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	<title>Raus. Weiter. Lebensreisen – Unterwegs im Leben &amp; Denken &#183; Irmgard Rosinas Lebensreise</title>
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	<description>Autorin von Lebens-Reisebüchern und -Gedichten</description>
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	<title>Raus. Weiter. Lebensreisen – Unterwegs im Leben &amp; Denken &#183; Irmgard Rosinas Lebensreise</title>
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		<title>&#8222;Und sonst nichts&#8220; – jetzt auch als Hörbuch</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Irmgard Rosina Bauer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Jun 2026 11:03:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raus. Weiter. Lebensreisen.]]></category>
		<category><![CDATA[Veränderungen im Leben]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine Reise zu mehr Freiheit und Selbstbestimmung Manchmal schreibt jemand über ein eigenes Buch etwas, das man selbst nicht besser hätte formulieren können. Vor Kurzem schrieb Sophie Müller über meinen Roman Und sonst nichts: Dies schreibt Sophie Müller über „Und sonst nichts“ In Und sonst nichts erzählt Irmgard Rosina Bauer die berührende, autofiktionale Geschichte von [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://irmgardrosina.de/und-sonst-nichts-als-hoerbuch/">&#8222;Und sonst nichts&#8220; – jetzt auch als Hörbuch</a> erschien zuerst auf <a href="https://irmgardrosina.de">Irmgard Rosinas Lebensreise</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Eine Reise zu mehr Freiheit und Selbstbestimmung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Manchmal schreibt jemand über ein eigenes Buch etwas, das man selbst nicht besser hätte formulieren können.</p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-794e3cfa wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<figure class="wp-block-image size-full"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/06/Autorenfoto-mit-Und-sonst-nichts-1.jpeg" alt="Die Hörbuchsprecherin Fine Thurmond lässt das Hörbuchcover mit Titel &quot;Und sonst nichts&quot; über sich schweben und zeigt darauf." class="wp-image-4647" srcset="https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/06/Autorenfoto-mit-Und-sonst-nichts-1.jpeg 768w, https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/06/Autorenfoto-mit-Und-sonst-nichts-1-600x800.jpeg 600w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Irmgard Rosina hat&#8217;s erlebt und geschrieben</figcaption></figure>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="900" height="1200" src="https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/06/Sprecherin-mit-hoerbuch-und-sonst-nichts-900x1200.jpeg" alt="Die Hörbuchsprecherin Fine Thurmond lässt das Hörbuchcover mit Titel &quot;Und sonst nichts&quot; über sich schweben und zeigt darauf." class="wp-image-4646" srcset="https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/06/Sprecherin-mit-hoerbuch-und-sonst-nichts-900x1200.jpeg 900w, https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/06/Sprecherin-mit-hoerbuch-und-sonst-nichts-600x800.jpeg 600w, https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/06/Sprecherin-mit-hoerbuch-und-sonst-nichts-768x1024.jpeg 768w, https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/06/Sprecherin-mit-hoerbuch-und-sonst-nichts-1152x1536.jpeg 1152w, https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/06/Sprecherin-mit-hoerbuch-und-sonst-nichts.jpeg 1536w" sizes="(max-width: 900px) 100vw, 900px" /><figcaption class="wp-element-caption">Fine Thurmond hat ihre Stimme dazu gegeben. </figcaption></figure>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow"></div>
</div>



<p class="wp-block-paragraph">Vor Kurzem schrieb Sophie Müller über meinen Roman <strong>Und sonst nichts</strong>:</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h3 class="wp-block-heading">Dies schreibt Sophie Müller über „Und sonst nichts“</h3>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">In <em>Und sonst nichts</em> erzählt Irmgard Rosina Bauer die berührende, autofiktionale Geschichte von Rosi, 52 Jahre alt. Drei Jahrzehnte lang hat sie vier Kinder großgezogen und ihrem Mann im Delikatessen-Laden geholfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Keine Zeit für die eigenen Bedürfnisse – erst recht nicht in einem narzisstischen Umfeld, das dies nicht zuließ.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dann der Burnout. Ein Stillstand, der zum Wendepunkt wird: So kann es nicht weitergehen. Aber wie dann?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rosi wagt den Absprung. Sie erfüllt sich einen alten Traum: allein einen Sommer lang durch die Wildnis Südfrankreichs zu streifen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ihre Angst gibt sie an den Gott der Reisenden ab, indem sie ihren Mini-Van, ihren einzigen Begleiter, Merkür tauft. Mit nur 10 Euro pro Tag auszukommen – nach einem Leben voller Luxus – wird zu einer weiteren Herausforderung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So entsteht diese Reise, die eine innere wird. Was diesen Roman auszeichnet, ist die schonungslose Ehrlichkeit, mit der Rosi, die Reisende, die Schatten der Vergangenheit benennt, ohne in Selbstmitleid zu verfallen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig ist jede Seite eine Einladung, den eigenen Mut zu spüren. Sie schreibt nicht über Freiheit – sie lebt sie auf dem Papier. Das knappe Budget, die Begegnungen, die französischen Landschaften, die Stille im Van: All das wird zum Symbol für ein Leben, das endlich wieder einem selbst gehört.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn man das Buch aus der Hand legt, bleibt nicht nur der Wunsch, sofort selbst loszufahren, sondern die leise, aber mächtige Frage:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Was würde ich wagen, wenn ich nur noch mir selbst verpflichtet wäre?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Reiseroman ordnet still das Bewusstsein des Lesers neu – hin zu der Erkenntnis, dass es nie zu spät ist, das eigene Leben zurückzuerobern. Er vertraut der Intelligenz seines Gegenübers. Diese Art von autobiografisch inspirierter, ehrlicher Reiseliteratur mit Heilungsmomenten erzeugt eine tiefe Loyalität.</p>
</blockquote>



<figure class="wp-block-image size-medium"><img decoding="async" width="800" height="445" src="https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/06/Dacia-logan-Und-sonst-nichts-800x445.jpg" alt="Mit diesem Dacia Logan ist die Autorin Irmgard Rosina Bauer für ihr Buch &quot;Und sonst nichts&quot; nach Südfrankreich gereist. " class="wp-image-4651" srcset="https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/06/Dacia-logan-Und-sonst-nichts-800x445.jpg 800w, https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/06/Dacia-logan-Und-sonst-nichts-768x427.jpg 768w, https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/06/Dacia-logan-Und-sonst-nichts-600x334.jpg 600w, https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/06/Dacia-logan-Und-sonst-nichts.jpg 1168w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Screenshot</figcaption></figure>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">Vom Buch zum Hörbuch</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Als ich diese Zeilen las, musste ich lächeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn genau darum ging es mir beim Schreiben: nicht darum, perfekte Antworten zu geben, sondern Fragen zu stellen. Fragen, die viele Frauen irgendwann in ihrem Leben beschäftigen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Wer bin ich jenseits meiner Aufgaben?</li>



<li>Was bleibt von meinen Träumen?</li>



<li>Wann ist der richtige Zeitpunkt, etwas zu verändern?</li>



<li>Darf ich mein eigenes Leben wieder in die Hand nehmen?</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Heute freue ich mich besonders darüber, dass diese Geschichte nicht mehr nur gelesen, sondern auch gehört werden kann.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">Eine Stimme für Rosis Reise</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Hörbuch wurde von der professionellen Hörbuchsprecherin Fine Thurmond eingesprochen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie hat Rosis Geschichte nicht einfach vorgelesen. Sie hat ihr eine Stimme gegeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Hören werden die stillen Momente, die Zweifel, die Sehnsucht nach Freiheit und die kleinen mutigen Schritte auf eine ganz besondere Weise lebendig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade bei einer so persönlichen Geschichte eröffnet das Hörbuch noch einmal einen anderen Zugang.</p>



<figure class="wp-block-image size-medium"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="800" src="https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/06/AudiobookUndsonstnichts-800x800.jpg" alt="Cover des Hörbuchs „Und sonst nichts“ von Irmgard Rosina Bauer – Lebensreise einer Frau allein durch die Wildnis Südfrankreichs." class="wp-image-4567" srcset="https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/06/AudiobookUndsonstnichts-800x800.jpg 800w, https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/06/AudiobookUndsonstnichts-150x150.jpg 150w, https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/06/AudiobookUndsonstnichts-768x768.jpg 768w, https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/06/AudiobookUndsonstnichts-300x300.jpg 300w, https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/06/AudiobookUndsonstnichts-600x600.jpg 600w, https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/06/AudiobookUndsonstnichts-100x100.jpg 100w, https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/06/AudiobookUndsonstnichts.jpg 1134w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Cover des Hörbuchs &#8222;Und sonst nichts&#8220;, erschienen bei Audible</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">Warum diese Geschichte heute aktueller ist denn je</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Menschen funktionieren jahrelang.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie kümmern sich um Familie, Beruf, Verpflichtungen und Erwartungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und irgendwann taucht die Frage auf:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>War das schon alles?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Rosis Reise beginnt mit einem Burnout, führt aber nicht in die Resignation, sondern in die Bewegung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht spektakulär.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht perfekt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sondern Schritt für Schritt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht berührt die Geschichte deshalb so viele Leserinnen und Leser.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weil sie zeigt, dass Veränderung nicht mit großen Heldentaten beginnt, sondern mit einer Entscheidung.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">Hören statt lesen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht kennen Sie das:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>beim Spazierengehen,</li>



<li>im Auto,</li>



<li>auf Reisen,</li>



<li>oder abends auf dem Sofa.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Manchmal erreicht uns eine Geschichte über die Stimme noch direkter als über die Augen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deshalb freue ich mich sehr, dass <strong>Und sonst nichts</strong> nun auch als Hörbuch verfügbar ist.</p>



<figure class="wp-block-image size-medium"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/06/Die-Autorin-Irmgard-Rosina-beim-Schreiben-600x800.jpeg" alt="Die Autorin Irmgard Rosina sitzt auf einem Hocker in hohem Gras und schreibt auf ihrem Mac Air. " class="wp-image-4648" srcset="https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/06/Die-Autorin-Irmgard-Rosina-beim-Schreiben-600x800.jpeg 600w, https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/06/Die-Autorin-Irmgard-Rosina-beim-Schreiben-900x1200.jpeg 900w, https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/06/Die-Autorin-Irmgard-Rosina-beim-Schreiben-768x1024.jpeg 768w, https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/06/Die-Autorin-Irmgard-Rosina-beim-Schreiben-1152x1536.jpeg 1152w, https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/06/Die-Autorin-Irmgard-Rosina-beim-Schreiben-1536x2048.jpeg 1536w, https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/06/Die-Autorin-Irmgard-Rosina-beim-Schreiben-scaled.jpeg 1920w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></figure>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">Hörprobe und Hörbuch</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wer neugierig geworden ist, findet hier weitere Informationen und eine Hörprobe:</p>



<div class="wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex">
<div class="wp-block-button"><a class="wp-block-button__link wp-element-button" href="https://www.amazon.de/arya/webplayer?asin=B0GYG3C5KH&amp;marketplaceId=A1PA6795UKMFR9&amp;amazonAsin=B0GYGFPNCP&amp;useRelativeUrl=true&amp;initialCPLaunch=true&amp;isSample=true&amp;isHomesteadCaller=true&amp;isMobile=false&amp;ref_=adbl_dp_dt_cloudplayer_login_preview" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Hörprobe &#8222;Und sonst nichts&#8220;</a></div>
</div>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h3 class="wp-block-heading">Eine Frage zum Schluss</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht stellt sich auch Ihnen beim Hören irgendwann dieselbe Frage wie Rosi:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Was würde ich wagen, wenn ich nur noch mir selbst verpflichtet wäre?</strong></p>
</blockquote>
<p>Der Beitrag <a href="https://irmgardrosina.de/und-sonst-nichts-als-hoerbuch/">&#8222;Und sonst nichts&#8220; – jetzt auch als Hörbuch</a> erschien zuerst auf <a href="https://irmgardrosina.de">Irmgard Rosinas Lebensreise</a>.</p>
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		<title>Zwischen München und Gergeschdorf</title>
		<link>https://irmgardrosina.de/zwischen-muenchen-und-gergeschdorf-heimattag-dinkelsbuehl/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Irmgard Rosina Bauer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 May 2026 12:11:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bleibendes. Bestehendes. Begleitendes.]]></category>
		<category><![CDATA[Raus. Weiter. Lebensreisen.]]></category>
		<category><![CDATA[Dinkelsbühl 2026]]></category>
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		<category><![CDATA[Trachtenumzug]]></category>
		<category><![CDATA[Zwischen München und Siebenbürgen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dieser Beitrag gehört zu meinem fortlaufenden Themenprojekt: → Zwischen München und Siebenbürgen Die HOG Gergeschdorf nimmt erstmals am Trachtenumzug des Heimattags in Dinkelsbühl teil. Dieser folgendeText wude auch in der Siebenbürgischen Zeitung Ausgabe 2026/9 vom 9.6.2026 veröffentlicht. Der Heimattag der Siebenbürger Sachsen in Dinkelsbühl gehört für viele Menschen mit siebenbürgischen Wurzeln zu den emotionalsten Begegnungsorten [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://irmgardrosina.de/zwischen-muenchen-und-gergeschdorf-heimattag-dinkelsbuehl/">Zwischen München und Gergeschdorf</a> erschien zuerst auf <a href="https://irmgardrosina.de">Irmgard Rosinas Lebensreise</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><em>Dieser Beitrag gehört zu meinem fortlaufenden Themenprojekt:</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em><strong><a href="https://irmgardrosina.de/zwischen-muenchen-und-siebenbuergen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">→ Zwischen München und Siebenbürgen</a></strong> </em></p>



