hethitern, Lydern und später Römern bewohnt. Besonders beeindruckend ist das Theater mit seinen fünfzehntausend Plätzen, das von der einstigen Größe der Stadt mit etwa sechzigtausend Einwohnern erzählt.

    Die Nekropole mit ihren steinernen Mausoleen berichtet von einer längst vergangenen Zeit, während heute braungraue Geckos durch die Ruinen huschen. Die heißen Quellen waren schon in der Antike bekannt und geschätzt – selbst Kaiser Diokletian ließ hier verweilen.

    Allein unterwegs – und plötzlich klar

    Für mich war es ein Geschenk, diese Orte auf eigene Faust erkunden zu können. Ein Geschenk, zu erkennen: Es gibt ein Leben nach den Kindern.

    O ja.


    Manche Gedanken begleiten länger. Aus solchen Texten entstehen bei mir Lesungen, Audios und kleine Sammlungen – für unterwegs oder ruhige Momente. Die ganze Geschichte kannst du dirauf YouTube anhören, ich habe sie eingesprochen.



    Themenräume:
    → Unterwegs & Reisen
    → Familie & Generationen

  • Erntedanksonntag

    Erntedanksonntag

    Danken und Bitten liegen nah beieinander

    Zwischen Wiesn-Trubel und stiller Herbstsonne liegt jener Tag, an dem alles langsamer wird: der Erntedanksonntag.
    Ein Augenblick, in dem wir auf das schauen, was gewachsen ist – im Garten, im Leben, im Herzen.
    Dieses kleine Gedicht erinnert daran, wie nah Danken und Bitten beieinander liegen.
    Es ist ein stilles Innehalten – nach außen schlicht, nach innen weit.

    Wenn dir diese poetische Auszeit gefällt, lies auch meine weiteren Texte im Blog oder hör dir meine vertonten Gedichte auf YouTube an.

    Erntedanksonntag

    (von Irmgard Rosina Bauer)

    Danke Danke Danke
    Danke
    Bitte
    BitteBitte
    BitteBitteBitte
    BitteBitteBitteBitteBitteBitteBitteBitteBitteBitteBitteBitteBitteBitteBitteBitteBitteBitteBitteBitteBitteBit

    Entdecke mehr humorvolle Alltagsgedichte als Text auf meinem Blog oder als Video auf YouTube.

    Bunte Erntedankgabe mit Kartoffeln, Kürbissen, Äpfeln, Birnen, Zwiebeln und Gemüse auf blau-weißer Tischdecke – Sinnbild für herbstliche Fülle und Dankbarkeit.

    📌 Alle meine Playlists auf YouTube kannst du hier entdecken:


    111 humorvolle, kurze Gedichte von Irmgard Rosina für zwischendurch. Freche Reime, die zum Schmunzeln, Lächeln und Weiterdenken einladen – Poesie mit Augenzwinkern.
    Best of Rosis Reime

    Freche Reime für gute Laune:

    Mut & Motivation in 60 Sekunden:

    Poesie zum Abschalten:

    Sonntags-Poesie:

    Reisen in Reimen:

    Quatsch mit Sinn:

    Alltagsgeschichten in Reimen:

    Herz & Liebe Gedichte:

    Gedankenfunken & Tiefgang: