Kategorie: Wenn’s gerade nicht so leicht ist

Diese Texte helfen hoffentlich in schweren Tagen.
Sie wollen nicht trösten oder erklären, sondern begleiten.
Ehrliche Worte für Zeiten, in denen man nicht stark sein möchte und einfache Antworten fehlen.

Die Texte

  • handeln von Abschied, Veränderung, Bruch

  • beschreiben einen Wendepunkt

  • machen ein „davor / danach“ spürbar

  • enden offen

  • Warum Leichtigkeit manchmal Jahrzehnte braucht – und plötzlich da ist

    Warum Leichtigkeit manchmal Jahrzehnte braucht – und plötzlich da ist

    Die Erlebnisfrau – Leben, Arbeit und Sinn in Bewegung

    Frau sitzt lächelnd auf Felsen in einem Bergbach, umgeben von grüner Natur und Steinen. Sie wirkt entspannt und zufrieden auf ihrer Reise.

    Manchmal sagt ein anderer einen Satz – und plötzlich steht das ganze Leben kurz still. „Welche Leichtigkeit du rüberbringst, Mama!“ Ich habe gelächelt. Und innerlich kurz nachgezählt. Denn leicht war ich lange nicht.

    Wenn das Leben schwerer war, als es aussah

    „Welche Leichtigkeit du rüberbringst, Mama!“, sagt meine Tochter zu mir, und macht mich damit sehr froh und glücklich, denn in ihrer Kindheit war ich alles andere als leicht drauf.

    Da war ich eher überfordert von vier kleinen Kindern, einem stressigen Delikatessengeschäft, das mehr den Wünschen meines damaligen Mannes, ihres Vaters entsprach, von seinem Drängen nach einem luxuriösen, nach außen gerichteten Leben.

    Und nun also transportiere ich Leichtigkeit!

    Kann sein, dass ich dafür Jahrzehnte gebraucht habe.

    Nahaufnahme einer Frau am Meer bei windigem Wetter. Im Hintergrund sind Wellen und ein grauer Himmel zu sehen. Ihr Blick wirkt ruhig und nachdenklich.

    Burnout, Zweifel – und der Weg zurück zu mir

    Nach Jahren, in denen ich einem Burnout unterlegen hatte, in Depressionen festgehangen war, die mir dann aber auch wieder den Weg wiesen in ein leichteres Leben, eines nach meinem Sinn, nach meinen Wünschen.

    Ja, das ist für mich das Geheimnis eines gesunden Lebens: Seine eigenen Bedürfnisse kennen, ernst nehmen und nach ihrer Befriedigung zu streben. Jeden Tag neu.

    Ein einfacher Satz. Und gleichzeitig eine Lebensaufgabe.

    Warum wir unsere eigenen Bedürfnisse oft verlieren

    Meine Bedürfnisse waren damals, zu Raffaelas Kindheit, vor lauter Drunter und Drüber in einem prall gefüllten Alltag verschütt gegangen.

    Zwischen Verpflichtungen, Erwartungen und dem Versuch, alles richtig zu machen, bleibt oft genau das auf der Strecke, was uns eigentlich trägt.

    Man merkt es meist erst, wenn es fehlt.

    Oder wenn man stehen bleibt. Oder liegen bleibt.

    Frau mit Rucksack wandert lächelnd durch eine felsige Berglandschaft. Über dem Bild steht der Text „Ich bin eine Rumtreiberin“.

    Allein unterwegs – meine Reise in die Cevennen

    Um sie überhaupt wieder zu erkennen und zu finden, ging ich mit 52 Jahren auf eine Soloreise, eine Autopilgerreise, die ich mit meinem Merkür unternahm. Er war mein Auto und Gott der Reisenden zugleich.

    Es ging nach Südfrankreich, mein Wunschland, ich allein fünf Wochen nur mit mir und mit groben Zielen: In die Cevennen wollte ich.

    Von deren wilder, zackiger Schönheit ich viel gehört hatte, die schienen mir und meinem Seelenzustand zu entsprechen: wild und durcheinander.

    Mit viel Angst, Zweifeln („Darf ich das?“) und innerem Chaos zog ich los ins Ungewisse.

    Dort wollte ich mich finden. Wen überhaupt? Wer war ich denn? Wie erkannte ich mich denn?