<figure class="wp-block-image size-medium"><a href="https://irmgardrosina.de/?attachment_id=4485"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/05/Gruppe-beim-Umzug-mit-Schild-600x800.jpeg" alt="Trachtengruppe der HOG Gergeschdorf beim Trachtenumzug des Heimattags der Siebenbürger Sachsen in Dinkelsbühl mit Kindern, Erwachsenen und Heimatschild in traditioneller siebenbürgisch-sächsischer Tracht." class="wp-image-4485" srcset="https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/05/Gruppe-beim-Umzug-mit-Schild-600x800.jpeg 600w, https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/05/Gruppe-beim-Umzug-mit-Schild.jpeg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Die HOG Gergeschdorf nimmt erstmals am Trachtenumzug des Heimattags in Dinkelsbühl teil.</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser folgendeText wude auch in der <a href="https://www.siebenbuerger.de/zeitung/artikel/hog/27205-hog-gergeschdorf-erstmalig-beim.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Siebenbürgischen Zeitung  Ausgabe 2026/9 vom 9.6.2026 </a>veröffentlicht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Heimattag der Siebenbürger Sachsen in Dinkelsbühl gehört für viele Menschen mit siebenbürgischen Wurzeln zu den emotionalsten Begegnungsorten zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Tradition, Trachten, Musik, Erinnerungen und generationsübergreifende Heimatverbundenheit kommen hier jedes Jahr zusammen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">2026 nahm die HOG Gergeschdorf (Unterwald) erstmals am großen Trachtenumzug des Heimattags teil – mit der Startnummer 69 von über 100 Gruppen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Organisiert und vorbereitet wurde die Teilnahme von Hans Schuster und seiner Schwester Maria Hermann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Geht doch auch einmal mit!“, hatte ihre Mutter die Geschwister schon vor Jahren ermuntert. Nun erfüllten sie diesen Wunsch – ihrer Mutter und ebenso sich selbst. Gergeschdorf erstmals im Trachtenzug vertreten zu sehen, war auch für viele ältere Teilnehmer ein bewegender Moment.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Zwischen München und Siebenbürgen</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Dieser Beitrag gehört zu meinem fortlaufenden Themenprojekt: <a href="https://irmgardrosina.de/zwischen-muenchen-und-siebenbuergen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">→ Zwischen München und Siebenbürgen</a></em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ja, mein Stefani-Opa stammt aus Gergeschdorf. Doch ich selbst bin in München geboren – genauso wie mein Sohn Philipp, der Urenkel.</p>



<figure class="wp-block-image size-medium"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/05/irmgard-philipp-tracht-600x800.jpg" alt="" class="wp-image-4511" srcset="https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/05/irmgard-philipp-tracht-600x800.jpg 600w, https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/05/irmgard-philipp-tracht.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /><figcaption class="wp-element-caption"><strong>Zwischen München und Gergeschdorf:</strong> Irmgard Rosina und ihr Sohn Philipp in traditioneller Gergeschdorfer Tracht beim Heimattag der Siebenbürger Sachsen in Dinkelsbühl. Für beide wurde der Tag zu einer besonderen Begegnung mit den eigenen Wurzeln.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Weit weg.<br>Und trotzdem verbunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade deshalb bedeutete uns die herzliche Aufnahme innerhalb der Gergeschdorfer Gruppe besonders viel. Wir wurden nicht wie Gäste behandelt, sondern wie selbstverständlich aufgenommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Heimattag in Dinkelsbühl wurde für uns zu einer Begegnung zwischen Herkunft, Erinnerung und Gegenwart.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der große Aufwand hinter den siebenbürgischen Trachten</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich durfte miterleben, wie viel Arbeit und Herzblut hinter einer solchen erstmaligen Teilnahme steckt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Über Monate hinweg wurden Trachtenteile gesammelt, gewaschen, gebügelt, ergänzt und angepasst. Am Ende konnte schließlich eine rund dreißigköpfige Gruppe mit Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern in authentischer siebenbürgisch-sächsischer Tracht den kritischen Blicken eines „Trachtenchecks“ standhalten.</p>



<figure class="wp-block-image size-medium"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="600" src="https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/05/30-jung-alt-in-tracht-800x600.jpeg" alt="Mitglieder der HOG Gergeschdorf in traditioneller siebenbürgisch-sächsischer Tracht beim Heimattag der Siebenbürger Sachsen in Dinkelsbühl. Die Gruppe nahm erstmals am Trachtenumzug teil." class="wp-image-4515" srcset="https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/05/30-jung-alt-in-tracht-800x600.jpeg 800w, https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/05/30-jung-alt-in-tracht-768x576.jpeg 768w, https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/05/30-jung-alt-in-tracht-600x450.jpeg 600w, https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/05/30-jung-alt-in-tracht.jpeg 1024w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Rund dreißig Teilnehmerinnen und Teilnehmer der HOG Gergeschdorf nahmen erstmals am Trachtenumzug des Heimattags teil.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Anspannung im Helferkreis war deutlich spürbar – schließlich war es das erste Mal.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass dies ausgerechnet im Jahr des 40-jährigen Bestehens der HOG Gergeschdorf geschah, verlieh dem Ganzen zusätzliche Bedeutung.</p>



<figure class="wp-block-image size-medium"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="800" src="https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/05/Heimatortsschild-600x800.jpg" alt="" class="wp-image-4517" srcset="https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/05/Heimatortsschild-600x800.jpg 600w, https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/05/Heimatortsschild.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das neue HOG-Schild von Gergeschdorf wird stolz präsentiert</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Wie Heimat angezogen wird</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Als Trachten-Unerfahrene durfte ich mich den sachkundigen Händen von Maria Hermann und Katharina Lutsch anvertrauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Geduldig kleideten sie mich Schicht für Schicht in die traditionelle Gergeschdorfer Frauentracht ein. Auch Philipp wurde mit Tracht ausgestattet. Besonders stolz war er, als schließlich sogar noch ein passender schwarzer Hut für ihn bereitlag.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während des Ankleidens wurde mir bewusst, dass Tracht weit mehr ist als Kleidung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie erzählt Geschichten:<br>von Herkunft,<br>von Gemeinschaft,<br>von Erinnerung,<br>und vom Weitergeben kultureller Traditionen zwischen den Generationen.</p>



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<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/05/Hans-Schuster-mit-Soehnen-1.jpg" alt="" class="wp-image-4522" srcset="https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/05/Hans-Schuster-mit-Soehnen-1.jpg 768w, https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/05/Hans-Schuster-mit-Soehnen-1-600x800.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Hans Schuster mit seinen Söhnen. Gemeinsam mit seiner Schwester Maria Hermann organisierte er die erstmalige Teilnahme der HOG Gergeschdorf am Trachtenumzug.</figcaption></figure>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="404" src="https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/05/Maria-Kathi-Dinkelsbuehl.png" alt="" class="wp-image-4523" srcset="https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/05/Maria-Kathi-Dinkelsbuehl.png 400w, https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/05/Maria-Kathi-Dinkelsbuehl-100x100.png 100w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /><figcaption class="wp-element-caption">Maria Hermann und Kathi Lutsch unterstützten mit ihrem Trachtenfachwissen tatkräftig bei der Ausstattung. <br><br>Die beiden tragen den traditionellen Kopfschmuck verheirateter Frauen.<br>Das weiße zarte Tuch wird kunstvoll um den Kopf gelegt und mit traditionellen Bockelnadeln (oft aus Silber und filigran gearbeitet) am Haupt befestigt.&nbsp;</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
</div>
</div>



<h2 class="wp-block-heading">Gergeschdorf als innerer Anker</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Gergeschdorf wurde für uns beide zu einem inneren Anker.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Durch meinen Großvater und meinen Urgroßvater, der nach der Deportation in die ehemalige Sowjetunion schließlich in Garching bei München landete, fühlten wir uns auf besondere Weise zugehörig – auch wenn wir uns gleichzeitig als siebenbürgische Bayern verstehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht liegt Heimat manchmal genau zwischen zwei Welten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir sind gemeinsam gegangen, haben uns erinnert – und bleiben trotzdem im Heute.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht ist genau das Heimat.</p>



<figure class="wp-block-image size-medium"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="600" src="https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/05/Make-Gergeschdorf-great-again-800x600.jpeg" alt="" class="wp-image-4524" srcset="https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/05/Make-Gergeschdorf-great-again-800x600.jpeg 800w, https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/05/Make-Gergeschdorf-great-again-768x576.jpeg 768w, https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/05/Make-Gergeschdorf-great-again-600x450.jpeg 600w, https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/05/Make-Gergeschdorf-great-again.jpeg 1024w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Hans Schuster engagiert sich: Make Gergeschdorf great again!</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zwischen München und Siebenbürgen</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Beitrag ist Teil meines fortlaufenden Projekts <a href="https://irmgardrosina.de/zwischen-muenchen-und-siebenbuergen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">„Zwischen München und Siebenbürgen“</a>. Darin sammle ich Erinnerungen, Begegnungen, Fotos und Geschichten rund um siebenbürgisch-sächsische Heimat, Familie und Lebenswege.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Beiträge findet ihr hier:</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-irmgard-rosinas-lebensreise wp-block-embed-irmgard-rosinas-lebensreise"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="HAN2OKcW7P"><a href="https://irmgardrosina.de/zwischen-muenchen-und-siebenbuergen/">Zwischen München und Siebenbürgen</a></blockquote><iframe loading="lazy" class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="„Zwischen München und Siebenbürgen“ – Irmgard Rosinas Lebensreise" src="https://irmgardrosina.de/zwischen-muenchen-und-siebenbuergen/embed/#?secret=RSD8ifLo19#?secret=HAN2OKcW7P" data-secret="HAN2OKcW7P" width="500" height="282" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
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<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Die Bildrechte der verwendeten Fotos liegen bei Irmgard Rosina Bauer.</em> </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über die Autorin</strong><br><em>Irmgard Rosina Bauer schreibt über Lebenswege, Heimat, Familie, Erinnerung und die kleinen Übergänge zwischen Vergangenheit und Gegenwart.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier geht&#8217;s zu einem Gastbeitrag von Hans Schuster: <a href="https://youtu.be/aqgXgMOOL2o" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Osterspaziergang über den Friedhof von Gergeschdorf</a><br></p>



