In dieser Kategorie versammeln sich Texte über Übergänge: Abschiede, Neuanfänge, Brüche und Richtungswechsel.
Es geht um Zeiten, in denen das Alte nicht mehr trägt und das Neue noch nicht sichtbar ist.
Persönlich, erzählerisch, manchmal poetisch, aus dem prallen Leben gegriffen.
Die Erlebnisfrau – Leben, Arbeit und Sinn in Bewegung
Es gibt Tage, die kommen leise daher – und treffen trotzdem mitten ins Herz. Muttertag ist so einer.
Ein paar Blumen. Vielleicht ein Anruf. Und irgendwo zwischen all dem ein Gefühl, das sich schwer greifen lässt: Nähe. Erinnerung. Und etwas, das man lange nicht benennen wollte: Loslassen.
Muttertag ist mehr als Gesten
Früher war Muttertag einfach. Kinderzeichnungen. Gebasteltes. Herzchen aus Papier.
Man wusste genau, wer man ist: Mutter. Kind. Familie. Alles hatte seinen Platz.
Heute ist es manchmal leiser. Und ehrlicher.
Die Kinder sind groß. Die Wege weiter. Die Gespräche anders.
Und plötzlich merkt man: Liebe verändert sich.
Was bleibt, wenn sich alles verändert
Ich habe irgendwann verstanden, dass Muttertag nicht nur zurückschaut. Er fragt auch: Was ist jetzt?
Was bleibt, wenn die Rollen sich verschieben? Wenn aus Nähe Abstand wird – und aus Fürsorge Vertrauen?
Die Erlebnisfrau – Leben, Arbeit und Sinn in Bewegung
Manchmal sagt ein anderer einen Satz – und plötzlich steht das ganze Leben kurz still. „Welche Leichtigkeit du rüberbringst, Mama!“ Ich habe gelächelt. Und innerlich kurz nachgezählt. Denn leicht war ich lange nicht.
Wenn das Leben schwerer war, als es aussah
„Welche Leichtigkeit du rüberbringst, Mama!“, sagt meine Tochter zu mir, und macht mich damit sehr froh und glücklich, denn in ihrer Kindheit war ich alles andere als leicht drauf.
Da war ich eher überfordert von vier kleinen Kindern, einem stressigen Delikatessengeschäft, das mehr den Wünschen meines damaligen Mannes, ihres Vaters entsprach, von seinem Drängen nach einem luxuriösen, nach außen gerichteten Leben.
Und nun also transportiere ich Leichtigkeit!
Kann sein, dass ich dafür Jahrzehnte gebraucht habe.
Burnout, Zweifel – und der Weg zurück zu mir
Nach Jahren, in denen ich einem Burnout unterlegen hatte, in Depressionen festgehangen war, die mir dann aber auch wieder den Weg wiesen in ein leichteres Leben, eines nach meinem Sinn, nach meinen Wünschen.
Ja, das ist für mich das Geheimnis eines gesunden Lebens: Seine eigenen Bedürfnisse kennen, ernst nehmen und nach ihrer Befriedigung zu streben. Jeden Tag neu.
Ein einfacher Satz. Und gleichzeitig eine Lebensaufgabe.
Warum wir unsere eigenen Bedürfnisse oft verlieren
Meine Bedürfnisse waren damals, zu Raffaelas Kindheit, vor lauter Drunter und Drüber in einem prall gefüllten Alltag verschütt gegangen.
Zwischen Verpflichtungen, Erwartungen und dem Versuch, alles richtig zu machen, bleibt oft genau das auf der Strecke, was uns eigentlich trägt.
Man merkt es meist erst, wenn es fehlt.
Oder wenn man stehen bleibt. Oder liegen bleibt.
Allein unterwegs – meine Reise in die Cevennen
Um sie überhaupt wieder zu erkennen und zu finden, ging ich mit 52 Jahren auf eine Soloreise, eine Autopilgerreise, die ich mit meinem Merkür unternahm. Er war mein Auto und Gott der Reisenden zugleich.
Es ging nach Südfrankreich, mein Wunschland, ich allein fünf Wochen nur mit mir und mit groben Zielen: In die Cevennen wollte ich.
Von deren wilder, zackiger Schönheit ich viel gehört hatte, die schienen mir und meinem Seelenzustand zu entsprechen: wild und durcheinander.
Mit viel Angst, Zweifeln („Darf ich das?“) und innerem Chaos zog ich los ins Ungewisse.
Dort wollte ich mich finden. Wen überhaupt? Wer war ich denn? Wie erkannte ich mich denn?
Und dann wurde diese Reise zu einer der schönsten und wichtigsten in meinem Leben.
Und jetzt also attestiert mir meine Tochter Leichtigkeit.
Gibt es was Schöneres als das Gefühl, „es“ geschafft zu haben?
