Schlagwort: Pamukkale

  • Zum ersten Mal allein auf Reisen

    Lebensreisen · Unterwegs & Reisen · Familie & Generationen

    Wenn die Kinder nicht mehr dabei sind

    Zum ersten Mal allein auf Reisen. Gewonnen in einem Gewinnspiel. Doch wie geht Reisen, so ganz ohne Kinder?

    Gänzlich unvorbereitet landete ich in Anatolien – und meine Abenteuerlust führte mich an jenem Tag zu Fuß in eine Landschaft voller Geschichte, Weite und Stille.

    Ein Ort, der größer war als meine Unsicherheit

    Plötzlich stand ich oben am Berg und sah vor mir die antike Stadt Hierapolis, die auf meinem Weg zu den Kalkterrassen von Pamukkale lag.

    Diese Stadt wurde von Hethitern, Lydern und später Römern bewohnt. Besonders beeindruckend ist das Theater mit seinen fünfzehntausend Plätzen, das von der einstigen Größe der Stadt mit etwa sechzigtausend Einwohnern erzählt.

    Die Nekropole mit ihren steinernen Mausoleen berichtet von einer längst vergangenen Zeit, während heute braungraue Geckos durch die Ruinen huschen. Die heißen Quellen waren schon in der Antike bekannt und geschätzt – selbst Kaiser Diokletian ließ hier verweilen.

    Allein unterwegs – und plötzlich klar

    Für mich war es ein Geschenk, diese Orte auf eigene Faust erkunden zu können. Ein Geschenk, zu erkennen: Es gibt ein Leben nach den Kindern.

    O ja.


    Manche Gedanken begleiten länger. Aus solchen Texten entstehen bei mir Lesungen, Audios und kleine Sammlungen – für unterwegs oder ruhige Momente. Die ganze Geschichte kannst du dir auf YouTube anhören, ich habe sie eingesprochen.



    Themenräume:
    → Unterwegs & Reisen
    → Familie & Generationen

  • Naturerlebnisse in Anatolien – Zwischen Taurusgebirge und Pamukkale

    Als Erlebnisfrau auf dem Lernpfad

    Die Kinder sind groß

    Zum ersten Mal allein auf Reisen. Gewonnen in einem Gewinnspiel! Doch wie geht Reisen, so ganz ohne Kinder?

    Anatolien ist eine Region voller beeindruckender Naturwunder und vielfältiger Landschaften. Diese Reise durch die Türkei führte mich durch Berge, Steinwüsten und Wasserlandschaften – und immer wieder auch zu mir selbst.

    Alleinreisende Frau in Anatolien unterwegs im Taurusgebirge

    Unterwegs durch das Taurusgebirge

    Unsere Fahrt begann in Antalya und führte uns über eine Passstraße durch das Taurusgebirge. Die Sandsteinfelsen sind hier stark zerklüftet – weich, brüchig, vom Wind geformt. Wälder halten die Hänge zusammen, schützen vor Erdrutschen und Steinschlag.

    Ich war überwältigt von der wilden, unberührten Natur, die an mir vorbeizog. Nicht spektakulär im Sinne von Postkarten. Sondern still, weit und kraftvoll.

    Nomaden, Berge und Übergänge

    Wir passierten Termessos, eine antike Zollstadt auf über tausend Metern Höhe – ein Adlernest aus Stein. Anfang Mai kehren hier die Störche aus Afrika zurück. Nomaden ziehen mit ihren Ziegen in die kühlen Höhenlagen und bleiben bis zum Spätsommer.

    Die Landschaft wechselte zwischen Apfelplantagen, kleinen Siedlungen und karger Bergwüste. Weiche Hügel wirkten wie Sanddünen, daneben Steinflächen mit unzähligen Schafen – Bewegung ohne Ziel, und doch voller Ordnung.

    Pamukkale – Wasser, Kalk und Zeit

    Schließlich erreichten wir Pamukkale. Die weißen Kalksinterterrassen, entstanden durch Ablagerungen heißer Quellen, wirkten fast unwirklich. Barfuß ließ ich das warme Wasser über meine Füße fließen, spürte den glatten Kalk unter meinen Sohlen.

    Ein Ort, der nicht laut ist. Und gerade deshalb lange bleibt.

    Was bleibt

    Diese Reise zeigte mir: Ja, es geht auch mit wenig Geld! Sie war der Anfang zu vielen Reisen ohne Luxus, aber mit viel Erlebnis – allein als Frau unterwegs, oft mit Begleitung meiner erwachsenen Kinder. Eine spannende Zeit begann.

    Manche Wege öffnen nicht nur neue Landschaften, sondern auch neue innere Räume.