    Und dann wurde diese Reise zu einer der schönsten und wichtigsten in meinem Leben.

    (Mehr über diese Reise findest du hier: https://irmgardrosina.de/hoerbuch-reiseroman-suedfrankreich/)

    Leichtigkeit kommt nicht – sie entsteht

    Ruhiger See mit klarem Wasser und weitem Himmel. Ein kleiner Steg ragt ins Wasser, im Hintergrund liegen Boote und eine sanfte Uferlandschaft.

    Und jetzt also attestiert mir meine Tochter Leichtigkeit.

    Gibt es was Schöneres als das Gefühl, „es“ geschafft zu haben?

    Leichtigkeit fällt nicht vom Himmel. Sie wächst. Still. Manchmal langsam. Und manchmal genau dann, wenn man aufhört, sie zu suchen.

    Ein kleiner Gedanke zum Schluss

    Vielleicht ist Leichtigkeit kein Zustand. Sondern eine Richtung.

    Und vielleicht reicht es schon, wenn man sich jeden Tag ein kleines Stück in diese Richtung bewegt.

    Mit einem Blick nach oben. Mit einem Schritt nach draußen. Oder einfach mit einem ehrlichen „Was brauche ich heute wirklich?“

    Ein Teil dieser Lebensreise ist in meinem Reiseroman „Und sonst nichts“ festgehalten – und nun auch als Hörfassung erlebbar, gesprochen von Fine Thurmond mit ihrer warmen, klaren Stimme (siehe voice.of.josefine auf Instagram).

    Auf YouTube habe ich viele kleine Gedankenfragmente aus „Und sonst nichts“ als Short aufgenommen. Wenn du möchtest, schau mal rein: Ein Moment. Ein Gedanke


    Einordnung

    In den USA gibt es den „Look up at the Sky Day“, und er erinnert daran, innezuhalten und den Blick zu heben – weg vom Alltag, hin zu etwas Weitem, Größerem. Schau in den Himmel. Manchmal ist genau das die Lösung.

  • Was der Februar mit einer Fee zu tun hat

    Was der Februar mit einer Fee zu tun hat

    Schon im Februar merken viele, dass gute Vorsätze allein nicht tragen.

    Der Alltag ist zurück. Die Energie vom Jahreswechsel ist verbraucht. Und plötzlich steht die Frage im Raum, die unbequemer ist als jede To-do-Liste:

    Bin ich noch auf dem Weg zu dem, was mir wirklich wichtig ist – oder nur beschäftigt?

    Genau hier setzt die Februar-Seite meines Lebensziele-Kalenders 2026 an.

    Illustration einer Frau mit Zielscheibe und Februar-Kalenderblatt aus dem „Klare Lebensziele finden 2026“-Kalender.

    Warum der Februar ein Schlüsselmonat ist

    Im Januar ist vieles möglich. Im Februar zeigt sich, was davon Substanz hat.

    Der Februar verlangt keine großen Entscheidungen. Aber er stellt eine konsequente Frage:

    Wofür lohnt es sich wirklich, dranzubleiben – was antworte ich der Fee?

    Die Illustration auf der Februar-Seite zeigt eine Frau mit Zielscheibe. Nicht im Sprint. Nicht im Kampf. Sondern in einer Haltung, die Konzentration und Spiel verbindet.

    Darunter steht kein motivierender Befehl, sondern eine Einladung zur Klärung.
    Hier kannst du mehr zum Kalenderkonzept erfahren:

    Lebensziele brauchen keinen Druck – sondern Erinnerung

    Viele Menschen verlieren ihre Ziele nicht, weil sie scheitern. Sondern weil sie im Alltag nicht den Raum bekommen, den sie bräuchten.

    Der Lebensziele-Kalender arbeitet deshalb nicht mit Aufgaben oder Vorgaben. Er funktioniert über Wiederholung und gedankliche Haltepunkte.

    Die Februar-Seite ist genau so ein Haltepunkt.

    Was diese Kalenderseite leisten will – und was nicht

    Sie will keine Ziele definieren. Sie will nichts optimieren. Und sie will niemanden antreiben.

    Sie erinnert. Was hattest du dir gleich wieder vorgenommen? Die Fee … 3 Wünsche …

    Lebensziele dürfen sich verändern, ja, aber ihr Nichterreichen könnte uns unglücklich machen. Wollen wir das. NEIN!

