Klappentext – worum es im Buch geht:
Irmgard Rosina wächst in Bayern auf. Siebenbürgen ist zunächst vor allem die Heimat ihrer Eltern – voller Verwandter, ungewohnter Dialekte, Kopftücher, Knoblauchwurst und Geschichten aus einer Welt, die ihr lange eher fremd als vertraut erscheint.
Doch Herkunft lässt sich nicht so einfach auf Abstand halten.
Mit den Jahren tauchen Fragen auf, die früher keine Rolle spielten: Was bleibt von einer Heimat, wenn Menschen sie verlassen? Was wird weitergegeben, ohne dass jemand es plant? Und was dürfen Kinder und Enkel irgendwann einfach hinter sich lassen?
Das Buch erzählt von Krieg und Neubeginn, von Familien, die durch Grenzen auseinandergerissen wurden, von alten Friedhöfen, verlorenen Dingen, wiedergefundenen Verwandten und Reisen zurück nach Siebenbürgen.
Ernst und heiter zugleich, mit Selbstironie und einem genauen Blick für die kleinen Absurditäten des Familienlebens.
Wie viel Herkunft schulden wir den Vorfahren – und wie viel Freiheit den Nachkommen?
Das Buch entsteht
Das Manuskript befindet sich derzeit in der Überarbeitungsphase. Die Rückmeldungen meiner Testleserinnen / Lektorin fließen gerade in die Schlussfassung ein.
Die Orte des Buches

Eine Landkarte mit den wichtigsten Orten zwischen Bayern und Siebenbürgen.
Siebenbürgen – Orte, Wörter und Hintergründe
(alfabetisch)
Andreanum:
Eine Urkunde aus dem Jahr 1224, die den deutschen Siedlern in Siebenbürgen weitreichende Rechte bestätigte. Sie wurde zu einer wichtigen Grundlage des politischen und rechtlichen Selbstverständnisses der Siebenbürger Sachsen. Auch als „Goldener Freibrief“ bezeichnet.
Drabenderhöhe
:
Ein Ortsteil der Stadt Wiehl in Nordrhein-Westfalen. Dort entstand ab den 1960er-Jahren eine große Siebenbürger-Sachsen-Siedlung. Drabenderhöhe wurde zu einem wichtigen neuen Lebensmittelpunkt vieler aus Siebenbürgen zugewanderter Familien und gilt als Beispiel gelungener Integration. Wiehl
Stadt Wiehl – Geschichte von Drabenderhöhe
Großer Ring und Kleiner Ring
:
Zwei der zentralen historischen Plätze in der Hermannstädter Altstadt. Der Große Ring heißt heute Piața Mare, der Kleine Ring Piața Mică.
→ Auf der offiziellen Stadtkarte ansehen
Kirchenburgen:
Befestigte Kirchenanlagen, die vor allem in siebenbürgisch-sächsischen Dörfern entstanden. Kirche, Ringmauern, Türme und Vorratsräume boten der Bevölkerung in unsicheren Zeiten Schutz und machten die Kirchenburg zugleich zum Mittelpunkt des Dorfes. Einige der bedeutendsten siebenbürgischen Kirchenburgen und ihre Dörfer gehören heute zum UNESCO-Welterbe.
https://whc.unesco.org/en/list/596/
Mici
:
Kleine würzige Hackfleischröllchen vom Grill, die in Rumänien sehr verbreitet sind.
Motter und Vuater
:
Siebenbürgisch-sächsische Formen von „Mutter“ und „Vater“. Im Buch tauchen sie dort auf, wo die Sprache meiner Familie besonders nah rückt.
Sippenname / Spitzname:
In vielen siebenbürgisch-sächsischen Dörfern trugen Menschen zusätzlich zu ihrem Familiennamen einen überlieferten Sippen-, Haus- oder Spitznamen. Solche Zusatznamen halfen, Personen und Familien auseinanderzuhalten, wenn dieselben Vor- und Familiennamen im Dorf häufig vorkamen. Manche dieser Bezeichnungen wurden über Generationen weitergegeben.
https://vgss.de/genealogie/?p=2963
Motters Küche
Hier werden später zwei oder drei Familienrezepte stehen – zum Beispiel Knoblauchwurst, Zwiwwel-Lippie und Salzkraut.
Hintergründe & Quellen
Wer nach der Lektüre tiefer in Geschichte und Gegenwart Siebenbürgens einsteigen möchte, findet hier einige ausgewählte institutionelle Quellen.
Bundeszentrale für politische Bildung – (Spät-)Aussiedler aus Rumänien
Sehr guter Einstieg in Geschichte, Auswanderung und die Siebenbürger Sachsen. bpb.de
Zur Bundeszentrale für politische Bildung
Haus des Deutschen Ostens – Siebenbürgen als multiethnische Region
Ordnet Siebenbürgen als Raum von Rumänen, Ungarn, Siebenbürger Sachsen und Roma ein und gibt einen knappen historischen Überblick. Haus des Deutschen Ostens
Zum Haus des Deutschen Ostens
Haus des Deutschen Ostens – Spezialbibliothek
Dort gibt es umfangreiche Bestände zu Siebenbürgen, Flucht, Vertreibung, Integration und den Deutschen im östlichen Europa. Haus des Deutschen Ostens
Zur HDO-Bibliothek
Siebenbürgen-Institut – Andreanum
Für alle, die genauer verstehen wollen, warum das Andreanum historisch so wichtig war. Die Urkunde von 1224 gilt als zentrale Grundlage der Rechte der später sogenannten Siebenbürger Sachsen. Siebenbürgen-Institut
Zum Siebenbürgen-Institut: Andreanum
Für vertiefende wissenschaftliche Recherche: Siebenbürgen-Institut Heidelberg