<figure class="wp-block-image size-thumbnail"><a href="https://youtu.be/aqgXgMOOL2o"><img loading="lazy" decoding="async" width="150" height="150" src="https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/05/Gergeschdorf-Osterspaziergang-150x150.jpg" alt="in Gergeschdorf auf dem alten deutschen Friedhof mit blühender Frühlingswiese, Bäumen und historischen Grabsteinen. Ein Ort der Erinnerung an frühere Generationen und die siebenbürgisch-sächsischen Wurzeln." class="wp-image-4607" srcset="https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/05/Gergeschdorf-Osterspaziergang-150x150.jpg 150w, https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/05/Gergeschdorf-Osterspaziergang-300x300.jpg 300w, https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/05/Gergeschdorf-Osterspaziergang-100x100.jpg 100w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Screenshot</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Und <a href="http://www.gergeschdorf.de/HOG_Gergeschdorf/Willkommen.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a> geht&#8217;s auf die Website von Gergeschdorf mit sehr detaillierten Daten zur <a href="http://www.gergeschdorf.de/HOG_Gergeschdorf/Geschichte_Siebenburgens.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Geschichte Siebenbürgens. </a></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://irmgardrosina.de/zwischen-muenchen-und-gergeschdorf-heimattag-dinkelsbuehl/">Zwischen München und Gergeschdorf</a> erschien zuerst auf <a href="https://irmgardrosina.de">Irmgard Rosinas Lebensreise</a>.</p>
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		<title>Wenn Erschöpfung nicht mehr zu überhören ist: Die Geschichte von Susanne in „Blue Hawaii“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Irmgard Rosina Bauer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Apr 2026 11:23:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raus. Weiter. Lebensreisen.]]></category>
		<category><![CDATA[Veränderungen im Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Burnout]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Erschöpfung]]></category>
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		<category><![CDATA[Kurzgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensreise]]></category>
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		<category><![CDATA[Und sonst nichts]]></category>
		<category><![CDATA[Weltgesundheitstag]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Erlebnisfrau – Leben, Arbeit und Sinn in Bewegung Manchmal kippt ein Leben nicht mit großem Knall. Sondern fast unauffällig. Erst schleichen sich kleine Fehler ein. Dann Müdigkeit. Dann dieses Gefühl, nur noch irgendwie zu funktionieren. Und irgendwann sagt der Körper etwas, das sich mit Willenskraft nicht mehr wegdiskutieren lässt. Diese Kurzgeschichte ist mir dazu [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://irmgardrosina.de/erschoepfung-frauen-blue-hawaii/">Wenn Erschöpfung nicht mehr zu überhören ist: Die Geschichte von Susanne in „Blue Hawaii“</a> erschien zuerst auf <a href="https://irmgardrosina.de">Irmgard Rosinas Lebensreise</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Erlebnisfrau – Leben, Arbeit und Sinn in Bewegung</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Manchmal kippt ein Leben nicht mit großem Knall. Sondern fast unauffällig. Erst schleichen sich kleine Fehler ein. Dann Müdigkeit. Dann dieses Gefühl, nur noch irgendwie zu funktionieren. Und irgendwann sagt der Körper etwas, das sich mit Willenskraft nicht mehr wegdiskutieren lässt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Kurzgeschichte ist mir dazu wieder eingefallen – gerade an Tagen wie dem <a href="https://www.weltgesundheitstag.de/cms/index.asp?wgt-who" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Weltgesundheitstag</a>. Nicht als moralischer Zeigefinger. Sondern als Erinnerung daran, wie leise Überforderung beginnen kann. Und wie radikal ehrlich ein Satz werden kann: <em>Ich kann nicht.</em></p>



<h2 class="wp-block-heading">Blue Hawaii: Susannes Geschichte</h2>



<h2 class="wp-block-heading">Wenn Erholung immer dringlicher wird</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Die Abstände, in denen Susanne Erholung suchte, wurden immer kürzer. Immer öfter unterliefen ihr Fehler in der Planung im Geschäft. Sie vergaß Termine, zu denen kalte Buffets bestellt waren – wie peinlich. Wie ärgerlich für die Kunden. Oder sie plante nicht genügend Personal ein, so dass großer Stress im Laden entstand.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie traf falsche Entscheidungen bei Warenbestellungen, so dass viele Artikel zu früh ausgingen oder wegen Übermenge verdarben. An der Kasse ertappte sie sich sehr oft, wie sie Wechselgeld falsch zurückgab – schlimmer noch: Meistens entdeckten es die Kunden, bevor sie es bemerkte. Ihre Handschrift konnte sie kaum selber noch lesen, so krakelig, fahrig, unsauber schrieb sie ihre Notizen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Mama, was hab ich gesagt? Du hast schon wieder nicht zugehört!“, tadelten die Kinder.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie war müde. Immer müde. Nicht nur physisch. Sie konnte sich kaum noch aufraffen zu ihren Aufgaben.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wenn das Leben weiterläuft und innerlich schon etwas kippt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die vielen Einladungen, die für Gernhardt Lebenselixier waren, wurden ihr lästig, obwohl auch sie immer gerne Gäste gehabt hatte. Keine Ruhe, keinerlei Absprachen. Jeder entschied nur für sich selbst. Immer hinterherlaufen den Terminen, alles nur mit Mühe zu schaffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kinder meuterten, wenn es um die Erledigung der Aufgaben im Haus ging, sie machten ihre Hausaufgaben nicht mehr sorgfältig, die Lehrer riefen bei Susanne an, nicht bei Gernhardt. Sie spürte schon lange: Auch ihre Kinder brauchten mehr Aufmerksamkeit, jedes einzelne. Ruhe. Reden. Spielen. Auch mal mit ihnen, den Eltern, nicht sie immer nur wegschicken zu Freunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sollte das die nächsten zwanzig, dreißig Jahre so weitergehen? Kam da nichts Schöneres mehr? War das das Leben?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrfach kamen solche Fragen in ihr auf. Gerne hätte sie sich damit mehr befasst, doch mit wem sprechen? Alles drängte nur, immer schnell, keine Zeit zum Wünschen, einfach seine Arbeit tun, basta.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn sie Gernhardt dann doch einmal darauf ansprach, war seine Antwort: Natürlich liebe ich meine Kinder. Aber sie werden groß und brauchen uns dann nicht mehr. Ich aber brauche dich. Wir beide müssen für unser Fortkommen sorgen, denn wir haben dann nur noch uns beide.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="709" height="531" src="https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/04/spitze-agave.jpg" alt="Grüne Agave mit spitzen Blättern in trockener, sonniger Landschaft" class="wp-image-4275" srcset="https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/04/spitze-agave.jpg 709w, https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/04/spitze-agave-600x449.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 709px) 100vw, 709px" /></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Der Tag, an dem Susanne nicht mehr aufstehen konnte</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Am 11. November war das große Martinsgans-Essen im Haus angesetzt. Eltern, Geschwister und deren Familien würden zu Besuch kommen, so wie jedes Jahr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Susanne grauste. Sie sah einen Berg Arbeit auf sich zukommen, dabei war sie so erschöpft. So unendlich müde war sie. Sie wollte absagen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Das kannst du mir doch nicht antun!“, reagierte Gernhardt auf ihren Wunsch. „So eine schöne Tradition ist das. So ein herrliches Fest ist das immer gewesen!“</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Komm, hilf mir in der Küche!“, rief Gernhardt dann am St.-Martins-Tag hoch ins Schlafzimmer, wo Susanne sich hingelegt hatte, weil sie sich so ausgebrannt fühlte wie nie zuvor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da lag sie. Wollte aufstehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Na klar helfe ich. Gleich kommen sie alle. Ich muss helfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wollte aufstehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was war denn plötzlich los?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie festgeklebt lag sie da.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ich kann nicht“, flüsterte sie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Komm endlich runter, ich brauch dich!“</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ich kann nicht.“ Mit aller Kraft versuchte sie, lauter zu antworten, noch einmal, so dass er sie hörte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ich kann nicht! Ich kann nicht.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wie, du kannst nicht! Soll ich etwa alles alleine machen, oder wie? Weil du dich wie eine alte Oma schonen willst?“</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ich kann nicht!“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wenn der Körper stoppt und der Wille nichts mehr ausrichtet</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Susanne lag da, lag einfach da. Sie wollte aufstehen. Sie wollte ihm zur Hand gehen, wie immer. Sie wollte –</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie konnte sich nicht bewegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie lag auf ihrem Bett. Befahl sich aufzustehen. Doch ihre Beine hoben sich nicht. Keinen Millimeter. Wie von einem starken Magneten nach unten auf die Matratze gezogen. Ihre Arme – nichts. Nichts konnte sie bewegen. Nicht einmal die Finger rührten sich noch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie wünschte sich aufzustehen. Natürlich wollte sie aufstehen und mithelfen. Doch sie konnte nur hauchen: „Ich kann nicht.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gernhardt war hochgekommen und stand an ihrem Bett.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Du willst nicht!“, schrie er sie wütend an, warf die Arme hoch, rollte mit den Augen. In kurzen Bewegungen schüttelte er ungeduldig den Kopf. „Du kannst doch nicht einfach liegen bleiben!“</p>



<p class="wp-block-paragraph">In seinen Augen stand empörtes Entsetzen. Gleich kämen die Gäste. In der Küche noch Drunter und Drüber, der Tisch noch nicht gedeckt, die Garderobe im Eingangsbereich noch übervoll mit Kinderjacken und vielen Schuhen, da konnte keiner durch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ja, das wusste sie. Immer hatte Susanne das Haus aufgeräumt. Das wünschte Gernhardt so, wenn Gäste angemeldet waren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„So kann man doch keine Gäste empfangen, wie es bei uns aussieht!“, schrie er sie an. „Und du liegst im Bett und willst Madam spielen!“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Susanne lag da und rührte sich nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Jetzt reiß dich endlich zusammen und steh endlich auf!“</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ich kann mich nicht bewegen.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wenn niemand versteht, was mit einer Frau gerade geschieht</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit den Händen ringend, den Kopf heftig schüttelnd und laut schimpfend ging Gernhardt in die Kinderzimmer. Hielt die Kinder an, mitzuhelfen beim Aufräumen und Herrichten. Sie gehorchten auf der Stelle seinem scharfen Tonfall.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Susanne hörte das Geschirr klappern, die Gläser auf dem Tisch klirren, das Rascheln von Tüten, in die die Schuhe gestopft wurden, um sie im Keller verschwinden zu lassen mit all den herumliegenden Spielsachen. Die Düfte der Gans und der Enten aus der Küche wallten zu ihr hoch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ja, sie wollte helfen, wollte ihn gar nicht allein lassen mit all dem, sie wollte doch ihren Part erfüllen, so wie immer eben, sie konnte ihn doch jetzt nicht allein lassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein wildes Durcheinander in ihrem Kopf. Doch ihr Körper lag unbewegt da. Sie strengte all ihre Fantasie an und überlegte verzweifelt, wie sie sich unaufwändiger und schneller als geplant anziehen könnte, ob sie wirklich noch die Haare richten müsste.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erneut versuchte sie, die Beine von der Matratze zu lösen und aus dem Bett zu heben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als sie ein heftiges Weinen überfiel. Sie weinte, weinte, weinte, schluchzte laut, immer lauter. Jetzt fängt sie auch noch zu heulen an, hörte sie Gernhardt von unten stöhnen, und da läutete auch schon die Türglocke.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut schluchzte sie. Die Kinder kamen abwechselnd zu ihr hinein, Lisa, Raffael, Dominik, Markus, sie fragten verstört, was denn los sei mit Mama, doch sie konnte nichts anderes hervorbringen als ein mattes: „Ich kann nicht aufstehen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch als ihre jüngere Schwester an ihr Bett trat, konnte sie nicht mehr sagen als das.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Jetzt stell dich doch nicht so an!“, stieß auch sie aus und stapfte mit dem Fuß auf, bevor sie das Schlafzimmer verließ.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ihr ist nicht wohl“, hörte sie Gernhardt der Familie erklären, „lasst sie in Ruhe heute. Sie kann nicht runterkommen.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Wochen danach: funktionieren mit halber Kraft</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Tatsächlich ließ man sie schließlich ungestört liegen. Ihre Anspannung wechselte sich ab mit kraftloser Atemlosigkeit, erneutem Schluchzen und innerer Leere. Als über längere Zeit niemand in ihr Schlafzimmer gestürzt kam, empfand sie endlich tiefe Ruhe. Sie spürte ihre Glieder noch schwerer in das Bett hineinsinken. Dann konnte sie endlich einschlafen; sie schlief und schlief. Die anderen ließen sie bis zum nächsten Nachmittag einfach nur schlafen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die folgenden Tage und Wochen im Vorweihnachtsgeschäft konnte Susanne nur mit halber Kraft arbeiten. Sie tat ihre Pflicht, so gut sie konnte, doch der Schwung blieb aus, den Kunden und Freunde und Gernhardt so an ihr schätzten: die sportliche Schnelligkeit, das fixe Erledigen, die schnellen Entscheidungen, das fröhliche Lachen, die „mitreißende Lebensfreude“, die sie ihr häufig attestiert hatten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gernhardt, der viele Tätigkeiten von Susanne zusätzlich übernehmen musste, wurde zunehmend aggressiver. Er schaffte einfach nicht alles, und seine Frau hielt sich in ihrem Engagement vornehm zurück, warf er ihr lautstark vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Dass du mich so hängen lässt! Im Weihnachtsgeschäft! Wo wir fast die Hälfte unseres Jahresumsatzes erwirtschaften! Darüber machst du dir wohl nie Gedanken, wie wir weiter leben sollen, was?“</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Aber Geld ist ja nicht so wichtig für dich!“, höhnte er.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Susanne war sehr bedrückt von ihrer Schwäche. Sie war doch sonst immer die Powerfrau gewesen. Als Übertyp bezeichneten sie manche Kunden. Sie wollte ihre Energie wieder haben. Laufen, rennen, powern, ja, sie wollte doch arbeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Keine Chance. Susanne blieb schwach.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Wochen. Bis in den Januar hinein.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wenn aus Erschöpfung Verzweiflung wird</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Gernhardt blieb vorwurfsvoll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Du ziehst dich aus unserer gemeinsamen Verantwortung zurück!“</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Du lässt mich allein mit dem Laden, wo ich doch auch noch den Weingroßhandel habe!“</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Du weißt genau, dass ich es allein nicht schaffe!“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und: „Im Januar, da wollte ich doch mit dir wieder nach Hawaii fliegen!“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Susanne war aufgeschreckt, weil sie nicht mehr konnte. Die Diagnose „Depression“ – sie hatte schon mal gehört, dass es so etwas gab – hätte ihr keine Erleichterung gebracht. Das war ein geächteter Zustand, über den man nur hinter vorgehaltener Hand und bei geschlossenen Türen sprach.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am liebsten wollte sie nur noch liegenbleiben und sterben. Dann müsste sie sich um nichts mehr kümmern, sich niemandem gegenüber mehr rechtfertigen. Sich einfach hinlegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kinder, nur die Kinder, nicht Gernhardt, gingen ihr durch den Sinn. Nein, die konnte sie nicht auf diese Weise zurücklassen. Für sie wollte sie doch eigentlich mehr da sein. Sterben, nein, damit würde sie ihnen nicht weiter helfen, im Gegenteil, sie würde sie schon wieder allein lassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch wo ansetzen, wie anfangen, etwas zu ändern – und was überhaupt? Wie kam sie jemals aus diesem eingefahrenen Leben hinaus? Gernhardt, der Lebensunterhalt, das Geschäft, der Weingroßhandel, das Haus, die gemeinsamen Freunde. Es war alles ineinander verstrickt, ihre Wege waren verschlungen, wie ein harter, harter gordischer Knoten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch wie ihn auseinanderschlagen? Mit welchem Schwert, an welchem Punkt?</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein Kindersatz, der plötzlich den Weg zeigt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht stellte sie sich ja tatsächlich an. Anderen ging es auch schlecht. Karin zum Beispiel hatte sie geschockt mit der Nachricht, dass sie Brustkrebs habe und operiert werden müsse. Im Gegensatz dazu ging es ihr, Susanne, doch gut?</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Mama, musst du auch repariert werden?“, fragte sie der kleine Raffael eines Abends, als sie ihn zu Bett brachte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Verdutzt schaute sie ihn an, dann brach sie in ein erleichtertes Lachen aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie nahm ihren kleinen Sohn in die Arme und drückte ihn zärtlich an sich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Nein, Mama muss nicht operiert werden“, sagte sie lächelnd.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der kleine Schatz wusste genau Bescheid. Natürlich. Ja, sie musste zur Reparatur gehen. Sie musste es sich eingestehen. Sie war krank. Nicht wirklich. Doch in Wirklichkeit war sie krank.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie musste dort hingehen, zu der psychologischen Beratungsstelle. In der Münchner Straße hatte sie das Schild gesehen. Wofür gab es die denn sonst? Jawohl, auch für sie gab es die. Und für Raffael. Die würden seine Mama dort reparieren. Und für Lisa und Dominik und Markus würde sie den Schritt wagen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ja, sie würde sich einen Termin geben lassen. Ja, sie wollte ihr Leben wieder leben, in Kraft, mit Power, sie wollte für ihre Kinder wieder zum Übertyp werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gernhardt? Er würde ihr nicht dabei helfen können. Nein, er nicht. Für ihn nicht. Für sich selbst würde sie jetzt ihre ganze Kraft brauchen.</p>