    Der Lebensziele-Kalender als Begleiter

    Der Kalender ist kein Planungsinstrument im klassischen Sinn.

    Jede Monatsseite steht für eine andere Qualität. Der Februar steht für Ausrichtung – Was wollte ich gleich wieder? Was will ich?

    Viele nutzen den Kalender nicht täglich. Sondern als wiederkehrenden Bezugspunkt: am Schreibtisch, im Flur, am Küchentisch. Dadurch entsteht Wiederholung, Wiederholung, Wiederholung, Wiederholung, …

    Weiterdenken im Themenraum

    Wenn dich Fragen zu Arbeit, Wandel und persönlicher Ausrichtung beschäftigen, findest du hier weitere Texte im Themenraum „Veränderungen im Leben“

    Ein ordnender Gedanke

    Studien zur Zielklarheit zeigen immer wieder: Nicht die Anzahl der Ziele entscheidet über Zufriedenheit, sondern ihre innere Stimmigkeit.

    Aus diesen Gedanken ist der Lebensziele-Kalender 2026 entstanden – als Jahresbegleiter für Menschen, die mit Sinn, Humor und Gelassenheit unterwegs sein wollen.

    Titelseite des Lebensziele-Kalenders 2026 mit dem Titel „Kalender-Seminar – Klare Lebensziele finden“




    Mehr Interessantes dazu findest du auch in der Psychologie heute: https://www.psychologie-heute.de/leben/artikel-detailansicht/40512-wo-es-uns-hinzieht.html

  • Gedicht zum 70. Geburtstag – eine Hommage an die Lebensreise

    Winterliche Szene mit Menschen auf einem zugefrorenen See vor der Münchner Blutenburg bei Sonnenuntergang

    Vorgestern bin ich siebzig geworden.
    Eine Zahl, die nicht laut daherkommt, sondern Gewicht hat.
    Nicht als Last – eher als Dichte. Als Sammlung von Jahren, Erfahrungen, Umwegen und Einsichten.

    Über viele Jahre hinweg habe ich im Freundeskreis Gedichte zu runden Geburtstagen geschrieben.
    Sie waren gedacht als kleine Wegmarken: humorvoll, ehrlich, manchmal auch ein wenig tröstend.
    Und plötzlich passt es auch für mich!

    Es ist gut. Vieles muss man nicht mehr erklären. Vieles aber hat sich inzwischen erklärt und sogar ge-klärt.


    Siebzig werden – ein Innehalten zwischen Rückblick, aber auch Weitblick

    Wenn jemand siebzig wird, dann hat sich Leben angesammelt.
    Jahre voller Tatendrang, Jahre voller Fragen, Jahre, die getragen haben – und solche, die schwer waren. Ja, auch bei mir war alles da. Viel Schönes, viel Schwieriges, manche Brüche. Und dann: Anlass zu viel Dankbarkeit.

    Und meine wichtigste Erkenntnis:

    Wenn ich so alt werde, wie meine Eltern, dann lebe ich noch 25 Jahre. Oh, da hätte ich noch Pläne! Ich freu mich drauf.


    Gedicht zum 70. Geburtstag

    Dieses Gedicht habe ich für runde Geburtstage im Freundeskreis geschrieben.
    Heute stelle ich es hier ein – unverändert.
    Zum Anhören steht es auch auf YouTube.

    Passt es auch für deine Freunde? Eltern, Onkel, Tante?

    Hommage an die Lebensreise

    Wenn von uns eine*r siebzig wird,
    dann hat man was erlebt.
    So manches aus manchem Jahrzehnt
    uns noch im Hirne klebt.

    So manches Jahr war Freude pur:
    Erfolg, Karriere, Geld.
    Ein Partner und ein Kind dazu,
    man fühlte sich als Held.

    So manches Jahr war g’scheit was los!
    Viel Hektik und Geschrei!
    Routine hätt man sich gewünscht –
    aber: null Chance dem Einheitsbrei.

    So manches Jahr vergessen macht’,
    dass Leben schön sein kann.
    Da hing man in der Hoffnung fest:
    ’s wird wieder, irgendwann.

    Nach manchem Jahr man erst versteht,
    wenn’s tiefer nimmer geht,
    dass Glück doch dann erst kommen kann,
    wenn man kräftig dran dreht.

