Muttertag ist genau der richtige Moment, um etwas anderes zu schenken:
Nicht nur etwas für einen Tag. Sondern etwas für die Seele.
👉 Einen Gedanken. 👉 Oder eine ganze Reise.
✨ Mein Muttertags-Tipp
Wenn du gerade überlegst, was wirklich gut tun würde:
👉 Wähle den Gedankenfunken, wenn du etwas Leichtes, Schnelles suchst (gibt es auch separat als PDF oder als Audio oder eben als Set). 👉 Wähle das Hörbuch, wenn du tiefer eintauchen möchtest.
Oder schenke dir (oder deiner Mutter) einfach beides.
Ein Impuls für den Moment. Und eine Geschichte, die bleibt.
Die Erlebnisfrau – Leben, Arbeit und Sinn in Bewegung
Manchmal sagt ein anderer einen Satz – und plötzlich steht das ganze Leben kurz still. „Welche Leichtigkeit du rüberbringst, Mama!“ Ich habe gelächelt. Und innerlich kurz nachgezählt. Denn leicht war ich lange nicht.
Wenn das Leben schwerer war, als es aussah
„Welche Leichtigkeit du rüberbringst, Mama!“, sagt meine Tochter zu mir, und macht mich damit sehr froh und glücklich, denn in ihrer Kindheit war ich alles andere als leicht drauf.
Da war ich eher überfordert von vier kleinen Kindern, einem stressigen Delikatessengeschäft, das mehr den Wünschen meines damaligen Mannes, ihres Vaters entsprach, von seinem Drängen nach einem luxuriösen, nach außen gerichteten Leben.
Und nun also transportiere ich Leichtigkeit!
Kann sein, dass ich dafür Jahrzehnte gebraucht habe.
Burnout, Zweifel – und der Weg zurück zu mir
Nach Jahren, in denen ich einem Burnout unterlegen hatte, in Depressionen festgehangen war, die mir dann aber auch wieder den Weg wiesen in ein leichteres Leben, eines nach meinem Sinn, nach meinen Wünschen.
Ja, das ist für mich das Geheimnis eines gesunden Lebens: Seine eigenen Bedürfnisse kennen, ernst nehmen und nach ihrer Befriedigung zu streben. Jeden Tag neu.
Ein einfacher Satz. Und gleichzeitig eine Lebensaufgabe.
Warum wir unsere eigenen Bedürfnisse oft verlieren
Meine Bedürfnisse waren damals, zu Raffaelas Kindheit, vor lauter Drunter und Drüber in einem prall gefüllten Alltag verschütt gegangen.
Zwischen Verpflichtungen, Erwartungen und dem Versuch, alles richtig zu machen, bleibt oft genau das auf der Strecke, was uns eigentlich trägt.
Man merkt es meist erst, wenn es fehlt.
Oder wenn man stehen bleibt. Oder liegen bleibt.
Allein unterwegs – meine Reise in die Cevennen
Um sie überhaupt wieder zu erkennen und zu finden, ging ich mit 52 Jahren auf eine Soloreise, eine Autopilgerreise, die ich mit meinem Merkür unternahm. Er war mein Auto und Gott der Reisenden zugleich.
Es ging nach Südfrankreich, mein Wunschland, ich allein fünf Wochen nur mit mir und mit groben Zielen: In die Cevennen wollte ich.
Von deren wilder, zackiger Schönheit ich viel gehört hatte, die schienen mir und meinem Seelenzustand zu entsprechen: wild und durcheinander.
Mit viel Angst, Zweifeln („Darf ich das?“) und innerem Chaos zog ich los ins Ungewisse.
Dort wollte ich mich finden. Wen überhaupt? Wer war ich denn? Wie erkannte ich mich denn?
Und dann wurde diese Reise zu einer der schönsten und wichtigsten in meinem Leben.
Und jetzt also attestiert mir meine Tochter Leichtigkeit.
Gibt es was Schöneres als das Gefühl, „es“ geschafft zu haben?
Leichtigkeit fällt nicht vom Himmel. Sie wächst. Still. Manchmal langsam. Und manchmal genau dann, wenn man aufhört, sie zu suchen.
Ein kleiner Gedanke zum Schluss
Vielleicht ist Leichtigkeit kein Zustand. Sondern eine Richtung.
Und vielleicht reicht es schon, wenn man sich jeden Tag ein kleines Stück in diese Richtung bewegt.
Mit einem Blick nach oben. Mit einem Schritt nach draußen. Oder einfach mit einem ehrlichen „Was brauche ich heute wirklich?“
Ein Teil dieser Lebensreise ist in meinem Reiseroman „Und sonst nichts“ festgehalten – und nun auch als Hörfassung erlebbar, gesprochen von Fine Thurmond mit ihrer warmen, klaren Stimme (siehe voice.of.josefine auf Instagram).