Leichtigkeit fällt nicht vom Himmel. Sie wächst. Still. Manchmal langsam. Und manchmal genau dann, wenn man aufhört, sie zu suchen.
Ein kleiner Gedanke zum Schluss
Vielleicht ist Leichtigkeit kein Zustand. Sondern eine Richtung.
Und vielleicht reicht es schon, wenn man sich jeden Tag ein kleines Stück in diese Richtung bewegt.
Mit einem Blick nach oben. Mit einem Schritt nach draußen. Oder einfach mit einem ehrlichen „Was brauche ich heute wirklich?“
Ein Teil dieser Lebensreise ist in meinem Reiseroman „Und sonst nichts“ festgehalten – und nun auch als Hörfassung erlebbar, gesprochen von Fine Thurmond mit ihrer warmen, klaren Stimme (siehe voice.of.josefine auf Instagram).
In den USA gibt es den „Look up at the Sky Day“, und er erinnert daran, innezuhalten und den Blick zu heben – weg vom Alltag, hin zu etwas Weitem, Größerem. Schau in den Himmel. Manchmal ist genau das die Lösung.
Die Erlebnisfrau – Leben, Arbeit und Sinn in Bewegung
Manchmal kippt ein Leben nicht mit großem Knall. Sondern fast unauffällig. Erst schleichen sich kleine Fehler ein. Dann Müdigkeit. Dann dieses Gefühl, nur noch irgendwie zu funktionieren. Und irgendwann sagt der Körper etwas, das sich mit Willenskraft nicht mehr wegdiskutieren lässt.
Diese Kurzgeschichte ist mir dazu wieder eingefallen – gerade an Tagen wie dem Weltgesundheitstag. Nicht als moralischer Zeigefinger. Sondern als Erinnerung daran, wie leise Überforderung beginnen kann. Und wie radikal ehrlich ein Satz werden kann: Ich kann nicht.
Blue Hawaii: Susannes Geschichte
Wenn Erholung immer dringlicher wird
Die Abstände, in denen Susanne Erholung suchte, wurden immer kürzer. Immer öfter unterliefen ihr Fehler in der Planung im Geschäft. Sie vergaß Termine, zu denen kalte Buffets bestellt waren – wie peinlich. Wie ärgerlich für die Kunden. Oder sie plante nicht genügend Personal ein, so dass großer Stress im Laden entstand.
Sie traf falsche Entscheidungen bei Warenbestellungen, so dass viele Artikel zu früh ausgingen oder wegen Übermenge verdarben. An der Kasse ertappte sie sich sehr oft, wie sie Wechselgeld falsch zurückgab – schlimmer noch: Meistens entdeckten es die Kunden, bevor sie es bemerkte. Ihre Handschrift konnte sie kaum selber noch lesen, so krakelig, fahrig, unsauber schrieb sie ihre Notizen.
„Mama, was hab ich gesagt? Du hast schon wieder nicht zugehört!“, tadelten die Kinder.
Sie war müde. Immer müde. Nicht nur physisch. Sie konnte sich kaum noch aufraffen zu ihren Aufgaben.
Wenn das Leben weiterläuft und innerlich schon etwas kippt
Die vielen Einladungen, die für Gernhardt Lebenselixier waren, wurden ihr lästig, obwohl auch sie immer gerne Gäste gehabt hatte. Keine Ruhe, keinerlei Absprachen. Jeder entschied nur für sich selbst. Immer hinterherlaufen den Terminen, alles nur mit Mühe zu schaffen.
Die Kinder meuterten, wenn es um die Erledigung der Aufgaben im Haus ging, sie machten ihre Hausaufgaben nicht mehr sorgfältig, die Lehrer riefen bei Susanne an, nicht bei Gernhardt. Sie spürte schon lange: Auch ihre Kinder brauchten mehr Aufmerksamkeit, jedes einzelne. Ruhe. Reden. Spielen. Auch mal mit ihnen, den Eltern, nicht sie immer nur wegschicken zu Freunden.
Sollte das die nächsten zwanzig, dreißig Jahre so weitergehen? Kam da nichts Schöneres mehr? War das das Leben?
Mehrfach kamen solche Fragen in ihr auf. Gerne hätte sie sich damit mehr befasst, doch mit wem sprechen? Alles drängte nur, immer schnell, keine Zeit zum Wünschen, einfach seine Arbeit tun, basta.
Wenn sie Gernhardt dann doch einmal darauf ansprach, war seine Antwort: Natürlich liebe ich meine Kinder. Aber sie werden groß und brauchen uns dann nicht mehr. Ich aber brauche dich. Wir beide müssen für unser Fortkommen sorgen, denn wir haben dann nur noch uns beide.
Der Tag, an dem Susanne nicht mehr aufstehen konnte
Am 11. November war das große Martinsgans-Essen im Haus angesetzt. Eltern, Geschwister und deren Familien würden zu Besuch kommen, so wie jedes Jahr.