    So vieles bleibt, was unklar ist,
    Weshalb, wieso, warum?
    Erst wenn man schließlich siebzig ist,
    Kümm-ert man sich darum.

    Wer bin ich, fragt sich jeder Mensch,
    kaum einer findt’s heraus.
    Bei manchem aber spürt man schon:
    Mit achtzig hat er ’s raus!

    Irmgard Rosina Bauer

    Hör es dir auch auf YouTube an oder gratuliere damit auch deinen 70-jährigen Eltern, Onkels, Tanten, Freunden.


    Was sich mit siebzig verändert

    Siebzig ist kein Abschluss.
    Es ist ein Punkt, an dem man innehält und sagt:
    So war mein Weg – und so gehe ich weiter.

    Autorin Irmgard Rosina Bauer im Winter – Porträt zum Gedicht zum 70. Geburtstag

    Und so vieles will ich immer noch machen, tun, erreichen – ja, das Leben ist längst nicht zu Ende!


    Gedanken, die bleiben dürfen

    Manche Texte begleiten länger.
    Sie tauchen wieder auf – beim Lesen, beim Vorlesen, beim Wiedererkennen.

    Aus solchen Gedichten entstehen bei mir später Audios oder kleine Sammlungen –
    für ruhige Momente, für unterwegs, für Menschen, die gern mit Worten gehen.

    (Mehr dazu findest du in der Rubrik „Poesie & Reime“.)

  • Leichtigkeit und Lebensfreude mit den TORheiten aus Hermannstadt

    Leichtigkeit und Lebensfreude mit den TORheiten aus Hermannstadt

    TORheiten und ihre Aussage

    Das Leben bringt manchmal große Herausforderungen mit sich – da tut ein bisschen Leichtigkeit besonders gut. Genau das schenkt dir der TORheiten-Kalender aus Hermannstadt. Die liebevoll gestalteten satirischen Verse bringen Humor und Freude in deinen Alltag und begleiten dich Woche für Woche. Entdecke, wie kleine Sprüche zum täglichen Glücksmacher werden.

    Humor und Leichtigkeit für jeden Tag – im TORheiten-Kalender

    Ein HofTOR ziert so manches Haus,
    ein Vers dazu macht TORheit draus.
    Wenn’s Leben schlägt manch Kapriolen,
    musst du dir eine TORheit holen.
    Jede Woche voller TORheit
    Freude bringt und Heiterkeit.
    Mit TORheiten durchs ganze Jahr -
    das macht so manches aushaltbar.
    Mit TORheiten versorg dein Leben!
    Dann lernen Sorgen wegzuschweben.
    Liest du die TORheit an der Wand,
    kommt gute Laune angerannt.
    TORheiten-Kalender 2026 von Irmgard Rosina Bauer mit humorvollen Hoftoren aus Hermannstadt – Titelblatt und Januar-Seite mit Zweizeiler „Mein Zweizeiler soll’s Hoftor ehren – der Sinn braucht dich nicht immer scheren.“

    Ein ideales Weihnachtsgeschenk: der Monatskalender (€13,90) oder/und der Wochenkalender (€ 20,90)

    Warum Humor im Alltag so wichtig ist

    Unsere TORheiten sind kleine Kunstwerke, die dein Zuhause verschönern und dabei Kopfschmerzen durch ein Lächeln vertreiben. Sie erinnern dich daran, das Leben manchmal mit einem Augenzwinkern zu sehen – und das macht vieles leichter. Dadurch sind sie auch ein ideales Geschenk!

    Jetzt den TORheiten-Kalender entdecken und Freude ins Zuhause holen!

    53 Fotos mit Versen als Kalender

    Wir haben die Fotos nachbearbeitet, die Verse zugeordnet, und im Lauf eines Jahres ist ein Kalender entstanden, voller witziger TORheiten, die die besondere Geschichte der Siebenbürger Sachsen in der Hoftor-Metapher transportiert. Manchmal möchten sie weinen. Und dann aber doch lieber lachen.




    Hier kannst du diese 50 Tore als Poster erhalten.


    Die TORheiten hören

    TORheiten auf YouTube

    Wer mag, kann mir beim Sprechen meiner TORheiten zuhören.
    🎧 In diesem YouTube-Video mit 11 Tagessprüchen und
    🎥in der längeren Version mit 33 TORheiten nehme ich euch mit auf eine kleine literarische Reise.