<figure class="wp-block-image size-medium"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="600" src="https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/04/tagebuch-notizen-handschrift-800x600.jpeg" alt="Handgeschriebene Notizen mit gelb markierten Zeilen in einem karierten Notizbuch" class="wp-image-4277" srcset="https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/04/tagebuch-notizen-handschrift-800x600.jpeg 800w, https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/04/tagebuch-notizen-handschrift-1200x900.jpeg 1200w, https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/04/tagebuch-notizen-handschrift-768x576.jpeg 768w, https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/04/tagebuch-notizen-handschrift-1536x1152.jpeg 1536w, https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/04/tagebuch-notizen-handschrift-600x450.jpeg 600w, https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/04/tagebuch-notizen-handschrift.jpeg 1701w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Nahaufnahme eines karierten Notizbuchs mit handschriftlichen Gedanken, einzelne Zeilen sind gelb markiert. Das Bild vermittelt einen persönlichen, reflektierenden Moment und inneren Dialog.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Der erste eigene Wunsch: nicht Hawaii, sondern Nordsee</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Vor ein paar Tagen hatte sie eine Kundin im Laden, die wortwörtlich sagte: „Ich liebe mein Leben.“ Was musste passieren, dass auch sie, Susanne, so einen Satz sagen konnte?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Ich liebe mein Leben.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ihr kleiner Raffael hatte ihr die Antwort beigebracht. Sie musste sich reparieren lassen. Ihr Räderwerk wurde durch zu viel Reibung gebremst. Vielleicht fehlte nur ein wenig Öl?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schon am nächsten Tag erhielt sie einen Termin bei ihrer Ansprechpartnerin.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir beantragen als Erstes eine Kur für Sie, am besten eine Mütterkur.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Eine Kur?“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Susanne erschrak. Schon wieder irgendwohin wegfahren. „Wo denn?“</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wo möchten Sie denn am liebsten hin?“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unsicher schaute Susanne das freundliche Gesicht hinter dem Schreibtisch an. Durfte sie hier wirklich Wünsche äußern?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Frau sah sie erwartungsvoll an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">War das möglich? Ein einziges Rattern in Susannes Kopf. Wieder sah sie die Frau an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So gerne wäre Susanne mal an die Nordsee gefahren. Dort musste es unwahrscheinlich schön sein. Doch Gernhardt hatte immer nur in den Süden gewollt, Italien, Südfrankreich, wo er seine Weine für sein Geschäft probieren und kaufen konnte. Oder nach Hawaii …</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dann belebte sich Susannes Gesichtsausdruck. Mit fester Stimme sagte sie:</p>



<p class="wp-block-paragraph">„An die Nordsee. Ich möchte an die Nordsee.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Dame nickte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Mit Raffael, meinem Jüngsten.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wieder nickte die Dame. War es wirklich so einfach?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Susanne lehnte sich auf ihrem Stuhl zurück.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ja, an die Nordsee.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">„… zur Reparatur“, fügte sie lächelnd hinzu.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum diese Geschichte unter das Dach von „Die Erlebnisfrau“ gehört</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Geschichte gehört für mich genau hierher. Denn Lebensreisen beginnen nicht immer mit einem gepackten Koffer. Manchmal beginnen sie in einem Schlafzimmer, in dem jemand nicht mehr aufstehen kann. Manchmal beginnt der Aufbruch nicht auf einer Landkarte, sondern in dem Moment, in dem eine Frau zum ersten Mal einen eigenen Wunsch ausspricht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei Susanne ist dieser Wunsch klein und gewaltig zugleich: <em>An die Nordsee. Ich möchte an die Nordsee.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Darin steckt schon alles: Erschöpfung. Sehnsucht. Rettung. Richtung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und genau solche Momente interessieren mich. Nicht nur das schöne Reisen. Sondern die inneren Bewegungen, aus denen äußere Wege entstehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie aus diesem Moment später „Und sonst nichts“ wurde</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Geschichte stammt aus meinem Kurzgeschichtenband <em>„<a href="https://irmgardrosina.de/das-leben-koennte-so-schwer-sein-3/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Das Leben könnte so schwer sein“</a></em>. Gleichzeitig liegt in ihr bereits der Keim eines späteren Aufbruchs. Denn genau solche Erfahrungen wurden zum inneren Anlass für meinen Reiseroman <a href="https://www.amazon.de/sonst-nichts-Irmgard-Rosina-Bauer-ebook/dp/B087V1ZKFJ/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;crid=VD38OZOYC4AE&amp;dib=eyJ2IjoiMSJ9.CuZyjYCJHDQG0Teg7xLPOJKB1MMMTnFRvD6goaetTU-bqqaUfd9MQDESNFoY9-NMHxsYrwlfjVbYqMqGz3sFTenhd_LSt1Nkg22oquv7a8jSfnw37J9Q94KbV00dxT0Xl4PZ3wojGdiToq_dMmFAJPwEkbp-zgB2NJKIy5PjGWZnhZnAS-xaLDQPjre4OlVuLc6K5zUCvY2f84TbgGbangzP30zxl5vBNhQ9cz4yClQ.O0fAWsentBKBYfGFNF3jnXinFzfCjW_ekSCLGATcGms&amp;dib_tag=se&amp;keywords=und+sonst+nichts&amp;qid=1775726388&amp;sprefix=und+sonst+nichts%2Caps%2C110&amp;sr=8-1" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><em>„Und sonst nichts“</em>,</a> den es nun auch als Hörbuch gibt: <a href="https://irmgardrosina.de/hoerbuch-und-sonst-nichts/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">„Und sonst nichts“: Allein nach Südfrankreich und zu mir selbst</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch dort geht es um Ballast, um Erschöpfung, um die Frage, wie ein anderes Leben beginnen kann – und was geschieht, wenn eine Frau sich endlich selbst ernst nimmt. Mehr dazu findest du hier auf meiner Website: <a href="#">zum Reiseroman „Und sonst nichts“</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und ja: Diese Lebensreise ist inzwischen auch als Hörbuch hörbar geworden – für alle, die sich solchen Geschichten lieber mit dem Ohr nähern. Hörproben gibt es auf meinem YouTube-Kanal, zum Beispiel <a href="https://youtu.be/hqrPFhF2eGc?si=jjPhGHRezTa17ecO" target="_blank" rel="noreferrer noopener">&#8222;Karl Huberts Frankreich&#8220;</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Vielleicht beginnt Gesundheit mit einem ehrlichen Satz</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht ist das eine der stillsten Wahrheiten überhaupt: Gesundheit beginnt nicht immer mit Stärke. Manchmal beginnt sie mit dem Satz: <em>Ich kann nicht.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Und manchmal ist genau dieser Satz kein Scheitern, sondern der erste ehrliche Schritt zurück ins eigene Leben.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://irmgardrosina.de/erschoepfung-frauen-blue-hawaii/">Wenn Erschöpfung nicht mehr zu überhören ist: Die Geschichte von Susanne in „Blue Hawaii“</a> erschien zuerst auf <a href="https://irmgardrosina.de">Irmgard Rosinas Lebensreise</a>.</p>
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		<title>Allein unterwegs in Japan – warum ich mich gerade hier selbst wiederfinde</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Irmgard Rosina Bauer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Mar 2026 11:28:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raus. Weiter. Lebensreisen.]]></category>
		<category><![CDATA[allein reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen reisen allein]]></category>
		<category><![CDATA[Japan Reise]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensreise]]></category>
		<category><![CDATA[persönliche Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Reise Gedanken]]></category>
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		<category><![CDATA[Selbstfindung]]></category>
		<category><![CDATA[Sinnsuche]]></category>
		<category><![CDATA[Unterwegs sein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Erlebnisfrau – Leben, Arbeit und Sinn in Bewegung Ich bin unterwegs. In Japan. Und gleichzeitig ganz bei mir – und doch auch wieder nicht. Es ist dieses seltsame Gefühl zwischen Fremdsein und Vertrautheit, das mich begleitet. Alles ist anders hier. Und genau deshalb beginnt etwas in mir still zu werden. Oder vielleicht endlich hörbar. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://irmgardrosina.de/japan-allein-reisen-gedanken/">Allein unterwegs in Japan – warum ich mich gerade hier selbst wiederfinde</a> erschien zuerst auf <a href="https://irmgardrosina.de">Irmgard Rosinas Lebensreise</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Erlebnisfrau – Leben, Arbeit und Sinn in Bewegung</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin unterwegs. In Japan. Und gleichzeitig ganz bei mir – und doch auch wieder nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist dieses seltsame Gefühl zwischen Fremdsein und Vertrautheit, das mich begleitet. Alles ist anders hier. Und genau deshalb beginnt etwas in mir still zu werden. Oder vielleicht endlich hörbar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich reise nicht, um etwas zu sehen. Ich reise, um etwas zu verstehen. Und manchmal auch, um mich zu verlieren – in der Hoffnung, mich wiederzufinden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Allein reisen – und plötzlich sich selbst begegnen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Allein unterwegs zu sein, ist nichts Neues für mich. Und doch ist jede Reise anders. In <a href="https://www.japan-experience.com/de/decouvrir/temples-sanctuaires" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Japan</a> fällt es mir besonders auf: Ich habe keinen Plan. Keine klare Route. Ich lasse mich treiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und genau darin liegt die Herausforderung. Denn ohne Struktur kommt alles hoch, was sonst im Alltag keinen Platz hat: Zweifel, Fragen, alte Muster.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Warum bin ich eigentlich hier? Was suche ich? Und was, wenn ich nichts finde?</p>