Susanne grauste. Sie sah einen Berg Arbeit auf sich zukommen, dabei war sie so erschöpft. So unendlich müde war sie. Sie wollte absagen.
„Das kannst du mir doch nicht antun!“, reagierte Gernhardt auf ihren Wunsch. „So eine schöne Tradition ist das. So ein herrliches Fest ist das immer gewesen!“
„Komm, hilf mir in der Küche!“, rief Gernhardt dann am St.-Martins-Tag hoch ins Schlafzimmer, wo Susanne sich hingelegt hatte, weil sie sich so ausgebrannt fühlte wie nie zuvor.
Da lag sie. Wollte aufstehen.
Na klar helfe ich. Gleich kommen sie alle. Ich muss helfen.
Wollte aufstehen.
Was war denn plötzlich los?
Wie festgeklebt lag sie da.
„Ich kann nicht“, flüsterte sie.
„Komm endlich runter, ich brauch dich!“
„Ich kann nicht.“ Mit aller Kraft versuchte sie, lauter zu antworten, noch einmal, so dass er sie hörte.
„Ich kann nicht! Ich kann nicht.“
„Wie, du kannst nicht! Soll ich etwa alles alleine machen, oder wie? Weil du dich wie eine alte Oma schonen willst?“
„Ich kann nicht!“
Wenn der Körper stoppt und der Wille nichts mehr ausrichtet
Susanne lag da, lag einfach da. Sie wollte aufstehen. Sie wollte ihm zur Hand gehen, wie immer. Sie wollte –
Sie konnte sich nicht bewegen.
Sie lag auf ihrem Bett. Befahl sich aufzustehen. Doch ihre Beine hoben sich nicht. Keinen Millimeter. Wie von einem starken Magneten nach unten auf die Matratze gezogen. Ihre Arme – nichts. Nichts konnte sie bewegen. Nicht einmal die Finger rührten sich noch.
Sie wünschte sich aufzustehen. Natürlich wollte sie aufstehen und mithelfen. Doch sie konnte nur hauchen: „Ich kann nicht.“
Gernhardt war hochgekommen und stand an ihrem Bett.
„Du willst nicht!“, schrie er sie wütend an, warf die Arme hoch, rollte mit den Augen. In kurzen Bewegungen schüttelte er ungeduldig den Kopf. „Du kannst doch nicht einfach liegen bleiben!“
In seinen Augen stand empörtes Entsetzen. Gleich kämen die Gäste. In der Küche noch Drunter und Drüber, der Tisch noch nicht gedeckt, die Garderobe im Eingangsbereich noch übervoll mit Kinderjacken und vielen Schuhen, da konnte keiner durch.
Ja, das wusste sie. Immer hatte Susanne das Haus aufgeräumt. Das wünschte Gernhardt so, wenn Gäste angemeldet waren.
„So kann man doch keine Gäste empfangen, wie es bei uns aussieht!“, schrie er sie an. „Und du liegst im Bett und willst Madam spielen!“
Susanne lag da und rührte sich nicht.
„Jetzt reiß dich endlich zusammen und steh endlich auf!“
„Ich kann mich nicht bewegen.“
Wenn niemand versteht, was mit einer Frau gerade geschieht
Mit den Händen ringend, den Kopf heftig schüttelnd und laut schimpfend ging Gernhardt in die Kinderzimmer. Hielt die Kinder an, mitzuhelfen beim Aufräumen und Herrichten. Sie gehorchten auf der Stelle seinem scharfen Tonfall.
Susanne hörte das Geschirr klappern, die Gläser auf dem Tisch klirren, das Rascheln von Tüten, in die die Schuhe gestopft wurden, um sie im Keller verschwinden zu lassen mit all den herumliegenden Spielsachen. Die Düfte der Gans und der Enten aus der Küche wallten zu ihr hoch.
Ja, sie wollte helfen, wollte ihn gar nicht allein lassen mit all dem, sie wollte doch ihren Part erfüllen, so wie immer eben, sie konnte ihn doch jetzt nicht allein lassen.
Ein wildes Durcheinander in ihrem Kopf. Doch ihr Körper lag unbewegt da. Sie strengte all ihre Fantasie an und überlegte verzweifelt, wie sie sich unaufwändiger und schneller als geplant anziehen könnte, ob sie wirklich noch die Haare richten müsste.
Erneut versuchte sie, die Beine von der Matratze zu lösen und aus dem Bett zu heben.
Als sie ein heftiges Weinen überfiel. Sie weinte, weinte, weinte, schluchzte laut, immer lauter. Jetzt fängt sie auch noch zu heulen an, hörte sie Gernhardt von unten stöhnen, und da läutete auch schon die Türglocke.