    Zum Kalender

    TORheiten aus Hermannstadt

    Der Kalender „TORheiten aus Hermannstadt“ ist für alle, die gern schmunzeln, nachdenken und sich ein Stück poetischen Alltags an die Wand holen möchten.
    Es gibt ihn als Print-Version mit Spiralbindung – und für alle Digitalfreunde als PDF.

    Hier geht’s zur Kalendershow mit vier Variationen zur Auswahl: https://irmgardrosina.de/siebenbuergen-kalender-2026/

    Und hier siehst du einfach mal drei Kalenderblätter als Beispiele.

    Vielleicht gehst du nächstes Mal mit einem Schmunzeln durch die Stadt und findest deine eigenen TORheiten?

    Ich wünsche dir ein Jahr voller offener Türen und heiterer TORheiten.

    💌 Lass mir gern einen Kommentar da, welche deine LieblingsTORheit ist?

    Hole dir als neuer Leser eine gratis Kurzgeschichte als Geschenk zum Download.

  • Ich schicke meine Sorgen in Urlaub

    Ich schicke meine Sorgen in Urlaub

    Urlaub für die Sorgen – ein Gedicht voller Leichtigkeit

    Was wäre, wenn wir unseren Sorgen einfach mal Urlaub gönnen? In meinem Gedicht „Ich schicke meine Sorgen in Urlaub“ lade ich dich ein, den Blick auf deine eigenen Sorgen zu verändern – mit einem Augenzwinkern und poetischer Fantasie.

    Die Sorgen bekommen Sonnenbrille, Liegestuhl und Bier, während wir uns der Leichtigkeit, Freude und Heiterkeit zuwenden. Worte wie „Glück“, „Flow“ und „Leichtigkeit“ dürfen an den Tisch kommen – und Sorgen, Pech und Versagen? Die schicke ich kurzerhand auf Reisen.

    👉 Dieses Gedicht erinnert uns daran, dass wir manchmal die Perspektive wechseln müssen: Sorgen dürfen Pause machen, wir dürfen genießen. Häng die Hängematte auf!

    Wenn dir diese poetische Auszeit gefällt, lies auch meine weiteren Texte im Blog oder hör dir meine vertonten Gedichte auf YouTube an.

    Ich schicke meine Sorgen in Urlaub

    (von Irmgard Rosina Bauer)

    Urlaub für die Sorgen
    Hab ich gebucht ab morgen.
    Es ist bestellt ihr Liegestuhl
    Die Sonnenbrille macht sie cool.

    Ein Bier und noch eins steht bereit
    Und sorgt dort für Gemütlichkeit.
    Ihr Job heißt leider "Drücken“ -
    Sie kennen nicht „Beglücken“.

    Sie sind gefangen in dem Wort
    Drum schick ich sie in Ferien fort.
    Da könn'n sie sich besinnen,
    Neue Einsichten gewinnen.

    Ein Flirt mal mit dem Wörtchen „Glück“?
    Mit 'Flow' sich treffen zum Frühstück?
    Ein Tischgespräch mit "Leichtigkeit"?
    Ein Dialog mit "Heiterkeit"?

    Kein Austausch heut mit dem Wort "Pech",
    Mit Scheitern und Versagen.
    Ich schick auch die in Urlaub weg
    Das wird ihnen behagen.

    Ich send' den Kellnern einen Wink:
    „Gib jederzeit ihnen ‘nen Drink!

    Und sorg dafür, dass sie es nicht finden:
    Lass das Rückflugticket einfach verschwinden!“

    Mehr davon?

    Entdecke mehr humorvolle Alltagsgedichte als Text auf meinem Blog oder als Video auf YouTube.

    👉 Wenn du Lust hast, hör dir „Ich schicke meine Sorgen in Urlaub“ als Short auf YouTube an:
    Es ist eins von meinen 111 Gedichten auf YouTube.