<figure class="wp-block-image size-medium"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="600" src="https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/03/japan-tempel-ruhe-mit-raeuchern-800x600.jpg" alt="" class="wp-image-4245" srcset="https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/03/japan-tempel-ruhe-mit-raeuchern-800x600.jpg 800w, https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/03/japan-tempel-ruhe-mit-raeuchern-768x576.jpg 768w, https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/03/japan-tempel-ruhe-mit-raeuchern-600x450.jpg 600w, https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/03/japan-tempel-ruhe-mit-raeuchern.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Japan – Fremde als Spiegel</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses Land ist so anders, dass ich mich selbst darin klarer sehe. Die Ordnung, die Ruhe, die Zurückhaltung – all das wirkt auf mich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin Beobachterin. Und gleichzeitig werde ich beobachtet – von mir selbst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich merke, wie wenig ich brauche. Und wie viel ich oft denke, dass ich brauche.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Unterwegs sein ohne Ziel – ist das genug?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt Tage, da laufe ich einfach los. Ohne Ziel. Ohne Erwartung. Und genau dann entstehen die Momente, die bleiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Weg durch einen stillen Wald. Ein Tempel, der plötzlich auftaucht. Ein Blick, der hängen bleibt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und manchmal auch: Verloren gehen. Im Außen – und im Innen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum diese Reise mehr ist als nur unterwegs sein</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich merke, dass ich mich verändere. Nicht laut. Nicht spektakulär. Sondern leise.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich werde langsamer. Offener. Ehrlicher mit mir selbst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht ist genau das der Sinn dieser Reise. Nicht anzukommen. Sondern unterwegs zu sein – und dabei immer wieder bei mir selbst vorbeizukommen.</p>



<figure class="wp-block-image size-medium"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="600" src="https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/03/japan-tempel-Kirschblueten-verdeckt-allein-reisen-800x600.jpg" alt="Kirschblüten vor japanischem Tempelgebäude im Frühling in Japan" class="wp-image-4247" srcset="https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/03/japan-tempel-Kirschblueten-verdeckt-allein-reisen-800x600.jpg 800w, https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/03/japan-tempel-Kirschblueten-verdeckt-allein-reisen-768x576.jpg 768w, https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/03/japan-tempel-Kirschblueten-verdeckt-allein-reisen-600x450.jpg 600w, https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/03/japan-tempel-Kirschblueten-verdeckt-allein-reisen.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Und was bleibt?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich weiß es noch nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber ich spüre: Es ist richtig, hier zu sein. So, wie ich bin. Ohne Plan. Ohne Ziel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und vielleicht ist genau das genug.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Mehr Gedanken zum Unterwegssein findest du hier: <a href="https://irmgardrosina.de/japan-reise-gedanken/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">weitere Reisegedanken</a></em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Wenn dich meine Reise tiefer interessiert: Mein Reiseroman „<a href="https://www.amazon.de/sonst-nichts-Irmgard-Rosina-Bauer-ebook/dp/B087V1ZKFJ/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;crid=35WHD5UIPW888&amp;dib=eyJ2IjoiMSJ9.CuZyjYCJHDQG0Teg7xLPOJKB1MMMTnFRvD6goaetTU-bqqaUfd9MQDESNFoY9-NMkSreouEyEFuPIZkOyE_T3or28Jf6E09c4Rq0alGzz5dY15cNcxHkatq3mGVas84SUC8fqYKwEoYMOEjK0Gy6Eh4UjNhRtlMy_5VCBLbzuTbECy1J9v-SQ6ZI3Z9oiaE7njKGjB7XTiIQJkKLD-xBIL72WDJkzB8Wk26nAV_B9zE.5QBBplO-L_kbOAVuLTFa8d1IZnRUiP-eab9y3S1OtfQ&amp;dib_tag=se&amp;keywords=und+sonst+nichts&amp;qid=1774611099&amp;sprefix=und+sonst+nichts%2Caps%2C306&amp;sr=8-1" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Und sonst nichts“</a> erzählt von einer ähnlichen Suche – das Hörbuch entsteht gerade.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://irmgardrosina.de/japan-allein-reisen-gedanken/">Allein unterwegs in Japan – warum ich mich gerade hier selbst wiederfinde</a> erschien zuerst auf <a href="https://irmgardrosina.de">Irmgard Rosinas Lebensreise</a>.</p>
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		<title>Wenn mein eigenes Buch plötzlich eine Stimme bekommt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Irmgard Rosina Bauer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Mar 2026 11:49:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raus. Weiter. Lebensreisen.]]></category>
		<category><![CDATA[Veränderungen im Leben]]></category>
		<category><![CDATA[autobiografisch]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen 50+]]></category>
		<category><![CDATA[Hörbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Inspiration]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensreise]]></category>
		<category><![CDATA[Neubeginn]]></category>
		<category><![CDATA[Reiseroman]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstfindung]]></category>
		<category><![CDATA[Südfrankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Vanlife]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Erlebnisfrau – Leben, Arbeit und Sinn in Bewegung 🎧 Dieses Hörbuch wurde kürzlich in einem Podcast vorgestellt. Ich kenne jedes Wort dieses Buches. Ich habe es geschrieben, durchlebt, durchlitten, durchwandert. Und doch passiert gerade etwas, das ich nicht erwartet habe: Ich höre mein eigenes Buch – und bekomme Gänsehaut. Vom Schreiben ins Hören Mein [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://irmgardrosina.de/hoerbuch-reiseroman-suedfrankreich/">Wenn mein eigenes Buch plötzlich eine Stimme bekommt</a> erschien zuerst auf <a href="https://irmgardrosina.de">Irmgard Rosinas Lebensreise</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Erlebnisfrau – Leben, Arbeit und Sinn in Bewegung</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f3a7.png" alt="🎧" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Dieses <a href="https://www.amazon.de/Audible-Und-sonst-nichts-Reiseroman/dp/B0GYGFPNCP/ref=sr_1_2?crid=5EOJXFP6LFX3&amp;dib=eyJ2IjoiMSJ9.rmlr6hj8PwxgJpRogXmuH1806VU4iH0XF-h48KGYOr72-0ByJdBLh600GRApuAqO5lXKqZwvEUTIVx1G0tZUjp0j5bTHx0mBLNxnnG_1S9uyNQADITn8uox1pdjifkJ_KTFk_2mAuZJKh-1aWqZkgpB_5-5ePZmM2_k1JGnmfB8OuVyguyrvsqUaLmA4pu4w7yfiqVCbzSaGQovz_27fzrEIbtR1T-3Swe1BX8pWqBw.q3jEpLHyE7YoqOn2SnEMndGTjXCDRrYD9tDVpQjpdS0&amp;dib_tag=se&amp;keywords=irmgard+rosina+bauer&amp;qid=1780735167&amp;sprefix=irmgard+rosin%2Caps%2C145&amp;sr=8-2" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Hörbuch</a> wurde kürzlich i<a href="https://open.spotify.com/episode/1S6OksoIcS3iSmZwPwWCcI?si=d6PqO3EeTpeOtIZYae38aA&amp;nd=1&amp;dlsi=42848b13865e4d40">n einem Podcast</a> vorgestellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich kenne jedes Wort dieses Buches.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe es geschrieben, durchlebt, durchlitten, durchwandert. Und doch passiert gerade etwas, das ich nicht erwartet habe:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ich höre mein eigenes Buch – und bekomme Gänsehaut.</strong></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">Vom Schreiben ins Hören</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mein Reiseroman <em>„<a href="https://www.amazon.de/sonst-nichts-Irmgard-Rosina-Bauer-ebook/dp/B087V1ZKFJ/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;crid=35WHD5UIPW888&amp;dib=eyJ2IjoiMSJ9.CuZyjYCJHDQG0Teg7xLPOJKB1MMMTnFRvD6goaetTU-bqqaUfd9MQDESNFoY9-NMkSreouEyEFuPIZkOyE_T3or28Jf6E09c4Rq0alGzz5dY15cNcxHkatq3mGVas84SUC8fqYKwEoYMOEjK0Gy6Eh4UjNhRtlMy_5VCBLbzuTbECy1J9v-SQ6ZI3Z9oiaE7njKGjB7XTiIQJkKLD-xBIL72WDJkzB8Wk26nAV_B9zE.5QBBplO-L_kbOAVuLTFa8d1IZnRUiP-eab9y3S1OtfQ&amp;dib_tag=se&amp;keywords=und+sonst+nichts&amp;qid=1774611099&amp;sprefix=und+sonst+nichts%2Caps%2C306&amp;sr=8-1" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Und sonst nichts</a>“</em> erzählt von Rosi. 52 Jahre alt. Vier Kinder. Ein volles Leben. Und plötzlich die Frage:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Was will eigentlich ich?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie steigt in ihren Mini-Van „Merkür“ und fährt los. Nach Südfrankreich. Und – ohne es zu wissen – zu sich selbst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Reise <a href="https://youtu.be/JIFLbIMuWmI" target="_blank" rel="noreferrer noopener">mit wenig Geld</a>, viel Unsicherheit – und immer mehr Klarheit.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">Und dann kam eine Stimme dazu</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Fine Thurmond spricht meinen Text.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und sie macht etwas, was ich selbst nicht kann:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie nimmt sich Zeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während ich schnell denke, schnell schreibe, schnell lebe, liest sie ruhig, präzise, mit Gefühl für jede Betonung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Sie macht aus meinem Text <a href="https://www.amazon.de/Audible-Und-sonst-nichts-Reiseroman/dp/B0GYGFPNCP/ref=sr_1_2?crid=5EOJXFP6LFX3&amp;dib=eyJ2IjoiMSJ9.rmlr6hj8PwxgJpRogXmuH1806VU4iH0XF-h48KGYOr72-0ByJdBLh600GRApuAqO5lXKqZwvEUTIVx1G0tZUjp0j5bTHx0mBLNxnnG_1S9uyNQADITn8uox1pdjifkJ_KTFk_2mAuZJKh-1aWqZkgpB_5-5ePZmM2_k1JGnmfB8OuVyguyrvsqUaLmA4pu4w7yfiqVCbzSaGQovz_27fzrEIbtR1T-3Swe1BX8pWqBw.q3jEpLHyE7YoqOn2SnEMndGTjXCDRrYD9tDVpQjpdS0&amp;dib_tag=se&amp;keywords=irmgard+rosina+bauer&amp;qid=1780735167&amp;sprefix=irmgard+rosin%2Caps%2C145&amp;sr=8-2" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ein neues Werk.</a></strong></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">Ein kurzer Ausschnitt</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Mit aufeinandergepressten Lippen unter kurzen Atemstößen gelingt es mir, mich auf den Bauch zu drehen, ohne an dem bedrohlich nahen Autodach anzustoßen… Ich ersticke! Rauf- oder runterdrücken? Ich ersticke! … Mit einem kräftigen Stoß die eine Hälfte der Hecktüre – frei, ich kann atmen. Die ganze freie Wiese vor meinen Augen. Frei.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Als ich diese Szene höre, passiert etwas Merkwürdiges mit mir:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ich bin nicht mehr die Autorin.</strong> Ich bin Zuhörerin.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">Ein neues Format – eine neue Tiefe</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Fine Thurmonds Stimme macht aus meinem Schreibtext etwas Neues.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Hören – im Auto, am Küchenherd, unterwegs beim Spaziergang – zieht sie mich wieder hinein in diese Reise.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Rosis Außenwelt. Und gleichzeitig tief in ihre Innenwelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Und obwohl ich jedes Wort kenne, berührt es mich neu.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist, als würde ich mein eigenes Buch zum ersten Mal erleben.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f3a7.png" alt="🎧" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> <a href="https://youtu.be/nQo4ZIdBF-w" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Hier </a>kannst du hineinhören</h2>



