Ende September. Die Zwetschgen sind reif, der Kuchen steht draußen auf dem Tisch – und natürlich dauert es nicht lange, bis sich jemand ungefragt dazugesellt.
Nicht jeder Gast ist eingeladen.
Ich mag diese kleinen Alltagsszenen, aus denen plötzlich eine Reimgeschichte wird.
Man muss dafür nicht weit reisen – manchmal reichen ein Stück Zwetschgenkuchen, ein sonniger Spätsommertag – und eine Wespe mit ausgeprägtem Gemeinschaftssinn.
Solche kleinen Beobachtungen finden sich auch in meinen Augenzwinkereien: Reimgeschichten über Dinge, die eigentlich ganz gewöhnlich sind. Bis man ein zweites Mal hinschaut.
In Bayern ist „Schmarrn“ vieles: ein süßes Gericht, ein kleines Missgeschick oder einfach das, was man liebevoll Unsinn nennt. Und genau so ein Schmarrn-Gedicht ist mir aus der Feder gerutscht – ein herbstlicher Spaß fürgraue Oktobertage, wenn draußen alles nass und drinnen der Humor noch trocken ist. Und dann noch einen Kaiserschmarrn – dann passt wieder alles.
Wenn dir diese poetische Auszeit gefällt, lies auch meine weiteren Texte im Blog oder hör dir meine vertonten Gedichte auf YouTube an.
wenns Sonntag ist und auch Oktober
(von Irmgard Rosina Bauer)
wenns Sonntag ist und auch Oktober, unds Wetter schreit nach ’nem Pullover, wenns dann noch regnet, so wie heut, unds Laufen drauß’ mich nässt und reut, wenn so wie’s Wetter sind die Leut – gibts gar nichts, was mich noch erfreut,
außer ein Schmarrn-Gedicht dichten.
Entdecke mehr humorvolle Alltagsgedichte als Text auf meinem Blog oder als Video auf YouTube.
Wenn du Lust hast, hör dir „Der Sparfuchs“ als Short auf YouTube an: Es ist eins von meinen 111 Gedichten auf YouTube.
📌 Alle meine Playlists auf YouTube kannst du hier entdecken:
Wenn der Herbst kommt, wird’s gemütlich – oder auch nicht. In meinem Gedicht „Der Sparfuchs“ geht es um jene, die mit eiserner Disziplin versuchen, Heizkosten zu sparen, dabei aber gehörig ins Schwitzen (und Husten) geraten. Mit einem Augenzwinkern erzählt dieser Reim vom ewigen Spagat zwischen Vernunft und Wohlbefinden – und davon, dass Sparen manchmal teurer kommt, als man denkt.
Wenn dir diese poetische Auszeit gefällt, lies auch meine weiteren Texte im Blog oder hör dir meine vertonten Gedichte auf YouTube an.
Der Sparfuchs
(von Irmgard Rosina Bauer)
Wer im Oktober sparen will, legt sich in sein Bett ganz still, schaltet seine Heizung aus, am besten gleich im ganzen Haus.
Der Husten lässt nicht auf sich warten! Noch ist nichts winterfest im Garten, noch Astern blüh’n und Dahlien, da poltert’s in den Bronchien.
Die Lutschpastille ätzt die Zunge, beim Niesen kratzt es in der Lunge, der Husten – er zieht obendrein als Hexenschuss ins Kreuzbein ein.
Nun kriechst du fast auf allen vieren, lässt dich auch gern vom Krückstock führen, du bist nicht, wie gewohnt, behände – verbrühst beim Teeaufguss die Hände.
Dies nimmst du ohne Klage hin, denn schließlich hast du den Gewinn: Hast nebenbei, müh’los und smart, die Heizungskosten eingespart.
Entdecke mehr humorvolle Alltagsgedichte als Text auf meinem Blog oder als Video auf YouTube.
Wenn du Lust hast, hör dir „Der Sparfuchs“ als Short auf YouTube an: Es ist eins von meinen 111 Gedichten auf YouTube.