    📌 Alle meine Playlists auf YouTube kannst du hier entdecken:


    111 humorvolle, kurze Gedichte von Irmgard Rosina für zwischendurch. Freche Reime, die zum Schmunzeln, Lächeln und Weiterdenken einladen – Poesie mit Augenzwinkern.
    Best of Rosis Reime

    Freche Reime für gute Laune:

    Mut & Motivation in 60 Sekunden:

    Poesie zum Abschalten:

    Sonntags-Poesie:

    Reisen in Reimen:

    Quatsch mit Sinn:

    Alltagsgeschichten in Reimen:

    Herz & Liebe Gedichte:

    Gedankenfunken & Tiefgang:

  • Mutgedicht für den Wochenstart – ein Reim zum Innehalten 

    Manchmal reicht ein Vers, um neue Stärke zu spüren. Dieses Mutgedicht schenkt dir einen kleinen poetischen Halt für den Alltag. 

    Warum Mut im Alltag wichtig ist 

    Oft zweifeln wir an unseren Kräften. Doch Mut zeigt sich nicht in großen Taten, sondern in den kleinen Entscheidungen, die wir Tag für Tag treffen. 

    Spaß und Mut

    Spaß und Mut, das tut gut!Hab den Mut, und dreh dich um.
    Vieles geht auch andersrum!
    Nur tu’s, nur tu’s!

    Chillen kannst du immer noch,
    vorher aber: Tu es doch!
    Deine Wünsche, deine Pläne,
    pack sie feste an der Mähne,
    lass dich ziehen, lass dich leiten,
    lass dich wehen, lass dich gleiten,
    denn der Weg ist auch das Ziel,
    selbst wenn’s manchmal scheint so viel!

    Lass dich nicht vom Weg abbringen,
    selbst wenn Chefs die Hände ringen,
    wenn die Eltern sagen: Schluss!
    und die Freunde: Das ist Stuss!
    Tu es! Tu, was dir gefällt.
    Letztlich bist dann du der Held.
    Und die andern schleimen weiter,
    sind schon längst nicht mehr der Reiter.

    Sie lassen hängen ihren Kopf,
    niemand zieht sie raus am Schopf.
    Ein großer Buckel resultiert,
    vor dem niemand salutiert.
    Sind sie endlich glücklich? NEIN!
    Achten viel zu sehr auf Schein.
    Viel zu wenig auf ihr Herz,
    lassen zu den großen Schmerz.

    Sie nehmen Pillen, Medizin,
    Alkohol und Kokain.
    Sie versäumen, jetzt zu leben,
    jetzt die Tassen hochzuheben,
    jetzt den Mut haben zu beißen,
    zu kochen auf dem heißen Eisen,
    zu glühen vor Begeisterung:
    Das brächt‘ endlich neuen Schwung!

    Ohne Drogen, ohne Pillen,
    einfach nur aus freiem Willen!
    Nicht die Obrigkeit erst fragen:
    »Hallo, Chef, darf ich es wagen?«
    Nimm Verantwortung auf dich
    und sei Ich, denk nur an dich!
    Frag nicht lange, sondern tu’s!
    Jetzt, nicht morgen, tu’s, tu’s, tu’s!

    So kannst du dieses Gedicht für dich nutzen

    Dieses Gedicht lädt dich ein, dich selbst sanft zu ermutigen. Vielleicht denkst du beim Spazierengehen an diese Zeilen – und spürst, wie Kraft in dir wächst. 

    Hör dir das Gedicht auf YouTube an

    Dieses ist eins von meinen 111 Gedichten auf YouTube.

    👉 Noch mehr meiner Gedichte findest du in meinem Gedichte-Archiv (to come).
    👉 Hör dir auch weitere Reime und Geschichten auf meinem YouTube-Kanal an.

  • Das Ei des Kolumbus –

    Das Ei des Kolumbus –

    und ein paar Gedanken zum Frühling

    Ostern steht vor der Tür. Die Vögel singen wieder, die Sonne wärmt – und manchmal stolpert man über ein Ei, das man gar nicht gesucht hat.

    Heute habe ich für dich eine Miniatur mit Augenzwinkern – passend zur Saison.
    Sie heißt „Das Ei des Kolumbus und enthält… na ja, ein Ei. Ob es ein Osterei ist, darfst du selbst entscheiden:

    Freches Ei mit Hut für Kolumbus Anekdote

    Das Ei des Kolumbus

    Oft ist die Lösung ganz einfach.