<figure class="wp-block-embed is-type-rich is-provider-einbettungs-handler wp-block-embed-einbettungs-handler wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" title="Altes Zeug | Rosis Lebensreisegeschichte #27/55" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/nQo4ZIdBF-w?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">Warum ich mich darüber freue</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses <a href="https://www.amazon.de/Audible-Und-sonst-nichts-Reiseroman/dp/B0GYGFPNCP/ref=sr_1_2?crid=5EOJXFP6LFX3&amp;dib=eyJ2IjoiMSJ9.rmlr6hj8PwxgJpRogXmuH1806VU4iH0XF-h48KGYOr72-0ByJdBLh600GRApuAqO5lXKqZwvEUTIVx1G0tZUjp0j5bTHx0mBLNxnnG_1S9uyNQADITn8uox1pdjifkJ_KTFk_2mAuZJKh-1aWqZkgpB_5-5ePZmM2_k1JGnmfB8OuVyguyrvsqUaLmA4pu4w7yfiqVCbzSaGQovz_27fzrEIbtR1T-3Swe1BX8pWqBw.q3jEpLHyE7YoqOn2SnEMndGTjXCDRrYD9tDVpQjpdS0&amp;dib_tag=se&amp;keywords=irmgard+rosina+bauer&amp;qid=1780735167&amp;sprefix=irmgard+rosin%2Caps%2C145&amp;sr=8-2" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Hörbuch</a> ist kein Zusatz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist eine zweite Reise.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine, die man nicht liest – sondern hört, spürt, nebenbei miterlebt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Vielleicht sogar auf der eigenen Reise.</strong></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">Und vielleicht ist das der schönste Moment</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn jemand zuhört.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und sich selbst ein Stück darin wiederfindet &#8211; </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><a href="https://www.amazon.de/Audible-Und-sonst-nichts-Reiseroman/dp/B0GYGFPNCP/ref=sr_1_2?crid=5EOJXFP6LFX3&amp;dib=eyJ2IjoiMSJ9.rmlr6hj8PwxgJpRogXmuH1806VU4iH0XF-h48KGYOr72-0ByJdBLh600GRApuAqO5lXKqZwvEUTIVx1G0tZUjp0j5bTHx0mBLNxnnG_1S9uyNQADITn8uox1pdjifkJ_KTFk_2mAuZJKh-1aWqZkgpB_5-5ePZmM2_k1JGnmfB8OuVyguyrvsqUaLmA4pu4w7yfiqVCbzSaGQovz_27fzrEIbtR1T-3Swe1BX8pWqBw.q3jEpLHyE7YoqOn2SnEMndGTjXCDRrYD9tDVpQjpdS0&amp;dib_tag=se&amp;keywords=irmgard+rosina+bauer&amp;qid=1780735167&amp;sprefix=irmgard+rosin%2Caps%2C145&amp;sr=8-2" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Und sonst nichts.</a></strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://irmgardrosina.de/hoerbuch-reiseroman-suedfrankreich/">Wenn mein eigenes Buch plötzlich eine Stimme bekommt</a> erschien zuerst auf <a href="https://irmgardrosina.de">Irmgard Rosinas Lebensreise</a>.</p>
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		<title>Japan – drei Momente zwischen Staunen und Schmunzeln</title>
		<link>https://irmgardrosina.de/japan-reise-gedanken/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Irmgard Rosina Bauer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Mar 2026 00:46:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raus. Weiter. Lebensreisen.]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Raus. Weiter. Lebensreisen Manchmal sind es nicht die großen Sehenswürdigkeiten, die bleiben – sondern die kleinen Sätze, die unterwegs entstehen. Unterwegs entstehen die besten Zeilen Reisen verändert den Blick. Nicht unbedingt durch das, was man sich vornimmt zu sehen – sondern durch das, was plötzlich auftaucht. Vielleicht kennen Sie das: Ein Ort, ein Detail, eine [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raus. Weiter. Lebensreisen</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Manchmal sind es nicht die großen Sehenswürdigkeiten, die bleiben – sondern die kleinen Sätze, die unterwegs entstehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Unterwegs entstehen die besten Zeilen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Reisen verändert den Blick. Nicht unbedingt durch das, was man sich vornimmt zu sehen – sondern durch das, was plötzlich auftaucht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Vielleicht kennen Sie das:</strong> Ein Ort, ein Detail, eine Szene – und daraus entsteht ein Gedanke, der sich fast von selbst in Worte formt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Japan sind solche Momente überall. Zwischen Natur, Alltagskultur und spirituellen Orten entstehen kleine Beobachtungen – mal leicht, mal staunend, mal mit einem Augenzwinkern.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Drei Miniaturen aus Japan</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>1</strong><br>Heute bleibt die Küche kalt –<br>wir treffen uns im Bambuswald.</p>



<figure class="wp-block-image size-medium"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="600" src="https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/03/AB6508AE-23F5-4C07-984B-C6252EB9EB05_1_102_o-800x600.jpeg" alt="Kyoto Bambuswald Staunen" class="wp-image-4226" srcset="https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/03/AB6508AE-23F5-4C07-984B-C6252EB9EB05_1_102_o-800x600.jpeg 800w, https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/03/AB6508AE-23F5-4C07-984B-C6252EB9EB05_1_102_o-1200x900.jpeg 1200w, https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/03/AB6508AE-23F5-4C07-984B-C6252EB9EB05_1_102_o-768x576.jpeg 768w, https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/03/AB6508AE-23F5-4C07-984B-C6252EB9EB05_1_102_o-1536x1152.jpeg 1536w, https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/03/AB6508AE-23F5-4C07-984B-C6252EB9EB05_1_102_o-600x450.jpeg 600w, https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/03/AB6508AE-23F5-4C07-984B-C6252EB9EB05_1_102_o.jpeg 2048w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><br><strong>2</strong><br>Als Kunsthandwerk gilt in Japan,<br>was Harz mit Essen formen kann.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/03/D25E9D62-83D7-43FD-9CEC-B8197BA1043B_1_105_c.jpeg" alt="Japan Kunsthandwerk Tischgerichte in Harz darstellen" class="wp-image-4228" srcset="https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/03/D25E9D62-83D7-43FD-9CEC-B8197BA1043B_1_105_c.jpeg 1024w, https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/03/D25E9D62-83D7-43FD-9CEC-B8197BA1043B_1_105_c-800x600.jpeg 800w, https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/03/D25E9D62-83D7-43FD-9CEC-B8197BA1043B_1_105_c-768x576.jpeg 768w, https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/03/D25E9D62-83D7-43FD-9CEC-B8197BA1043B_1_105_c-600x450.jpeg 600w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>3</strong><br>Ob Tempel oder Shinto-Schrein:<br>Man fühlt sich demütig und klein.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/03/6D14D3AE-042B-4AA9-A0AC-ECF9E537646C_1_105_c.jpeg" alt="Japan Kousanji Tempel großartig" class="wp-image-4230" srcset="https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/03/6D14D3AE-042B-4AA9-A0AC-ECF9E537646C_1_105_c.jpeg 1024w, https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/03/6D14D3AE-042B-4AA9-A0AC-ECF9E537646C_1_105_c-800x600.jpeg 800w, https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/03/6D14D3AE-042B-4AA9-A0AC-ECF9E537646C_1_105_c-768x576.jpeg 768w, https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/03/6D14D3AE-042B-4AA9-A0AC-ECF9E537646C_1_105_c-600x450.jpeg 600w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Warum solche kleinen Texte bleiben</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Diese kurzen Zeilen sind keine Reisebeschreibung. Sie erklären nichts, führen nicht durch Orte und geben keine Tipps.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und gerade deshalb bleiben sie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weil sie einen Moment festhalten, ohne ihn zu überladen. Weil sie Raum lassen für eigene Bilder. Und weil sie zeigen, dass Reisen manchmal nicht im Außen stattfindet – sondern im Inneren.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Weiterlesen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Texte finden Sie im Themenraum: <a href="/raus-weiter-lebensreisen/"><strong>Raus. Weiter. Lebensreisen</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Aus solchen Momenten entstehen bei mir kleine Serien, Gedichte und Reise-Miniaturen – für unterwegs oder zum späteren Wiederfinden.</em></p>
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		<title>Zum ersten Mal als Frau allein reisen – ohne Kinder, ohne Mann</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Irmgard Rosina Bauer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Jan 2026 18:31:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raus. Weiter. Lebensreisen.]]></category>
		<category><![CDATA[allein reisen]]></category>
		<category><![CDATA[erste Reise allein]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensreise]]></category>
		<category><![CDATA[Mut zum Aufbruch]]></category>
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		<category><![CDATA[persönlicher Reisebericht]]></category>
		<category><![CDATA[Reiseerfahrung]]></category>
		<category><![CDATA[reisen ohne Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Solo-Reise Frau]]></category>
		<category><![CDATA[Unterwegs sein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Lebensreise · Erfahrungsbericht aus Anatolien Wenn du plötzlich allein losziehst – und keine Routine rettet Zum ersten Mal allein auf Reisen – gewonnen in einem Gewinnspiel. Und plötzlich steht sie da, die Frage, die man sich während der Familienphase nie gefragt hat: Wie geht Reisen, so ganz allein? Vielleicht kennst du das: Du freust dich [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><em>Lebensreise · Erfahrungsbericht aus Anatolien</em></p>



<h2 class="wp-block-heading">Wenn du plötzlich allein losziehst – und keine Routine rettet</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zum ersten Mal allein auf Reisen – gewonnen in einem Gewinnspiel. Und plötzlich steht sie da, die Frage, die man sich während der Familienphase nie gefragt hat: <strong>Wie geht Reisen, so ganz allein?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Vielleicht kennst du das:</strong> Du freust dich auf Freiheit – und merkst gleichzeitig, wie ungeschützt sich alles anfühlt, wenn niemand neben dir läuft, der „dazugehört“.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was diese Reise für mich war</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Begegnungen mit Menschen und das tägliche Leben in Anatolien haben meine Reise besonders lebendig gemacht. Hier trifft Tradition auf Moderne, und das einfache Leben in den Dörfern erzählt von einer anderen Welt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Unterwegs zwischen Dorfleben und staubigen Straßen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Unterwegs sah ich Nomadenfamilien, die auf einer Ebene nahe der Straße unter Plastikfolie saßen, während Hunderte Ziegen um sie herumhüpften. Reiche Hirten weben ihre Zelte aus Ziegenhaar, die im Sommer kühlen und im Winter wärmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In den kleinen Städten wie Korkuteli zogen Pferde Zementsäcke und Gemüse durch die Straßen. Die Menschen erinnerten mich an die türkischen Gastarbeiter meiner Kindheit: dunkler Teint, gebeugte Haltung und oft ein ernster Gesichtsausdruck.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Häuser in den Dörfern waren einfach, oft mit bunten Teppichen vor den Türen, die zum Trocknen aufgehängt waren. Ein kleines Geschäft führte nur die nötigsten Waren, und der nächste Baumarkt war eine Tagesreise entfernt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Aus Versehen in der Millionenstadt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Aus Versehen – umso spannender – kam ich nach Denizli, einer Millionenstadt. Hier herrschte reges Treiben mit Menschen in traditionellen und modernen Kleidungen, die laut und lebendig ihren Alltag gestalteten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Werde ich jemals wieder zu meinem Hotel zurückfinden? Die Frage war irgendwie berechtigt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Moment, in dem das Abenteuer beginnt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Nachhinein war mir klar: Augen zu und durch – das war die einzige Möglichkeit, diese vielen neuartigen, ungeschützten Erlebnisse überhaupt zuzulassen und zu bewältigen. Genau dort begann meine Abenteuerlust, die mir bis heute Lebendigkeit und Lebensfreude erhält.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ruhe der Berge bis zum pulsierenden Stadtleben – ich überall mit dabei. Mit allerlei Mut.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f3a7.png" alt="🎧" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Wenn du den Text lieber hören willst</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die ganze Geschichte kannst zu auch auf YouTube in meiner Stimme hören – in dem Tempo, in dem sie entstanden ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f449.png" alt="👉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> <a href="https://youtu.be/xvTbUk8AOiw" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Hier das YouTube-Video „Die Kinder sind groß! Eine überraschte Türkeireise&#8220;</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>© Irmgard Rosina Bauer</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Aus dem Themenraum „Unterwegs &amp; Reisen“</em></p>



<h2 class="wp-block-heading">Weiterlesen im Themenraum</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn du magst, lies hier weiter: <a href="https://irmgardrosina.de/category/lebensreisen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><strong>Unterwegs &amp; Reisen</strong> · <strong>Arbeit, Wandel &amp; Sinn</strong></a></p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein Gedanke zum Weiterlesen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Erwarte hier bitte keine Checkliste für alleinreisende Frauen. Aus meiner Erfahrung ist sowieso jede Reise anders &#8211; und man macht für eine eigene Checkliste seine Erfahrungen, zur Unterstützung der persönlichen Entwicklung. Aber natürlich findest du<a href="https://irmgardrosina.de/category/lebensreisen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">in meinem Blog </a>und <a href="https://irmgardrosina.de/autobiografische-reiseromane/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">in meinen Büchern</a> dazu genug Stoff, um dich reinzulesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Manche Gedanken begleiten länger. Aus solchen Texten entstehen bei mir Lesungen, Audios und kleine Sammlungen – für unterwegs oder ruhige Momente.</em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://irmgardrosina.de/lebensreisen-zum-ersten-mal-allein-reisen/">Zum ersten Mal als Frau allein reisen – ohne Kinder, ohne Mann</a> erschien zuerst auf <a href="https://irmgardrosina.de">Irmgard Rosinas Lebensreise</a>.</p>
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		<title>Zum ersten Mal allein auf Reisen</title>
		<link>https://irmgardrosina.de/allein-reisen-nach-den-kindern/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Irmgard Rosina Bauer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Jan 2026 10:11:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raus. Weiter. Lebensreisen.]]></category>
		<category><![CDATA[allein reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Anatolien]]></category>
		<category><![CDATA[erwachsene Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensreise]]></category>
		<category><![CDATA[Loslassen]]></category>
		<category><![CDATA[Muttersein]]></category>
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		<category><![CDATA[Reisen als Frau]]></category>
		<category><![CDATA[Sinnsuche]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Lebensreisen · Unterwegs &#38; Reisen · Familie &#38; Generationen Wenn die Kinder nicht mehr dabei sind Zum ersten Mal allein auf Reisen. Gewonnen in einem Gewinnspiel. Doch wie geht Reisen, so ganz ohne Kinder? Gänzlich unvorbereitet landete ich in Anatolien – und meine Abenteuerlust führte mich an jenem Tag zu Fuß in eine Landschaft voller [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://irmgardrosina.de/allein-reisen-nach-den-kindern/">Zum ersten Mal allein auf Reisen</a> erschien zuerst auf <a href="https://irmgardrosina.de">Irmgard Rosinas Lebensreise</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><em>Lebensreisen · Unterwegs &amp; Reisen · Familie &amp; Generationen</em></p>