📌 Alle meine Playlists auf YouTube kannst du hier entdecken:
Wenn in München die letzten Maßkrüge gespült sind und das Karussell stillsteht, weht der Föhn noch einmal warm durch die Stadt – wie ein Abschiedsgruß der Wiesn. In meinem kleinen Nach-Wiesn-Gedicht „Münchens After-Wiesn“ geht’s um das stille Danach: um Leere, Lächeln und den letzten Glanz des Herbstlichts über der Stadt. Ein Augenzwinkern für alle, die das Münchner Lebensgefühl auch ohne Festzelt lieben.
Wenn dir diese poetische Auszeit gefällt, lies auch meine weiteren Texte im Blog oder hör dir meine vertonten Gedichte auf YouTube an.
Münchens After-Wiesn
Irmgard Rosina Bauer
Vorüber ist der Wiesn-Rummel. Vorbei auch mancher Wiesn-Bummel. Und nun? Was tun? Zum Glück gibt’s noch den Föhn. Der ist auch schön.
Entdecke mehr humorvolle Alltagsgedichte als Text auf meinem Blog oder als Video auf YouTube.
📌 Alle meine Playlists auf YouTube kannst du hier entdecken:
Zwischen Wiesn-Trubel und stiller Herbstsonne liegt jener Tag, an dem alles langsamer wird: der Erntedanksonntag. Ein Augenblick, in dem wir auf das schauen, was gewachsen ist – im Garten, im Leben, im Herzen. Dieses kleine Gedicht erinnert daran, wie nah Danken und Bitten beieinander liegen. Es ist ein stilles Innehalten – nach außen schlicht, nach innen weit.
Wenn dir diese poetische Auszeit gefällt, lies auch meine weiteren Texte im Blog oder hör dir meine vertonten Gedichte auf YouTube an.
Der Herbst entfaltet seine ganze Bandbreite: Nebel und Wind, Trauben und Pilze, Farben und Feste. Mein Gedicht „Herbstwelt“ spiegelt diese Übergangszeit – zwischen Balkonsonne, Kürbisfratzen und der Gelassenheit, dass wir den Wandel ohnehin nicht aufhalten können. München trägt noch den Nachklang der Wiesn in sich, während der Herbst seine eigene Bühne eröffnet.
Wenn dir diese poetische Auszeit gefällt, lies auch meine weiteren Texte im Blog oder hör dir meine vertonten Gedichte auf YouTube an.
Herbstwelt
(von Irmgard Rosina Bauer)
Mehr Nebel, Wind und Farbensinn, im Süden auch der Schulbeginn;
das Sonnenbad auf dem Balkon löst ab die Trauben-, Pilzsaison;
Kürbisfratzen, Halloween zersprengen alle Harmonien;
Mitteleuropa will uns grüßen: Der Herbst ist da, liegt uns zu Füßen.
Woanders fängt der Frühling an bringt frisches Leben auf den Plan.
Gelassen gehen wir daran, da man ja eh nichts ändern kann.
Entdecke mehr humorvolle Alltagsgedichte als Text auf meinem Blog oder als Video auf YouTube.
📌 Alle meine Playlists auf YouTube kannst du hier entdecken:
Der erste Wiesn-Sonntag ist ein Fest für die Sinne: Trachten, Blasmusik, Schützen und der große Umzug durch die Münchner Innenstadt. In meinem Gedicht „Wiesn-Sonntag“ blicke ich mit einem Augenzwinkern auf den Zauber, die Vorfreude – und die manchmal allzu menschlichen Seiten des Oktoberfests. Zwischen Tradition und Rausch, Pracht und Kater, bleibt die Frage: Dürfen wir nächstes Jahr wieder feiern, als gäbe es kein Morgen?
Noch mehr Augenzwinkern? „Wiesn-Sonntag“ stammt aus meinem Band „Augenzwinkereien zwischen Sonntag und Sonntag“ – gereimte Alltagsbeobachtungen, kleine Verrücktheiten und Fotos, die manchmal herrlich unpassend passend sind.
Und wenn du lieber zuhörst: Das Gedicht gibt es auch auf meinem YouTube-Kanal.
Wiesn-Sonntag
(von Irmgard Rosina Bauer)
Heut ist der erste Wiesn-Sonntag mit Trachtlern, Schützen, Trommelanschlag, mit Prachtzug durch die Innenstadt und allem, was Rang und Namen hat.