Laut schluchzte sie. Die Kinder kamen abwechselnd zu ihr hinein, Lisa, Raffael, Dominik, Markus, sie fragten verstört, was denn los sei mit Mama, doch sie konnte nichts anderes hervorbringen als ein mattes: „Ich kann nicht aufstehen.“
Auch als ihre jüngere Schwester an ihr Bett trat, konnte sie nicht mehr sagen als das.
„Jetzt stell dich doch nicht so an!“, stieß auch sie aus und stapfte mit dem Fuß auf, bevor sie das Schlafzimmer verließ.
„Ihr ist nicht wohl“, hörte sie Gernhardt der Familie erklären, „lasst sie in Ruhe heute. Sie kann nicht runterkommen.“
Die Wochen danach: funktionieren mit halber Kraft
Tatsächlich ließ man sie schließlich ungestört liegen. Ihre Anspannung wechselte sich ab mit kraftloser Atemlosigkeit, erneutem Schluchzen und innerer Leere. Als über längere Zeit niemand in ihr Schlafzimmer gestürzt kam, empfand sie endlich tiefe Ruhe. Sie spürte ihre Glieder noch schwerer in das Bett hineinsinken. Dann konnte sie endlich einschlafen; sie schlief und schlief. Die anderen ließen sie bis zum nächsten Nachmittag einfach nur schlafen.
Die folgenden Tage und Wochen im Vorweihnachtsgeschäft konnte Susanne nur mit halber Kraft arbeiten. Sie tat ihre Pflicht, so gut sie konnte, doch der Schwung blieb aus, den Kunden und Freunde und Gernhardt so an ihr schätzten: die sportliche Schnelligkeit, das fixe Erledigen, die schnellen Entscheidungen, das fröhliche Lachen, die „mitreißende Lebensfreude“, die sie ihr häufig attestiert hatten.
Gernhardt, der viele Tätigkeiten von Susanne zusätzlich übernehmen musste, wurde zunehmend aggressiver. Er schaffte einfach nicht alles, und seine Frau hielt sich in ihrem Engagement vornehm zurück, warf er ihr lautstark vor.
„Dass du mich so hängen lässt! Im Weihnachtsgeschäft! Wo wir fast die Hälfte unseres Jahresumsatzes erwirtschaften! Darüber machst du dir wohl nie Gedanken, wie wir weiter leben sollen, was?“
„Aber Geld ist ja nicht so wichtig für dich!“, höhnte er.
Susanne war sehr bedrückt von ihrer Schwäche. Sie war doch sonst immer die Powerfrau gewesen. Als Übertyp bezeichneten sie manche Kunden. Sie wollte ihre Energie wieder haben. Laufen, rennen, powern, ja, sie wollte doch arbeiten.
Keine Chance. Susanne blieb schwach.
Mehrere Wochen. Bis in den Januar hinein.
Wenn aus Erschöpfung Verzweiflung wird
Gernhardt blieb vorwurfsvoll.
„Du ziehst dich aus unserer gemeinsamen Verantwortung zurück!“
„Du lässt mich allein mit dem Laden, wo ich doch auch noch den Weingroßhandel habe!“
„Du weißt genau, dass ich es allein nicht schaffe!“
Und: „Im Januar, da wollte ich doch mit dir wieder nach Hawaii fliegen!“
Susanne war aufgeschreckt, weil sie nicht mehr konnte. Die Diagnose „Depression“ – sie hatte schon mal gehört, dass es so etwas gab – hätte ihr keine Erleichterung gebracht. Das war ein geächteter Zustand, über den man nur hinter vorgehaltener Hand und bei geschlossenen Türen sprach.
Am liebsten wollte sie nur noch liegenbleiben und sterben. Dann müsste sie sich um nichts mehr kümmern, sich niemandem gegenüber mehr rechtfertigen. Sich einfach hinlegen.
Die Kinder, nur die Kinder, nicht Gernhardt, gingen ihr durch den Sinn. Nein, die konnte sie nicht auf diese Weise zurücklassen. Für sie wollte sie doch eigentlich mehr da sein. Sterben, nein, damit würde sie ihnen nicht weiter helfen, im Gegenteil, sie würde sie schon wieder allein lassen.
Doch wo ansetzen, wie anfangen, etwas zu ändern – und was überhaupt? Wie kam sie jemals aus diesem eingefahrenen Leben hinaus? Gernhardt, der Lebensunterhalt, das Geschäft, der Weingroßhandel, das Haus, die gemeinsamen Freunde. Es war alles ineinander verstrickt, ihre Wege waren verschlungen, wie ein harter, harter gordischer Knoten.
Doch wie ihn auseinanderschlagen? Mit welchem Schwert, an welchem Punkt?