<h2 class="wp-block-heading">Wenn die Kinder nicht mehr dabei sind</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zum ersten Mal allein auf Reisen. Gewonnen in einem Gewinnspiel. Doch wie geht Reisen, so ganz ohne Kinder?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gänzlich unvorbereitet landete ich in Anatolien – und meine Abenteuerlust führte mich an jenem Tag zu Fuß in eine Landschaft voller Geschichte, Weite und Stille.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein Ort, der größer war als meine Unsicherheit</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Plötzlich stand ich oben am Berg und sah vor mir die antike Stadt <strong>Hierapolis</strong>, die auf meinem Weg zu den Kalkterrassen von Pamukkale lag.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Stadt wurde von Hethitern, Lydern und später Römern bewohnt. Besonders beeindruckend ist das Theater mit seinen fünfzehntausend Plätzen, das von der einstigen Größe der Stadt mit etwa sechzigtausend Einwohnern erzählt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Nekropole mit ihren steinernen Mausoleen berichtet von einer längst vergangenen Zeit, während heute braungraue Geckos durch die Ruinen huschen. Die heißen Quellen waren schon in der Antike bekannt und geschätzt – selbst Kaiser Diokletian ließ hier verweilen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Allein unterwegs – und plötzlich klar</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für mich war es ein Geschenk, diese Orte auf eigene Faust erkunden zu können. Ein Geschenk, zu erkennen: <strong>Es gibt ein Leben nach den Kindern.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">O ja.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Manche Gedanken begleiten länger. Aus solchen Texten entstehen bei mir Lesungen, Audios und kleine Sammlungen – für unterwegs oder ruhige Momente.</em> Die ganze Geschichte kannst du dir<a href="https://youtu.be/xvTbUk8AOiw" target="_blank" rel="noreferrer noopener">auf YouTube anhören, </a>ich habe sie eingesprochen.</p>



<figure class="wp-block-image size-medium"><a href="https://youtu.be/xvTbUk8AOiw?si=xpjMSPsGfiEnuOOh"><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="169" src="https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/01/Die-Kinder-sind-gross-Tuerkeireise-300x169.png" alt="" class="wp-image-3634" srcset="https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/01/Die-Kinder-sind-gross-Tuerkeireise-300x169.png 300w, https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/01/Die-Kinder-sind-gross-Tuerkeireise.png 510w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><br><br></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Themenräume:</strong><br>→ Unterwegs &amp; Reisen<br>→ Familie &amp; Generationen</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://irmgardrosina.de/allein-reisen-nach-den-kindern/">Zum ersten Mal allein auf Reisen</a> erschien zuerst auf <a href="https://irmgardrosina.de">Irmgard Rosinas Lebensreise</a>.</p>
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		<item>
		<title>Naturerlebnisse in Anatolien – Zwischen Taurusgebirge und Pamukkale</title>
		<link>https://irmgardrosina.de/anatolien-natur-erleben/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Irmgard Rosina Bauer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Jan 2026 18:33:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raus. Weiter. Lebensreisen.]]></category>
		<category><![CDATA[Alleinreisen]]></category>
		<category><![CDATA[Alleinreisende Frau]]></category>
		<category><![CDATA[Anatolien]]></category>
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		<category><![CDATA[Taurusgebirge]]></category>
		<category><![CDATA[Türkei Reise]]></category>
		<category><![CDATA[Unterwegs]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Als Erlebnisfrau auf dem Lernpfad Die Kinder sind groß Zum ersten Mal allein auf Reisen. Gewonnen in einem Gewinnspiel! Doch wie geht Reisen, so ganz ohne Kinder? Anatolien ist eine Region voller beeindruckender Naturwunder und vielfältiger Landschaften. Diese Reise durch die Türkei führte mich durch Berge, Steinwüsten und Wasserlandschaften – und immer wieder auch zu [&#8230;]</p>
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<h2 class="wp-block-heading">Als Erlebnisfrau auf dem Lernpfad</h2>



<h4 class="wp-block-heading">Die Kinder sind groß</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Zum ersten Mal allein auf Reisen. Gewonnen in einem Gewinnspiel! Doch wie geht Reisen, so ganz ohne Kinder? </p>



<p class="wp-block-paragraph">Anatolien ist eine Region voller beeindruckender Naturwunder und vielfältiger Landschaften. Diese Reise durch die Türkei führte mich durch Berge, Steinwüsten und Wasserlandschaften – und immer wieder auch zu mir selbst.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-medium"><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="169" src="https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/01/anatolien-erlebnisfrau-300x169.png" alt="Alleinreisende Frau in Anatolien unterwegs im Taurusgebirge" class="wp-image-3627" srcset="https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/01/anatolien-erlebnisfrau-300x169.png 300w, https://irmgardrosina.de/wp-content/uploads/2026/01/anatolien-erlebnisfrau.png 567w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Unterwegs durch das Taurusgebirge</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Unsere Fahrt begann in Antalya und führte uns über eine Passstraße durch das Taurusgebirge. Die Sandsteinfelsen sind hier stark zerklüftet – weich, brüchig, vom Wind geformt. Wälder halten die Hänge zusammen, schützen vor Erdrutschen und Steinschlag.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich war überwältigt von der wilden, unberührten Natur, die an mir vorbeizog. Nicht spektakulär im Sinne von Postkarten. Sondern still, weit und kraftvoll.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Nomaden, Berge und Übergänge</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wir passierten Termessos, eine antike Zollstadt auf über tausend Metern Höhe – ein Adlernest aus Stein. Anfang Mai kehren hier die Störche aus Afrika zurück. Nomaden ziehen mit ihren Ziegen in die kühlen Höhenlagen und bleiben bis zum Spätsommer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Landschaft wechselte zwischen Apfelplantagen, kleinen Siedlungen und karger Bergwüste. Weiche Hügel wirkten wie Sanddünen, daneben Steinflächen mit unzähligen Schafen – Bewegung ohne Ziel, und doch voller Ordnung.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Pamukkale – Wasser, Kalk und Zeit</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Schließlich erreichten wir Pamukkale. Die weißen Kalksinterterrassen, entstanden durch Ablagerungen heißer Quellen, wirkten fast unwirklich. Barfuß ließ ich das warme Wasser über meine Füße fließen, spürte den glatten Kalk unter meinen Sohlen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Ort, der nicht laut ist. Und gerade deshalb lange bleibt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was bleibt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Reise zeigte mir: Ja, es geht auch mit wenig Geld! Sie war der Anfang zu vielen Reisen ohne Luxus, aber mit viel Erlebnis &#8211; allein als Frau unterwegs, oft mit Begleitung meiner erwachsenen Kinder. Eine spannende Zeit begann.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Manche Wege öffnen nicht nur neue Landschaften, sondern auch neue innere Räume.</em></p>
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		<title>Platzsuche – eine Lebensreise beginnt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Irmgard Rosina Bauer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Jan 2026 11:43:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raus. Weiter. Lebensreisen.]]></category>
		<category><![CDATA[Aufbruch]]></category>
		<category><![CDATA[autobiografisch]]></category>
		<category><![CDATA[Hörbuch]]></category>
		<category><![CDATA[innere Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensreise]]></category>
		<category><![CDATA[Neuanfang]]></category>
		<category><![CDATA[Platzsuche]]></category>
		<category><![CDATA[Südfrankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Unterwegssein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Erlebnisfrau – Leben, Arbeit und Sinn in Bewegung YouTube-Folge 17 von 55 · Originaltext aus dem Reiseroman „Und sonst nichts“ Wenn Aufbruch nicht nach Freiheit klingt Dieser Aufbruch endet in der Nacht – mit Müdigkeit, Unsicherheit und einer leisen Frage: Wo ist hier eigentlich Platz für mich? Die Kurzgeschichte „Platzsuche“ ist der Anfang meines [&#8230;]</p>
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</div>