    Oft aber ist sie uns zu einfach, und wir erlauben uns nicht, uns auf banale Lösungen einzulassen. Ein bisschen schwierig muss das Leben schließlich sein. Das lernen wir schon als Kinder in der Schule, wo doch dort schon der Ernst des Lebens angefangen hat. Das heißt: So ernst wird es weiterlaufen, bis wir uns selbst irgendwann sagen: Schluss jetzt mit zu viel Ernst. Ab jetzt mach ich mir’s leicht.

    So war es schon vor 500 Jahren zu Zeiten des Kolumbus.

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    Die Anekdote

    Die Anekdote erzählt es so: Nach Kolumbus’ Rückkehr aus dem neu entdeckten Amerika spielt Kardinal Menoza, während eines Essens, die Leistung von Kolumbus herunter:

    »Pah, jeder andere hätte doch auch Amerika entdecken können!«

    Nach kurzem Nachdenken lässt sich Kolumbus ein gekochtes Ei geben. Er bittet die Anwesenden am Tisch, das Ei auf die Spitze zu stellen. Nachdem alle Anwesenden am Tisch mehrere Male hin und her probiert haben, ist man sich einig: Das ist unmöglich. Da nimmt Kolumbus das Ei und schlägt es auf den Tisch, sodass die Spitze eingedellt ist – und das Ei steht.

    „Pah, das ist ja zu einfach!“

    »Pah, das ist ja zu einfach!«, rufen die Herren. »Das hätten wir auch gekonnt!«

    »Sehen Sie, meine Herren«, schmunzelt Kolumbus selbstbewusst, »der Unterschied ist, dass Sie es hätten tun können – ich hingegen habe es getan!«

    Seine »einfache« Lösung, das Ei auf der Spitze zu zerschlagen und es so aufzustellen, wird nur widerwillig akzeptiert. Und trotzdem ist allen Anwesenden klar: Die Lösung gilt.

    Die Lösung steckt in uns

    Es gibt für jedes Problem eine Lösung und die Lösung steckt sogar in uns. Nur sind wir allzu oft so sehr verstrickt darin, das Problem als schwer und unlösbar anzusehen, dass wir uns selbst eine Grenze setzen: Das ist nicht zu schaffen.

    11 freche Frühlingsgedichte auf YouTube

    Wenn du lieber lauschst statt liest (oder beides gleichzeitig liebst):
    Mein neues YouTube-Video ist online!
    Darin findest du 11 freche Frühlingsgedichte, darunter auch ein paar österliche Überraschungen.
    👉 Jetzt anschauen auf YouTube 

    Ich freu mich, wenn du ein Like dalässt oder meinen Kanal abonnierst – das motiviert mich sehr!

    Den Text habe ich aus Das Buch für alle Tage, Seite 41, zur Verfügung gestellt.

    Wer schreibt hier?

    Irmgard Rosina Bauer ist Autorin von Lebens-Reisebüchern und Reiseerzählungen. In ihre Bücher verwebt sie ihre eigenen Lebens- und Reisegeschichten. Sie möchte Frauen Mut im Leben und zum Reisen machen.

    Mehr zu ihren Büchern gibt es hier.

  • Die Kastanien sind reif

    Durch eine Kastanienallee schlendern,

    über die vor kurzem ein Sturm gezogen ist: Wer kann sich da der Anziehungskraft der frisch heruntergefallenen, glänzenden braunen Früchtchen entziehen? Wer kann wirklich weitergehen und am Schluss des Weges nicht einige Kastanien in der Manteltasche haben?

    Ich bin kraftvoll und energiereich nach einem langen Wochenende in meinem Projektbüro bei der großen Firma angekommen. Sofort reihe ich meine strahlende Beute vor dem Bildschirm auf. Dabei habe ich mir spontan vorgenommen, heute Abend mal früher nach Hause zu gehen und noch einen Spaziergang im Park zu machen, um die erhebende Stimmung vom Morgen noch einmal zu erleben.

    Hole dir als neuer Leser eine gratis Kurzgeschichte als Geschenk zum Download.

    Als es Mittag ist,

    sehe ich vor lauter Arbeit meinen morgendlichen Wunsch dahinschwinden; auch heute wird es wieder spät werden, bis ich heimgehen kann. Mein Blick fällt auf meine Kastanienreihe. Nur noch an einigen Stellen ist der schöne Glanz vorhanden. Immer noch schön glatt, aber inzwischen stumpf und matt liegen die braunen Kugeln vor mir. Und die Überbleibsel von letzter Woche aus meiner Manteltasche habe ich bereits in den Papierkorb geworfen, weil sie nicht nur stumpf, sondern auch schrumpelig geworden waren.