Ein Kindersatz, der plötzlich den Weg zeigt
Vielleicht stellte sie sich ja tatsächlich an. Anderen ging es auch schlecht. Karin zum Beispiel hatte sie geschockt mit der Nachricht, dass sie Brustkrebs habe und operiert werden müsse. Im Gegensatz dazu ging es ihr, Susanne, doch gut?
„Mama, musst du auch repariert werden?“, fragte sie der kleine Raffael eines Abends, als sie ihn zu Bett brachte.
Verdutzt schaute sie ihn an, dann brach sie in ein erleichtertes Lachen aus.
Sie nahm ihren kleinen Sohn in die Arme und drückte ihn zärtlich an sich.
„Nein, Mama muss nicht operiert werden“, sagte sie lächelnd.
Der kleine Schatz wusste genau Bescheid. Natürlich. Ja, sie musste zur Reparatur gehen. Sie musste es sich eingestehen. Sie war krank. Nicht wirklich. Doch in Wirklichkeit war sie krank.
Sie musste dort hingehen, zu der psychologischen Beratungsstelle. In der Münchner Straße hatte sie das Schild gesehen. Wofür gab es die denn sonst? Jawohl, auch für sie gab es die. Und für Raffael. Die würden seine Mama dort reparieren. Und für Lisa und Dominik und Markus würde sie den Schritt wagen.
Ja, sie würde sich einen Termin geben lassen. Ja, sie wollte ihr Leben wieder leben, in Kraft, mit Power, sie wollte für ihre Kinder wieder zum Übertyp werden.
Gernhardt? Er würde ihr nicht dabei helfen können. Nein, er nicht. Für ihn nicht. Für sich selbst würde sie jetzt ihre ganze Kraft brauchen.
Nahaufnahme eines karierten Notizbuchs mit handschriftlichen Gedanken, einzelne Zeilen sind gelb markiert. Das Bild vermittelt einen persönlichen, reflektierenden Moment und inneren Dialog.
Der erste eigene Wunsch: nicht Hawaii, sondern Nordsee
Vor ein paar Tagen hatte sie eine Kundin im Laden, die wortwörtlich sagte: „Ich liebe mein Leben.“ Was musste passieren, dass auch sie, Susanne, so einen Satz sagen konnte?
Ich liebe mein Leben.
Ihr kleiner Raffael hatte ihr die Antwort beigebracht. Sie musste sich reparieren lassen. Ihr Räderwerk wurde durch zu viel Reibung gebremst. Vielleicht fehlte nur ein wenig Öl?
Schon am nächsten Tag erhielt sie einen Termin bei ihrer Ansprechpartnerin.
„Wir beantragen als Erstes eine Kur für Sie, am besten eine Mütterkur.“
„Eine Kur?“
Susanne erschrak. Schon wieder irgendwohin wegfahren. „Wo denn?“
„Wo möchten Sie denn am liebsten hin?“
Unsicher schaute Susanne das freundliche Gesicht hinter dem Schreibtisch an. Durfte sie hier wirklich Wünsche äußern?
Die Frau sah sie erwartungsvoll an.
War das möglich? Ein einziges Rattern in Susannes Kopf. Wieder sah sie die Frau an.
So gerne wäre Susanne mal an die Nordsee gefahren. Dort musste es unwahrscheinlich schön sein. Doch Gernhardt hatte immer nur in den Süden gewollt, Italien, Südfrankreich, wo er seine Weine für sein Geschäft probieren und kaufen konnte. Oder nach Hawaii …
Dann belebte sich Susannes Gesichtsausdruck. Mit fester Stimme sagte sie:
„An die Nordsee. Ich möchte an die Nordsee.“
Die Dame nickte.
„Mit Raffael, meinem Jüngsten.“
Wieder nickte die Dame. War es wirklich so einfach?
Susanne lehnte sich auf ihrem Stuhl zurück.
„Ja, an die Nordsee.“
„… zur Reparatur“, fügte sie lächelnd hinzu.
Warum diese Geschichte unter das Dach von „Die Erlebnisfrau“ gehört
Diese Geschichte gehört für mich genau hierher. Denn Lebensreisen beginnen nicht immer mit einem gepackten Koffer. Manchmal beginnen sie in einem Schlafzimmer, in dem jemand nicht mehr aufstehen kann. Manchmal beginnt der Aufbruch nicht auf einer Landkarte, sondern in dem Moment, in dem eine Frau zum ersten Mal einen eigenen Wunsch ausspricht.
Bei Susanne ist dieser Wunsch klein und gewaltig zugleich: An die Nordsee. Ich möchte an die Nordsee.
Darin steckt schon alles: Erschöpfung. Sehnsucht. Rettung. Richtung.
Und genau solche Momente interessieren mich. Nicht nur das schöne Reisen. Sondern die inneren Bewegungen, aus denen äußere Wege entstehen.