<article>
<p><!-- DACH --></p>
<p><em>Die Erlebnisfrau – Leben, Arbeit und Sinn in Bewegung</em></p>
<p><em>YouTube-Folge 17 von 55 · Originaltext aus dem Reiseroman „Und sonst nichts“</em></p>
<h2>Wenn Aufbruch nicht nach Freiheit klingt</h2>
<p>Dieser Aufbruch endet in der Nacht – mit Müdigkeit, Unsicherheit und einer leisen Frage: <strong>Wo ist hier eigentlich Platz für mich?</strong></p>
<p>Die Kurzgeschichte „Platzsuche“ ist der Anfang meines Reiseromans <em>Und sonst nichts</em>. Nicht als Panorama von Landschaft. Sondern als innerer Moment – unterwegs, allein, wach.</p>
<p>Der Text gehört zur Kategorie <strong>Lebensreisen</strong> und ist Teil einer Serie von 55 Kurzgeschichten. Das Buch wird aktuell als Hörbuch eingesprochen.</p>
<h2>Worum es in dieser Geschichte nicht geht</h2>
<p>Diese Geschichte ist keine Reisebeschreibung. Oder doch? Kein Campingratgeber. Kein Abenteuertext. Oder doch? Das Abenteuer heißt: Sich selbst kennenlernen. Oh!</p>
<p>Nicht jede Enge ist sichtbar. Und nicht jede Angst ist neu.</p>
<h2><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f3a7.png" alt="🎧" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Die Geschichte als Video &amp; Lesung</h2>
<p>„Platzsuche“ ist auch als Lesung auf YouTube erschienen. Du kannst den Text dort in meiner Stimme hören – in dem Tempo, in dem er entstanden ist.</p>
<p><!-- YOUTUBE EMBED --></p>
<p><strong>Hinweis:</strong> Der folgende Text ist eine literarische Erzählung. Nimm dir Zeit. Lies langsam. Oder höre ihn dir im Video an.</p>
<p><!-- YouTube Embed hier einfügen --></p>
<h2>„Platzsuche“</h2>
<div style="border-left: 4px solid #ccc; padding: 14px 18px; margin: 24px 0; background: #fafafa;">
<p style="margin-top: 0;"><strong>Originaltext aus dem Reiseroman „Und sonst nichts“</strong></p>
<p><strong>Platzsuche</strong></p>
<p>Ich nehme mit Merkür die erste Ausfahrt von Mulhouse und lande voll im Lande Peugeot: Eine usine an der anderen, eine garage löst die nächste ab, LKW-Parkplätze en masse, kein Mensch mehr unterwegs um diese Uhrzeit, also mal lieber weiterfahren, bisschen aus der Stadt hinaus vielleicht, aber wie geht’s bloß aus der Stadt raus, die Sonne ist weg, Himmelsrichtungen kann ich nicht erkennen, hoppla, mein Gefühl wollte ich auf dieser Reise sprechen lassen, was sagt mir nun mein Gefühl, nichts, es hat keine Ahnung. Eine Stunde lang. Inzwischen ist es ein Uhr.</p>
<p>Meine Konzentration ist nach der langen Fahrt am Ende. Meine Augendeckel wollen schon längst nicht mehr. Ich teste in Gedanken verschiedene Plätze, ob da mein lieber Merkür stehen bleiben und parken möchte. Er möchte nicht.</p>
<p>An vielen Plätzen möchte er nicht. Nicht im Industrieviertel (wer weiß, wieviele LKW-Fahrer da aus ihren LKWs zu mir ins Auto steigen könnten!), nicht im Stadtzentrum an einer unbeleuchteten Straße (wer weiß, welche Jugendlichen da randalieren!), nicht in der Villengegend (wer weiß, wie sehr ihre Besitzer mich am Morgen schief anschauen werden!). Bis wir beide irgendwie dann doch den Stadtrand gefunden haben. Schüchtern umrunden wir mehrfach ein großflächig angelegtes Hotel. Ob wir uns dort auf den Parkplatz stellen? Werden wir vom Nachtpförtner vertrieben, weil wir kein Hotelgast sind? Meine Müdigkeit erleichtert mir die Entscheidung, und wir postieren uns etwas abseits am Rand des Parkplatzes, an den eine weitläufige Wiese angrenzt. Verstohlen schleiche ich mich von der Fahrertür an der Rasenseite zur Heckklappe und nehme die mein Chaos wunderbar verhüllende gelb-blau gestreifte Ikea-Tagesdecke ab – nein, Schlafanzug ist nicht nötig – halt, noch ein leichter Klogang in die Wiese –</p>
<p>Rücklings steige ich auf das Trittbrett. Wenn ich mich ducke, kann ich den Kopf nach hinten nehmen und meinen Körper ihm nachziehen, bis ich liege.</p>
<p>Ganz schön eng hier oben! Beim ersten Mal, als ich vor einiger Zeit schon einmal mein Brettbett ausgetestet habe, war die Liegefläche leer gewesen, so dass ich mich darauf seitlich in der Waagerechten drehen konnte, doch jetzt: Die blaue Kühltasche teilt sich mit mir das Bett, die schwere Bücherkiste, einige Kleidungsstücke, der Waschbeutel, das alles habe ich hier oben abgelegt, weil da so viel Platz war, wohingegen alle Kisten unterhalb meines Brettbettes überquellen vor Dingen, die ich in den nächsten Wochen vielleicht brauchen könnte.</p>
<p>Nein, es geht so nicht.</p>
<p>Unter starken Verrenkungen bekomme ich den Hecktürengriff in die Hand, drücke ihn nach unten, ziehe mich hinaus, komme auf der Wiese in den Stand, räume die Bettplatte frei. Die Kühltasche bringe ich, immer leise, dass mich keiner hört, nach vorne auf den Beifahrersitz. Die Bücherkiste stelle ich auf den Beifahrerboden, Klamotten und Waschbeutel oben drauf. Ich gehe nach hinten, krieche rücklings wieder nach oben und komme zum Liegen, drücke den Türverriegelungsknopf.</p>
<p>Nein, auch nicht gut, jeder kann mir am Morgen ins Gesicht schauen, da ich direkt auf Fensterhöhe schlafe.</p>
<p>Habe ich plötzlich ein Problem?</p>
<p>Ich krabble hinaus und krame in Merkürs Innerem nach den bunten Vorhangstoffen, die ich auf die Schnelle von daheim mitgenommen hatte, mit unklarem Plan – irgendwie würde ich sie dann schon befestigen können. Dabei bin ich so müde! Da sie das Klebeband nicht gehalten hat und sie immer wieder heruntergefallen sind, klemme ich sie in den Autotüren und -fenstern ein. Dass das nur vom Hotel keiner hört! Immer fein sachte die Türen zugedrückt! Gar nicht so leicht, die Hecktüren von innen zu schließen, schon gar nicht so leise, weil sich der Griff dafür, an dem ich ziehen kann, ausgerechnet in Schlafbretthöhe befindet. Ich muss noch rechtzeitig vor dem Klack meine Hand wegziehen, um sie nicht einzuquetschen.</p>
<p>Da liege ich wieder. Neben mir das Lachgasspray. Und das Pfefferspray gegen Tiere.</p>
<p>Aber das kannst du doch nicht im Auto verwenden, wenn dich jemand belästigt – das trifft dich doch selber!, schießt es mir durch den Kopf. Ich brauch wenigstens ein Messer! Noch einmal drehe ich mich in der Waagerechten, um mit dem Kopf zur Kofferraumtür zu liegen zu kommen, fiesele am Griff der Hecktüre, um sie zu öffnen – kaum, dass ich sie aufkriege – und suche mit der Taschenlampe aus einer Kiste mein Wildnismesser hervor, auf das ich so stolz bin, spitz, kurz und hart, der Griff aus feinstem Olivenholz.<br />Bevor ich es neben meinem Kopfkissen ablege, halte ich kurz inne, öffne den Druckknopf der ledernen Scheide. In welchem Fall würde ich es anwenden? Vielleicht jemandem damit auf die Hand piken? Wann wäre die Gefahr bedrohlich genug, um zuzustechen? Oder würde ich in Panik geraten und zu früh loslegen?</p>
<p>Endlich spüre ich meine Anspannung abklingen, die Stille ringsumher umfängt mich.</p>
<p>Und plötzlich, uff, ist sie da, die Panik.</p>
<p><strong>Altes Zeug</strong></p>
<p>Panik! Nein! Nicht doch wieder! Panik! Wie damals! Hilfe! Luft! –</p>
<p>Diese Enge, genau wie damals, ich bin imstande, alles kaputtzudrücken, ich brauche Platz!</p>
<p>Impulsiv möchte ich nach oben aufschnellen, den Oberkörper aufrichten, doch das Autodach! Aufstehen und dann gleich aussteigen geht nicht. Hilfe! Plötzlich schnürt sich mir die Kehle zu, ich kriege keine Luft mehr, ich weiß ganz genau,        gleich ersticke ich! Ich krieg keine Luft!      Ich ersticke!       Luft!        Durch den Mund geht keine Luft mehr durch, zu trocken ist er. Schreien möchte ich, doch kommt es nicht.        Die Autodecke wölbt sich unter meinem Armdrücken – ich muss hier raus! Luft!      Ich sterbe, wenn ich hier nicht rauskomme!        Mein Herz schlägt laut.</p>
<p>Bleib ruhig! Du musst, du musst dich zusammenreißen, das hier geht nur mit klarem Verstand! Du hast dir Platz gemacht, kannst dich seitlich wegdrehen.</p>
<p>Mit aufeinandergepressten Lippen unter kurzen Atemstößen gelingt es mir, mich auf den Bauch zu drehen, ohne an dem bedrohlich nahen Autodach anzustoßen, den Oberkörper über die breite Bettbrettmatratze in der Waagerechten zu drehen, sodass der übrige Körper nachziehen kann, die Beine nun in Fahrtrichtung, Kopf und Hände zum Türgriff – der Griff, wo ist der verdammte Griff? Gleich zerreiße ich alles, ich ersticke! Ich zerspringe! Ich muss ersticken! Ich zersprenge die Autotür!</p>
<p>Bleib ruhig, das hier geht nur mit Vernunft, sonst erstickst du, du musst Vernunft haben, hast es bis hierher geschafft, bleib ruhig, da ist doch der Griff.</p>
<p>Ich ersticke! Rauf- oder runterdrücken? Ich ersticke! Ich muss jetzt sofort den Griff rausreißen, sonst komm ich hier nie raus, Hilfe!</p>
<p>Du schaffst es, hast es doch damals auch geschafft. Gleich schaffst du’s. Nach unten drücken. Noch fester, du schaffst das, gleich hast du’s! Noch fester! Klack – klack rechts genauso –</p>
<p>Mit einem kräftigen Stoß die eine Hälfte der Hecktüre, noch ein Stoß für die zweite – frei, ich kann atmen, auf dem Bauch, hebe den Kopf, die ganze freie Wiese vor meinen Augen, frei! Es duftet nach frischem Gras. Mein Herz höre ich bummern.</p>
<p>Dass das nochmal kommen konnte!</p>
<p>Dabei hatte ich sie doch überwunden gehabt, die Platzangst? Die Erinnerung an die Millenniumsnacht auf der Münchner Feiermeile zwischen Odeonsplatz und Siegestor. Dass das nie mehr kommen könne, hatte ich gemeint.</p>
<p>Pah, wie stellt die sich an, dachte ich noch über eine Frau, die mir in der Enge der Menge entgegenstürmte. „Durchlassen!“, rief sie schrill, ihre Augen waren geweitet und angstvoll auf mich gerichtet, ihre Arme fuchtelten wild durch die Menschen. „Durchlassen! Mir ist zu eng!“ Mein Lächeln muss verächtlich gewesen sein, ich sehe mich noch verständnislos und borniert den Kopf schütteln.</p>
<p>Es war keine Minute vergangen, bis dann plötzlich ich mich in der Menschenmenge eingedrückt fühlte. Links befand sich die Häuserwand, rechts begrenzte die Betonmauer zur U-Bahnstation den Engpass, den anscheinend alle Feierwilligen auf einmal in diesem Augenblick zu passieren gedachten. Die, die von der Ludwigstraße zurückkamen und die, die von der U-Bahn hochkamen und hin zur Ludwigstraße wollten.</p>
<p> Die einen schoben mich von hinten nach vorn, wo auch ich hinwollte, doch die anderen kamen mir von vorn entgegen und drückten mich zurück, drückten, und plötzlich hatte ich keine freie Wahl mehr, war keine Handbreit mehr dazwischen, nicht vorne und nicht hinten und nicht zur Seite, immer noch mehr pressten sie mich ein, da war kein Platz mehr, gar kein Platz mehr zum Ausweichen – ich krieg keine Luft mehr, schoss es mir plötzlich ganz nüchtern durch den Kopf. Dann war es vorbei mit dem Denken. Ich krieg keine Luft mehr, schrei ich raus. Mein Kopf platzt gleich, spür ich. Keine Luft mehr! Nur noch schreien will ich, die Jacke reiße ich mir vorne auf, möchte nach vorne stieben. Eine unbändige Kraft spür ich, ich möcht sie alle weg boxen, nur noch frei atmen will ich, Luft haben, über sie drübersteigen möcht ich, auf ihre Schultern, schon hebe ich an – Lasst mich durch! Immer noch mehr Menschen wollen zu mir her, alle zu mir her, ich krieg keine Luft mehr, ich schreie, „Ich krieg keine Luft!“ und sehe in verständnislose Gesichter. Gleich wird mein Kopf platzen, spür ich, mein Brustkorb ist am Zerbersten, der BH engt meine Brust ein, ich muss den BH öffnen, ich krieg keine Luft, nur noch über die Leute drüber hechten möchte ich. „Ich krieg keine Luft!“, den BH kann ich nicht öffnen, hab die Sektflasche in der Hand, die muss weg, fallenlassen, egal, ich höre es zischen. Spüre Rieseln und knirschende Scherben unter meinen Füßen, habe nun beide Hände frei, um den BH zu öffnen, ist etwas besser, doch „Ich krieg keine Luft!“, immer wieder schreie ich in bornierte Gesichter. „Weg da, ich will raus!“</p>
<p>Da höre ich neben mir eine ruhige männliche Stimme:</p>
<p>„Schauen Sie nach oben! Nur nach oben. Sehen Sie, dort oben am Himmel ist so viel Platz für Sie! Sehen Sie die Sterne? – Immer nur nach oben schauen! – ja, kommen Sie – ich gehe voraus.“</p>
<p>Wie ein Engel führte mich ein fremder Mann mit ruhigen Worten aus der Enge hinaus, nur ein paar Meter weiter, wo es wieder luftiger wurde.</p>
<p>Acht Jahre hatte es dann gedauert, bis ich mich wieder in Menschenmassen begeben, mich zu Stoßzeiten in eine volle U-Bahn quetschen oder wieder aufs Oktoberfest gehen konnte.</p>
<p>In irgendeiner Gehirnregion hatte sich die Erinnerung daran wohl unauslöschlich eingenistet.</p>
<p>„Ich muss heut Nacht die Türen hinten offenlassen!“, schießt es mir aus dieser Gehirnregion durch den Kopf.</p>
<p style="margin-bottom: 0;"><em>© Irmgard Rosina Bauer</em></p>
</div>
<p><!-- ORIGINALTEXT START --></p>
<div class="originaltext"><!-- HIER DEINEN ORIGINALTEXT UNVERÄNDERT EINFÜGEN --></div>
<p><!-- ORIGINALTEXT ENDE --></p>
<h2>Zur Serie „Und sonst nichts“</h2>
<p>„Platzsuche“ ist der Auftakt einer literarischen Lebensreise. Weitere Folgen aus <em>Und sonst nichts</em> werden hier im Blog und auf YouTube folgen. </p>
<p>Die Texte stehen für:</p>
<ul>
<li>Neuanfang ohne Pathos</li>
<li>Selbstreflexion ohne Erklärung</li>
<li>Reduktion statt Selbstoptimierung</li>
<li>eine leise Liebeserklärung an Südfrankreich</li>
</ul>
<p> </p>
</article>


<p class="wp-block-paragraph">Ich freu mich, wenn du auch nächstes Mal wieder dabei bist. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Deine Irmgard Rosina Bauer</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://irmgardrosina.de/lebensreisen-platzsuche/">Platzsuche – eine Lebensreise beginnt</a> erschien zuerst auf <a href="https://irmgardrosina.de">Irmgard Rosinas Lebensreise</a>.</p>
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