In den USA gibt es den „Look up at the Sky Day“, und er erinnert daran, innezuhalten und den Blick zu heben – weg vom Alltag, hin zu etwas Weitem, Größerem. Schau in den Himmel. Manchmal ist genau das die Lösung.
Die Erlebnisfrau – Leben, Arbeit und Sinn in Bewegung
Ich bin unterwegs. In Japan. Und gleichzeitig ganz bei mir – und doch auch wieder nicht.
Es ist dieses seltsame Gefühl zwischen Fremdsein und Vertrautheit, das mich begleitet. Alles ist anders hier. Und genau deshalb beginnt etwas in mir still zu werden. Oder vielleicht endlich hörbar.
Ich reise nicht, um etwas zu sehen. Ich reise, um etwas zu verstehen. Und manchmal auch, um mich zu verlieren – in der Hoffnung, mich wiederzufinden.
Allein reisen – und plötzlich sich selbst begegnen
Allein unterwegs zu sein, ist nichts Neues für mich. Und doch ist jede Reise anders. In Japan fällt es mir besonders auf: Ich habe keinen Plan. Keine klare Route. Ich lasse mich treiben.
Und genau darin liegt die Herausforderung. Denn ohne Struktur kommt alles hoch, was sonst im Alltag keinen Platz hat: Zweifel, Fragen, alte Muster.
Warum bin ich eigentlich hier? Was suche ich? Und was, wenn ich nichts finde?
Japan – Fremde als Spiegel
Dieses Land ist so anders, dass ich mich selbst darin klarer sehe. Die Ordnung, die Ruhe, die Zurückhaltung – all das wirkt auf mich.
Ich bin Beobachterin. Und gleichzeitig werde ich beobachtet – von mir selbst.
Ich merke, wie wenig ich brauche. Und wie viel ich oft denke, dass ich brauche.
Unterwegs sein ohne Ziel – ist das genug?
Es gibt Tage, da laufe ich einfach los. Ohne Ziel. Ohne Erwartung. Und genau dann entstehen die Momente, die bleiben.
Ein Weg durch einen stillen Wald. Ein Tempel, der plötzlich auftaucht. Ein Blick, der hängen bleibt.
Und manchmal auch: Verloren gehen. Im Außen – und im Innen.
Warum diese Reise mehr ist als nur unterwegs sein
Ich merke, dass ich mich verändere. Nicht laut. Nicht spektakulär. Sondern leise.
Ich werde langsamer. Offener. Ehrlicher mit mir selbst.
Vielleicht ist genau das der Sinn dieser Reise. Nicht anzukommen. Sondern unterwegs zu sein – und dabei immer wieder bei mir selbst vorbeizukommen.
Und was bleibt?
Ich weiß es noch nicht.
Aber ich spüre: Es ist richtig, hier zu sein. So, wie ich bin. Ohne Plan. Ohne Ziel.
Lebensreisen · Unterwegs & Reisen · Familie & Generationen
Wenn die Kinder nicht mehr dabei sind
Zum ersten Mal allein auf Reisen. Gewonnen in einem Gewinnspiel. Doch wie geht Reisen, so ganz ohne Kinder?
Gänzlich unvorbereitet landete ich in Anatolien – und meine Abenteuerlust führte mich an jenem Tag zu Fuß in eine Landschaft voller Geschichte, Weite und Stille.
Ein Ort, der größer war als meine Unsicherheit
Plötzlich stand ich oben am Berg und sah vor mir die antike Stadt Hierapolis, die auf meinem Weg zu den Kalkterrassen von Pamukkale lag.
Diese Stadt wurde von Hethitern, Lydern und später Römern bewohnt. Besonders beeindruckend ist das Theater mit seinen fünfzehntausend Plätzen, das von der einstigen Größe der Stadt mit etwa sechzigtausend Einwohnern erzählt.
Die Nekropole mit ihren steinernen Mausoleen berichtet von einer längst vergangenen Zeit, während heute braungraue Geckos durch die Ruinen huschen. Die heißen Quellen waren schon in der Antike bekannt und geschätzt – selbst Kaiser Diokletian ließ hier verweilen.
Allein unterwegs – und plötzlich klar
Für mich war es ein Geschenk, diese Orte auf eigene Faust erkunden zu können. Ein Geschenk, zu erkennen: Es gibt ein Leben nach den Kindern.
O ja.
Manche Gedanken begleiten länger. Aus solchen Texten entstehen bei mir Lesungen, Audios und kleine Sammlungen – für unterwegs oder ruhige Momente. Die ganze Geschichte kannst du dirauf YouTube anhören, ich habe sie eingesprochen.
Themenräume: → Unterwegs & Reisen → Familie & Generationen
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