Wie aus diesem Moment später „Und sonst nichts“ wurde
Auch dort geht es um Ballast, um Erschöpfung, um die Frage, wie ein anderes Leben beginnen kann – und was geschieht, wenn eine Frau sich endlich selbst ernst nimmt. Mehr dazu findest du hier auf meiner Website: zum Reiseroman „Und sonst nichts“.
Und ja: Diese Lebensreise ist inzwischen auch als Hörbuch hörbar geworden – für alle, die sich solchen Geschichten lieber mit dem Ohr nähern. Hörproben gibt es auf meinem YouTube-Kanal, zum Beispiel „Karl Huberts Frankreich“.
Vielleicht beginnt Gesundheit mit einem ehrlichen Satz
Vielleicht ist das eine der stillsten Wahrheiten überhaupt: Gesundheit beginnt nicht immer mit Stärke. Manchmal beginnt sie mit dem Satz: Ich kann nicht.
Und manchmal ist genau dieser Satz kein Scheitern, sondern der erste ehrliche Schritt zurück ins eigene Leben.
Es gibt diesen Moment im Jahr, der sich kaum ankündigt – und doch alles verändert. Die Luft wird milder, das Licht heller, und etwas in uns beginnt sich zu lösen. Der März ist kein lauter Monat. Aber einer, der Entscheidungen trifft. Manchmal auch radikale.
Und manchmal geschieht genau das – mit einem leisen, humorvollen Gedanken.
Ein Gedicht
Killermonat März
„Im Monat März bin auch ich für das Töten.“ Ich trau mich und denk dies ganz ohne Erröten, ganz ohne erschröckliches „Wehe! Wehe! Wenn ich jedoch auf sein Ende sehe!“
Auf dieses Ende sehe ich gerne. Ich sehn es herbei, schon lange, von ferne. Ich trau mich und sage: „Hau ihn in die Tonne!“ Ich bin nicht schuld, denn der Täter heißt Sonne:
In einer kurzen lauen Nacht hat sie den Winter umgebracht.
Warum uns der März innerlich bewegt
Der Winter ist nicht nur draußen. Er ist auch in uns. In Gedanken, die schwer geworden sind. In Gewohnheiten, die längst nicht mehr tragen. In einem Alltag, der sich vielleicht zu lange gleich angefühlt hat.
Und dann kommt der März. Nicht als Sturm, sondern als Verschiebung. Als ein kaum merkliches „So geht es nicht weiter“ – und gleichzeitig als leise Einladung.
Es ist kein dramatischer Aufbruch. Eher ein inneres Aufräumen. Ein Weglassen. Ein Loslassen.
Loslassen ohne Drama – einfach, weil es Zeit ist
Vielleicht ist es genau das, was dieses kleine Gedicht ausdrückt: Dass Veränderung nicht immer schwer sein muss. Dass man manchmal sogar darüber schmunzeln darf.
Der Winter geht nicht, weil wir ihn vertreiben. Sondern weil etwas anderes stärker wird. Licht. Wärme. Bewegung.
Und vielleicht auch der Mut, Dinge zu beenden, die längst vorbei sind. Es lädt ein zum Aufräumen.
Ein stiller Übergang
Ich mag diesen Moment im Jahr. Dieses Dazwischen. Noch nicht Frühling – aber auch nicht mehr Winter.
Viele dieser stillen Übergänge begleiten auch meinen Reiseroman „Und sonst nichts“ – das Hörbuch entsteht gerade.
Externe Einordnung
Der Übergang vom Winter zum Frühling wird häufig als Phase innerer Neuorientierung beschrieben. Der März steht dabei für Wandel, Loslassen und einen leisen Neubeginn – oft unbemerkt, aber spürbar.
Die Erlebnisfrau – Leben, Arbeit und Sinn in Bewegung
🎧 Dieses Hörbuch wurde kürzlich in einem Podcast vorgestellt.
Ich kenne jedes Wort dieses Buches.
Ich habe es geschrieben, durchlebt, durchlitten, durchwandert. Und doch passiert gerade etwas, das ich nicht erwartet habe:
Ich höre mein eigenes Buch – und bekomme Gänsehaut.
Vom Schreiben ins Hören
Mein Reiseroman „Und sonst nichts“ erzählt von Rosi. 52 Jahre alt. Vier Kinder. Ein volles Leben. Und plötzlich die Frage:
Was will eigentlich ich?
Sie steigt in ihren Mini-Van „Merkür“ und fährt los. Nach Südfrankreich. Und – ohne es zu wissen – zu sich selbst.
Eine Reise mit wenig Geld, viel Unsicherheit – und immer mehr Klarheit.
Und dann kam eine Stimme dazu
Fine Thurmond spricht meinen Text.
Und sie macht etwas, was ich selbst nicht kann:
Sie nimmt sich Zeit.
Während ich schnell denke, schnell schreibe, schnell lebe, liest sie ruhig, präzise, mit Gefühl für jede Betonung.