Drei Monate wurd‘ aufgebaut. Die Vorfreude ist angestaut für all den Spaß und all den Krach, der München hält so lang in Schach,
bis auch der letzte Italiener seinen allerletzten Zehner hat aus’geb’n für sein Herzilein im Rausch – verzeih, es ist zum Schrei’n!
Wenn wir dann über ’d Wiesn bummeln, schau’n, wie die Menschen sich dort tummeln, die meisten sich schon gehenließen, verzeih, aber es ist zum Schießen.
Wie sie dann liegen auf den Wiesen, die abgetrampelt von den Füßen und vollgereihert schon seit Tagen … Pardon! Ich wollt’ den Herrgott fragen,
ob er uns auch im nächsten Jahr den Spaß erlaubt, ganz unstrafbar, zwei Wochen lang, stand- und trinkfest zu feiern das Oktoberfest?
Entdecke mehr humorvolle Alltagsgedichte als Text auf meinem Blog oder als Video auf YouTube.
Wenn du Lust hast, hör dir „Wiesn-Sonntag“ als Short auf YouTube an: Es ist eins von meinen 111 Gedichten auf YouTube.
📌 Alle meine Playlists auf YouTube kannst du hier entdecken:
Der Herbstanfang bringt frischen Wind – nicht nur im Kalender, sondern auch im Herzen. Wenn die Strände leer werden und die Urlaubssaison an der Adria oder am Mittelmeer langsam endet, zeigt sich eine andere Seite der Reisezeit. In meinem Gedicht „Herbstanfang“ nehme ich diese Stimmung mit Humor und Poesie auf und schicke ein Augenzwinkern zurück, als Gruß an Oleander, Palmen, Pinien.
Wenn dir diese poetische Auszeit gefällt, lies auch meine weiteren Texte im Blog oder hör dir meine vertonten Gedichte auf YouTube an.
Herbstanfang
(von Irmgard Rosina Bauer)
Der Herbst kommt! Nicht nur im Kalender! Das macht mich schnell noch zum Verschwender:
Ich fahr nochmal ans Mittelmeer. Da sind schon alle Strände leer.
Doch freu ich mich am Miteinander mit Pinie, Palme und Oleander.
Entdecke mehr humorvolle Alltagsgedichte als Text auf meinem Blog oder als Video auf YouTube.
👉 Wenn du Lust hast, hör dir „Herbstanfang“ an, gesprochen von Kaisa Rückert. Es ist eins von meinen 111 Gedichten auf YouTube.
📌 Alle meine Playlists auf YouTube kannst du hier entdecken:
Auch am Meer verändert der Herbst das Gesicht der Landschaft. Wo im Sommer noch Sonnenschirme, Liegestühle und volle Strände dominierten, kehrt jetzt Ruhe ein. Der „Adriatische Herbst“ lädt ein zum Innehalten: eine Zeit der Stille, aber auch voller Wehmut nach den warmen Tagen. Mein Gedicht fängt diese besondere Stimmung ein – mit einem Augenzwinkern und einem Blick auf die andere Seite der Urlaubssaison.
Wenn dir diese poetische Auszeit gefällt, lies auch meine weiteren Texte im Blog oder hör dir meine vertonten Gedichte auf YouTube an.
Adriatischer Herbst
(von Irmgard Rosina Bauer)
Adriatischer Herbst Der Herbst – nun ist er wirklich da, bei uns und an der Adria.
Dort spritzt man ab die Liegestühle, vorbei ist längst die Sommerschwüle.
Auch Sonnenschirme – weggeklappt. Genug hat der Tourist berappt.
Am Meer sind nur noch wenig’ Leute. Ciao, nächsten Sommer neue Beute!
Erholen kann sich nun die Haut; mir erst mal vor dem Winter graut.
Ich weiß: Im Juli bin ich froh um Liege, Sonnenschirm und Co.
Entdecke mehr humorvolle Alltagsgedichte als Text auf meinem Blog oder als Video auf YouTube.
Wenn du Lust hast, hör dir „Adriatischer Herbst“ an, gesprochen von Kira Dechant. Weitere 111 Gedichten meiner Gedichte findest du als Video auf YouTube.
📌 Alle meine Playlists auf YouTube kannst du hier entdecken:
Wie hängen Klima, Kronkorken und Kastanienschalen zusammen?
