Schlagwort: Leichtigkeit

  • Was schenkt man Menschen, die schon alles haben?

    Was schenkt man Menschen, die schon alles haben?

    Früher war Schenken einfach.

    Man schenkte eine Vase. Blumen. Einen Schal. Eine Flasche Wein. Vielleicht noch Pralinen, wenn einem gar nichts mehr einfiel.

    Heute steht man vor Menschen, die bereits zehn Vasen, zwanzig Schals und vermutlich auch den besseren Wein haben.

    Und dann kommt Weihnachten.

    Und der schwierigste Satz überhaupt:

    „Ich brauche wirklich nichts.“

    Was schenkt man Menschen, die schon alles haben?

    Genau diese Frage finde ich inzwischen ziemlich spannend.

    Denn „nichts brauchen“ heißt ja nicht unbedingt, dass einem nichts mehr Freude macht.

    Vielleicht braucht es nur weniger Dinge.

    Keine siebte Kerze. Keine vierzehnte Tasse mit einem Spruch darauf.

    Vielleicht darf ein Geschenk stattdessen etwas anderes sein.

    Ein gemeinsames Essen.

    Ein Ausflug.

    Ein Foto, das eine alte Geschichte wieder hervorholt.

    Ein Text, bei dem man plötzlich denkt: Genau so ist es.

    Oder einer, bei dem man einfach lachen muss.

    Das beste Geschenk muss nicht viel Platz brauchen

    Je älter ich werde, desto sympathischer wird mir dieser Gedanke.

    Was mir Freude macht, muss nicht unbedingt anschließend in einem Regal stehen.

    Manches darf einfach einen Moment lang ein Schmunzeln auslösen, einen Gedanken, eine Erinnerung. Vielleicht sogar die Lust, selbst wieder etwas anzufangen.

    Fünf Bände der Reimgeschichten-Reihe „Augenzwinkereien“ von Irmgard Rosina Bauer
    Fünf digitale Reimgeschichten-Bände der Augenzwinkereien-Reihe von Irmgard Rosina Bauer – humorvolle Geschenkideen zum Lesen, Schmunzeln und Verschenken.

    Das ist für mich inzwischen eine ziemlich schöne Form von Geschenk: etwas, das nicht noch mehr Besitz produziert, sondern etwas im Menschen in Bewegung bringt.

    Und digitale Geschenke?

    Ich gebe zu: Früher hätte ich bei einem digitalen Geschenk vermutlich zuerst an einen eher lieblosen Gutschein gedacht.

    Heute sehe ich das anders.

    Ein digitales Geschenk kann ausgesprochen persönlich sein. Eine Geschichte. Ein Hörtext. Ein kleines Buch. Ein Gedanke für zwölf Monate. Etwas zum Lesen am Sonntagmorgen oder zum Anhören, wenn gerade niemand etwas von einem will.

    Und es hat noch einen Vorteil, den man spätestens am 23. Dezember zu würdigen weiß:

    Es muss nicht mehr mit der Post kommen.

    Kein Paket verfolgen.

    Kein „Zustellung leider nicht möglich“.

    Kein hektischer Sprint durch die Innenstadt auf der Suche nach irgendetwas, das noch halbwegs nach guter Idee aussieht.

    Ein bisschen Schmunzeln kann man fast immer gebrauchen

    Vielleicht mag ich deshalb meine Reimgeschichten als Geschenkidee so gern.

    Sie lösen keine großen Probleme. Sie erklären nicht die Welt. Und sie behaupten auch nicht, dass nach drei Seiten plötzlich alles leichter wird.

    Aber vielleicht entdeckt man darin einen Sonntag, einen Waldweg, eine Reise, eine Marotte oder eine kleine Verrücktheit des Alltags wieder.

    Und manchmal reicht ja genau das: Ein paar Minuten Pause mit einem Lächeln darin.

    Und danach geht das eigene Leben wieder weiter.

    Geschenke dürfen leicht sein

    Ich habe deshalb meine digitalen Geschenkideen inzwischen einmal an einem Ort gesammelt.

    Nicht nur Reimgeschichten, sondern auch Gedankenfunken, kleine Auszeiten, den Lebenskompass und einige etwas eigenwilligere Fundstücke.

    Für Menschen, die schon alles haben.

    Außer vielleicht genug zum Schmunzeln, Nachdenken oder Losziehen.

    🎁 Digitale Geschenkideen entdecken

    Und was schenke ich nun?

    Vielleicht etwas, das man verbrauchen kann.

    Vielleicht gemeinsame Zeit.

    Vielleicht eine Geschichte.

    Vielleicht gar nichts Großes.

    Denn ein gutes Geschenk muss nicht beweisen, wie viel Mühe man sich gemacht hat.

    Es darf einfach sagen: Ich habe an dich gedacht.

    Und wenn es dabei noch ein bisschen Lust aufs eigene Leben macht, umso besser.

    Schreib mir einen Kommentar, wenn du das anders siehst!

  • Warum Leichtigkeit manchmal Jahrzehnte braucht – und plötzlich da ist

    Warum Leichtigkeit manchmal Jahrzehnte braucht – und plötzlich da ist

    Die Erlebnisfrau – Leben, Arbeit und Sinn in Bewegung

    Frau sitzt lächelnd auf Felsen in einem Bergbach, umgeben von grüner Natur und Steinen. Sie wirkt entspannt und zufrieden auf ihrer Reise.

    Manchmal sagt ein anderer einen Satz – und plötzlich steht das ganze Leben kurz still. „Welche Leichtigkeit du rüberbringst, Mama!“ Ich habe gelächelt. Und innerlich kurz nachgezählt. Denn leicht war ich lange nicht.