Sie macht aus meinem Text ein neues Werk.
Ein kurzer Ausschnitt
Mit aufeinandergepressten Lippen unter kurzen Atemstößen gelingt es mir, mich auf den Bauch zu drehen, ohne an dem bedrohlich nahen Autodach anzustoßen… Ich ersticke! Rauf- oder runterdrücken? Ich ersticke! … Mit einem kräftigen Stoß die eine Hälfte der Hecktüre – frei, ich kann atmen. Die ganze freie Wiese vor meinen Augen. Frei.
Als ich diese Szene höre, passiert etwas Merkwürdiges mit mir:
Ich bin nicht mehr die Autorin. Ich bin Zuhörerin.
Ein neues Format – eine neue Tiefe
Fine Thurmonds Stimme macht aus meinem Schreibtext etwas Neues.
Beim Hören – im Auto, am Küchenherd, unterwegs beim Spaziergang – zieht sie mich wieder hinein in diese Reise.
In Rosis Außenwelt. Und gleichzeitig tief in ihre Innenwelt.
Und obwohl ich jedes Wort kenne, berührt es mich neu.
Es ist, als würde ich mein eigenes Buch zum ersten Mal erleben.
Ein Erfahrungsbericht aus einem Interview von David Pfeifroth für seine Facharbeit (Fachoberschule Fürstenfeldbruck, 13. Klasse)
Wenn Schreiben nicht automatisierbar ist
Künstliche Intelligenz ist in aller Munde – auch im kreativen Bereich. Doch nicht jede Form des Schreibens lässt sich automatisieren oder delegieren.
Im Rahmen einer Facharbeit zum Thema KI im Autorenberuf wurde ich von einem Fachoberschüler interviewt. Die zentrale Frage lautete: Wie kann KI eine Autorin beim Schreiben unterstützen – und wo nicht?
Autobiografisches Schreiben braucht Erfahrung
Meine Bücher und Texte entstehen aus eigenen Reisen, Erlebnissen und biografischen Erfahrungen. Wenn ich einer KI den Auftrag gebe, eine Geschichte für mich weiterzuschreiben, fehlt genau das: Lebensnähe, Subjektivität und die innere Logik meiner Erfahrungen.
Authentizität ist für mich keine Stilfrage, sondern eine Vertrauensbasis. Leserinnen sprechen mich auf mein Leben an, auf meine Reisen – weil sie spüren, dass das Geschriebene erlebt wurde.
KI als Werkzeug – nicht als Erzählerin
Das bedeutet jedoch nicht, dass KI für mich nutzlos ist. Im Gegenteil: In anderen Bereichen meiner Arbeit als selbstständige Autorin hat sie sich als wertvolles Werkzeug erwiesen.
Bei Blogtexten, bei der Strukturierung von Gedanken, bei SEO-freundlichen Einführungstexten oder beim Verstehen technischer Grundlagen für YouTube und Website unterstützt mich KI spürbar. Ich stelle Fragen, treffe die Entscheidungen – KI liefert Vorschläge.
Im Interview habe ich meine Arbeit mit der Fotografie verglichen: Man kann denselben Baum fotografieren, indem man nur die Blätter zeigt, nur den Stamm oder die gesamte Krone. Jede Perspektive erzählt eine andere Geschichte.
So ist es auch beim Schreiben. Ich wähle aus, lasse weg, füge hinzu. Diese Auswahl ist Teil meines künstlerischen Prozesses – und lässt sich nicht delegieren.
Chancen und Grenzen im Autorenalltag
Jenseits des eigentlichen Schreibens fallen im Autorenberuf viele Aufgaben an: Korrektur, Marketing, Covergestaltung, Sichtbarkeit. In diesen Bereichen kann KI helfen, informierte Entscheidungen zu treffen – ersetzt aber keine Verantwortung.
Ich habe auch erlebt, dass falsche Empfehlungen zu Problemen führen können. Deshalb gilt für mich: KI ist ein Werkzeug. Kein Orakel.
Fazit: Die Autorin entscheidet
Wie ein Werkzeug genutzt wird, ist immer eine individuelle Entscheidung. Manche Autorinnen schreiben fiktional, andere autobiografisch. Manche integrieren KI tief in ihren Schreibprozess – andere kaum.
Für mich gilt: Ich bleibe die Autorin. KI begleitet mich vor allem in technischen und Medienfragen, und das oft rasend schnell. Dafür bin ich dankbar, weil sie mir viel Sucharbeit und zeitaufwändige Lernerfahrungen abnimmt. .
Manche Gedanken begleiten länger. Aus solchen Texten entstehen bei mir Lesungen, Audios und Sammlungen – für unterwegs oder ruhige Momente. Einiges findest du in meinen Blogs (siehe Kategorien) und in YouTube. Auch die Interviewfragen von David Pfeifroth habe ich im Video beantwortet. Schau gerne mal rein.