Der Sommer verabschiedet sich langsam, die ersten Kastanien liegen auf den Wegen – und plötzlich merkt man auch unter den Füßen: Der Herbst kommt. Dieses kleine Herbstgedicht mit Augenzwinkern erzählt vom Sommerende am See, von trockenen Wiesen, Kronkorken und Kastanienschalen.
Wenn der Sommer langsam Platz macht
Es gibt diesen eigenartigen Moment am See: Noch ist es warm genug zum Schwimmen, aber der Sommer zeigt bereits erste Abschiedszeichen. Die Wiesen sind trocken, der September steht vor der Tür und auf den Wegen tauchen die ersten Kastanien auf.
Manchmal braucht es keinen Kalender, um den Wechsel der Jahreszeiten zu bemerken. Es reicht, barfuß zu gehen.
Klima, Kronkorken, Kastanienschalen – ein Herbstgedicht
von Irmgard Rosina Bauer
Schon wieder bin ich hier am See, wahrscheinlich ich euch langweil-eh! Der Sommer, er wird langsam alt, wir haben ja September bald.
Bei trocknem Klima schwimm ich satt, solang der See noch Wasser hat. Die Wiesen braun, sie sind verbraucht, die Trockenheit hat sie geschlaucht.
Noch ist mir Wärme nicht zu viel. Ich hab es gern, das Wechselspiel:
Kronkorken nicht mehr weh mir tun – Kastanienschalen piksen nun.
Vom Sommer zum Herbst – manchmal merkt man es an den Füßen
Ich mag diese kleinen Beobachtungen am Rand des Alltags. Eben noch Sommer, Baden und warme Tage – und plötzlich liegen Kastanienschalen auf dem Weg. Der Jahreszeitenwechsel kommt nicht immer mit einem Paukenschlag. Manchmal pikst er einfach.
So entstehen viele meiner Reimgeschichten: aus einer Alltagsszene, einem Bild, einer kleinen Merkwürdigkeit. Ein paar Zeilen später ist daraus ein Gedicht geworden – mal nachdenklich, mal ziemlich albern und am liebsten mit einem Augenzwinkern.
Herbstgedichte zum Anhören
Der Herbst hat mir noch mehr Reime beschert. In meinem Video „Herbstgedichte in feinen Reimen“ werden dir elf kurze Herbstgedichte vorgelesen – sechs Minuten mit Kastanien, Herbststimmung und kleinen Beobachtungen zum Schmunzeln.
Aus „Augenzwinkereien zwischen Jahr und Tag“
„Klima, Kronkorken, Kastanienschalen“ ist auch Teil meiner „Augenzwinkereien zwischen Jahr und Tag“ – Reimgeschichten Band 4.
Darin geht es einmal quer durchs Jahr: um Wetter und Jahreszeiten, Natur und Alltag – und um all die kleinen Dinge, über die man sich ärgern, wundern oder eben einen Reim machen kann.
Ein Gedicht ist schnell gelesen. Ein kleines Augenzwinkern bleibt manchmal länger.
Und wenn ein Gedicht nicht reicht: Auf YouTube findest du meine Sammlung mit 111 kurzen Reimen – mal humorvoll, mal nachdenklich, mal ziemlich eigenwillig.
Diese Website verwendet Cookies, um Ihr Erlebnis zu verbessern. Wir freuen uns wenn Sie damit einverstanden sind, können es aber auch anpassen... Cookie Einstellungenoder annehmen
Privacy & Cookies Policy
Privacy Overview
This website uses cookies to improve your experience while you navigate through the website. Out of these cookies, the cookies that are categorized as necessary are stored on your browser as they are essential for the working of basic functionalities of the website. We also use third-party cookies that help us analyze and understand how you use this website. These cookies will be stored in your browser only with your consent. You also have the option to opt-out of these cookies. But opting out of some of these cookies may have an effect on your browsing experience.
Necessary cookies are absolutely essential for the website to function properly. This category only includes cookies that ensures basic functionalities and security features of the website. These cookies do not store any personal information.
Any cookies that may not be particularly necessary for the website to function and is used specifically to collect user personal data via analytics, ads, other embedded contents are termed as non-necessary cookies. It is mandatory to procure user consent prior to running these cookies on your website.