    Wenn das Leben schwerer war, als es aussah

    „Welche Leichtigkeit du rüberbringst, Mama!“, sagt meine Tochter zu mir, und macht mich damit sehr froh und glücklich, denn in ihrer Kindheit war ich alles andere als leicht drauf.

    Da war ich eher überfordert von vier kleinen Kindern, einem stressigen Delikatessengeschäft, das mehr den Wünschen meines damaligen Mannes, ihres Vaters entsprach, von seinem Drängen nach einem luxuriösen, nach außen gerichteten Leben.

    Und nun also transportiere ich Leichtigkeit!

    Kann sein, dass ich dafür Jahrzehnte gebraucht habe.

    Nahaufnahme einer Frau am Meer bei windigem Wetter. Im Hintergrund sind Wellen und ein grauer Himmel zu sehen. Ihr Blick wirkt ruhig und nachdenklich.

    Burnout, Zweifel – und der Weg zurück zu mir

    Nach Jahren, in denen ich einem Burnout unterlegen hatte, in Depressionen festgehangen war, die mir dann aber auch wieder den Weg wiesen in ein leichteres Leben, eines nach meinem Sinn, nach meinen Wünschen.

    Ja, das ist für mich das Geheimnis eines gesunden Lebens: Seine eigenen Bedürfnisse kennen, ernst nehmen und nach ihrer Befriedigung zu streben. Jeden Tag neu.

    Ein einfacher Satz. Und gleichzeitig eine Lebensaufgabe.

    Warum wir unsere eigenen Bedürfnisse oft verlieren

    Meine Bedürfnisse waren damals, zu Raffaelas Kindheit, vor lauter Drunter und Drüber in einem prall gefüllten Alltag verschütt gegangen.

    Zwischen Verpflichtungen, Erwartungen und dem Versuch, alles richtig zu machen, bleibt oft genau das auf der Strecke, was uns eigentlich trägt.

    Man merkt es meist erst, wenn es fehlt.

    Oder wenn man stehen bleibt. Oder liegen bleibt.

    Frau mit Rucksack wandert lächelnd durch eine felsige Berglandschaft. Über dem Bild steht der Text „Ich bin eine Rumtreiberin“.

    Allein unterwegs – meine Reise in die Cevennen

    Um sie überhaupt wieder zu erkennen und zu finden, ging ich mit 52 Jahren auf eine Soloreise, eine Autopilgerreise, die ich mit meinem Merkür unternahm. Er war mein Auto und Gott der Reisenden zugleich.

    Es ging nach Südfrankreich, mein Wunschland, ich allein fünf Wochen nur mit mir und mit groben Zielen: In die Cevennen wollte ich.

    Von deren wilder, zackiger Schönheit ich viel gehört hatte, die schienen mir und meinem Seelenzustand zu entsprechen: wild und durcheinander.

    Mit viel Angst, Zweifeln („Darf ich das?“) und innerem Chaos zog ich los ins Ungewisse.

    Dort wollte ich mich finden. Wen überhaupt? Wer war ich denn? Wie erkannte ich mich denn?

    Und dann wurde diese Reise zu einer der schönsten und wichtigsten in meinem Leben.

    (Mehr über diese Reise findest du hier: https://irmgardrosina.de/hoerbuch-reiseroman-suedfrankreich/)

    Leichtigkeit kommt nicht – sie entsteht

    Ruhiger See mit klarem Wasser und weitem Himmel. Ein kleiner Steg ragt ins Wasser, im Hintergrund liegen Boote und eine sanfte Uferlandschaft.

    Und jetzt also attestiert mir meine Tochter Leichtigkeit.

    Gibt es was Schöneres als das Gefühl, „es“ geschafft zu haben?

    Leichtigkeit fällt nicht vom Himmel. Sie wächst. Still. Manchmal langsam. Und manchmal genau dann, wenn man aufhört, sie zu suchen.

    Ein kleiner Gedanke zum Schluss

    Vielleicht ist Leichtigkeit kein Zustand. Sondern eine Richtung.

    Und vielleicht reicht es schon, wenn man sich jeden Tag ein kleines Stück in diese Richtung bewegt.

    Mit einem Blick nach oben. Mit einem Schritt nach draußen. Oder einfach mit einem ehrlichen „Was brauche ich heute wirklich?“

    Ein Teil dieser Lebensreise ist in meinem Reiseroman Und sonst nichts“ festgehalten – und nun auch als Hörbuch „Und sonst nichts“ erlebbar, gesprochen von Fine Thurmond mit ihrer warmen, klaren Stimme (Hörprobe hier).

    Auf YouTube habe ich viele kleine Gedankenfragmente aus „Und sonst nichts“ als Short aufgenommen. Wenn du möchtest, schau mal rein: Ein Moment. Ein Gedanke

    Oder als poetische Karten voller Lebensimpulse:

    „Ein Moment. Ein Gedanke.“ kannst du dir nun auch als digitale PDFs herunterladen.

    3 Bände voller Inspirationen in je 30 poetischen Karten als poetische Lebensbegleiter.

    Mit Gedanken, Bildern und kleinen Lebensimpulsen. Ruhige Begleiter für Menschen, die bewusster leben, fühlen und denken möchten. Mit stimmungsvollen Naturfotografien von Irmgard Rosina Bauer. Ideal zum: Durchscrollen – Ausdrucken – Verschenken – täglichen Innehalten – als Wochenbegleiter – als Gedankenanstoß beim Tagebuchschreiben: Ein Moment. Ein Gedanke.


    Einordnung dieses Beitrags zum Thema Leichtigkeit:

    In den USA gibt es den „Look up at the Sky Day“, und er erinnert daran, innezuhalten und den Blick zu heben – weg vom Alltag, hin zu etwas Weitem, Größerem. Schau in den Himmel. Manchmal ist ja genau das die leichte Lösung.