Nikolaustag 2025 – Wenn Tradition auf Fremdheit trifft
In „Alle Jahre wieder“ habe ich versucht, auf satirische Weise darzustellen, wie die Figur des Nikolaus, dieser uralte Botschafter der Nächstenliebe, aus einer anderen Zeit und einem anderen Land, hier bei uns mitunter zur Zielscheibe von Ablehnung wird. Namen, Traditionen und Menschen, die als „fremd“ empfunden werden, werden ausgegrenzt – und dabei verliert man leicht den Blick auf das, wodurch wir eigentlich seit Jahrhunderten geprägt sind.
Nächstenliebe vs. Ablehnung – Woran erinnern wir uns wirklich?
Die satirische Schärfe des Gedichts ist mir wichtig, denn ich möchte nicht nur zum Schmunzeln anregen, sondern auch zum Nachdenken. Gerade in dieser Zeit erlebe ich, wie sehr Angst vor dem Unbekannten uns manchmal blind machen kann – für das Gemeinsame und für das Menschliche.
„Alle Jahre wieder“ – Ein Gedicht, das zum Denken und Schmunzeln einlädt
Alle Jahre wieder . Satire Irmgard Rosina Bauer
Alle Jahre wieder kommt der Nikolaus. Geht, als roter Krieger, bei uns ein und aus. __
So wie der darf man nicht sein! So fremd! Geh endlich wieder heim!
Sie möchten ihn gern remigriern und ihn zur Rückkehr animiern.
Weil er kein Deutscher, allerhand! Die will man nicht in unserm Land.
Zurück nach Myra soll er gehn! Und dort Sozialhilfe erflehn!
Soll er doch denen Gutes tun! Bei uns ist das nicht opportun!
So manchen trifft es dann gleich mit, weil Niklaus sprüht vor Kolorit:
Der „Klaus“ wird nicht mehr gern gesehn, am besten sollt‘ er gleich gestehn!
Ich frag mich, was aus „Niklas“ wird. Der Name ist doch unerhört!
Und wer sein Kind „Nicole“ genannt, gehört nicht mehr in unser Land!
„Nicolas“ Eltern – sieh dir an, den Dreck der an ihr’m Stecken dran!
Weiters: „Marias“ sollen gehn: Wie fremd ist uns doch Bethlehem!
Und: Wer „Josef“ heißt, geb‘ Acht! Ihm wird bald der Garaus gemacht.
Christus auch, dass ich nicht lache, der sprach ja nicht mal unsre Sprache!
Die Botschaft, die von ihm noch bliebe, handelt schließlich bloß von Liebe!
Sie alle: Weg aus unsrem Land! Die Fremden hab’n uns überrannt! __
Alle Jahre wieder fehlt das Christuskind. Angst vor allem Fremden macht uns manchmal blind.
Mehr freche Weihnachtsgedanken im digitalen Booklet
Hast du Lust auf weitere freche Verse zur „bedenklichen Weihnachtszeit“? Dann schau dir hier mein hübsch frech gestaltetes Weihnachtsbooklet an: „ALLE JAHRE WIEDER. Bedenkliche Weihnachtszeit. Freche Weihnachtsgedichte“. Darin findest du neben dem Nikolaus-Gedicht noch 13 weitere Texte – alle aus meiner Feder, alle mit einem Augenzwinkern und mit liebevoll gestalteten, frechen grafischen Elementen. Das Booklet umfasst 20 Seiten und ist digital in meinem Shop zum Download erhältlich. Ein kleines, besonderes Geschenk für alle, die die Weihnachtszeit gern mit etwas mehr Tiefgang und Humor erleben möchten.
Und ein weiteres Herzensprojekt zum Jahresende: Heitere TORheiten aus Hermannstadt in einem Kalender 2026
Viele Hoftor-Fotos ergeben zusammen mit meinen Zweizeilern heitere TORheiten.
Meine Reise ins Land meiner Vorfahren, nach Siebenbürgen und Hermannstadt im Jahr 2024, hat mich zu einem humorvollen Projekt inspiriert: Ich fotografierte über 50 Hoftore in der Stadt und dachte mir dazu witzige Zweizeiler aus. Daraus erstellte ich einen Jahreskalender 2026 mit 53 Wochenseiten. Und als Kompaktversion auch einen Monatskalender mit 13 Seiten. Du kannst ihn hier anschauen und bestellen: TORheiten-Kalender
Mit TORheiten versorg dein Leben! Dann lernen Sorgen wegzuschweben.
Irmgard Rosina Bauer ist Autorin von Lebens-Reisebüchern und Reiseerzählungen. In ihre Bücher verwebt sie ihre eigenen Lebens- und Reisegeschichten. Sie möchte Frauen Mut im Leben und zum Reisen machen.
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