    Tu’s, flehen mich jetzt die Kastanien auf meinem Tisch an. Geh heute noch in den Park! Heute noch kannst du die Freude genießen, die dir die herbstliche Natur schenken will. Die Arbeit wird dich niemals hinausschicken. Der Posteingang ist magisch, er zieht immer neue Sendungen herein. Bleib du selbst aber Meister*in  der Magie!

    Erfülle deine Wünsche!

    Was du allerdings nicht beeinflussen kannst: Schon morgen könnte die Sonne von Wolken verdeckt sein, und eine Quelle der Freude ist versiegt. Darum: Tu es heute! Erfülle deine Wünsche und genieße ihre Realisierung, jetzt. Denn ehe du dich versiehst, schwuppdiwupp, könnten wieder fünf Jahre dahin und dein Glanz könnte abgestumpft sein, sagen die Kastanien zu mir und lenken meinen Blick auf ihre ältlichen Schwestern im Papierkorb.

    Wenn du nicht achtgibst auf die begrenzte Zeit, die du zur Verfügung hast, könnte dein Leben gar verschrumpeln.

    aus: Irmgard Rosina Bauer, Das Leben könnte so schwer sein.

    Wer schreibt hier?

    Irmgard Rosina Bauer ist Autorin von Lebens-Reisebüchern und Reiseerzählungen. In ihre Bücher verwebt sie ihre eigenen Lebens- und Reisegeschichten. Sie möchte Frauen Mut im Leben und zum Reisen machen.

    Mehr zu ihren Büchern gibt es hier.

  • Die Kastanien sind reif

    Durch eine Kastanienallee schlendern, über die vor kurzem ein Sturm gezogen ist: Wer kann sich da der Anziehungskraft der frisch heruntergefallenen, glänzenden braunen Früchtchen entziehen? Wer kann wirklich weitergehen und am Schluss des Weges nicht einige Kastanien in der Manteltasche haben?

    Ich bin kraftvoll und energiereich nach einem langen Wochenende in meinem Projektbüro bei der großen Firma angekommen. Sofort reihe ich meine strahlende Beute vor dem Bildschirm auf. Dabei habe ich mir spontan vorgenommen, heute Abend mal früher nach Hause zu gehen und noch einen Spaziergang im Park zu machen, um die erhebende Stimmung vom Morgen noch einmal zu erleben.

    Als es Mittag ist, sehe ich vor lauter Arbeit meinen morgendlichen Wunsch dahinschwinden; auch heute wird es wieder spät werden, bis ich heimgehen kann.

    Mein Blick fällt auf meine Kastanienreihe. Nur noch an einigen Stellen ist der schöne Glanz vorhanden. Immer noch schön glatt, aber inzwischen stumpf und matt liegen die braunen Kugeln vor mir. Und die Überbleibsel von letzter Woche aus meiner Manteltasche habe ich bereits in den Papierkorb geworfen, weil sie nicht nur stumpf, sondern auch schrumpelig geworden waren.

    Tu’s, flehen mich jetzt die Kastanien auf meinem Tisch an. Geh heute noch in den Park! Heute noch kannst du die Freude genießen, die dir die herbstliche Natur schenken will. Die Arbeit wird dich niemals hinaus schicken. Der Posteingang ist magisch, er zieht immer neue Sendungen herein. Bleib du selbst aber der Meister der Magie!

    Was du allerdings nicht beeinflussen kannst: Schon morgen könnte die Sonne von Wolken verdeckt sein – und eine Quelle der Freude ist versiegt. Darum: Tu es heute! Erfülle deine Wünsche und genieße ihre Realisierung, jetzt.

    Denn ehe du dich versiehst, schwuppdiwupp, könnten wieder fünf Jahre dahin und dein Glanz könnte abgestumpft sein, sagen die Kastanien zu mir und lenken meinen Blick auf ihre ältlichen Schwestern im Papierkorb. Wenn du nicht achtgibst auf die begrenzte Zeit, die du zur Verfügung hast, könnte dein Leben gar verschrumpeln.

    aus: Irmgard Rosina Bauer, Das Leben könnte so schwer sein, tredition Verlag Hamburg 2016 (Kurzgeschichtenroman)