Über Inspiration

Glühbirnen sind überholt, wie können wir also Ideen zum plötzlichen Leuchten bringen? Den Blitz aus heiterem Himmel aber, den gibt es immer noch als Bild für „die zündende Idee“. Mir scheint das aber zu wenig zu sein für das Ehrfurcht gebietende Wort Inspiration. Wo doch eine Menge Spirit drinsteckt. An Ideen mangelt es mir nicht, mein Problem ist eher, sie nicht alle ausführen zu wollen, weil dafür meine Tage nicht ausreichten! Ich möchte für mich seinen Sinn ausweiten hin zu „Lösungen, die mir zufliegen“.

Nachdem also bereits genug Ideen auf Halde liegen, suche ich Inspiration dafür, wie ich die tollen Ideen gut in ein Projekt einbringen und strukturieren kann.

Am einfachsten wäre es, man hätte da einen Ort, wo es immer funktioniert. So wie Steve Jobs seine Dusche dafür hatte. Vergleichbar komfortabel wäre für mich mein Bett: Ich wache auf, habe einen tollen Gedanken, aufschreiben, weiterschlafen.

Manchmal aber kommt einfach nichts. Deshalb muss ich für Lösungsfindungen weitere Möglichkeiten parat haben. Manchmal ist es die Ruhe der Natur, des Meeres, ein Alleingang in die Berge, manchmal ist es ein heftiger Sturm, der frischen Wind in feste Gedankenstrukturen bringt.

Bewegung in festgefahrenen Situationen bringt die Bewegung des Autos: Beim Fahren habe ich immer einen Stapel leerer Kartonkarten und einen Tintenstift bereitliegen, um auch während der Fahrt kurze Notizen kritzeln zu können.

Auch auf Reisen, natürlich, das weiß jedes Kind: Die vielen neuen Eindrücke erlauben neue Perspektiven und öffnen mir Tür und Tor für Lösungen in Organisationsstrukturen, mit denen ich in einer Sackgasse sitze.

Meine erwachsenen Kinder und die Denkweise ihrer Generation lässt mich manch Althergebrachtes hinterfragen und in meinen Protagonisten diskutieren.

Zu manchen Zeiten bräuchte ich Inspiration zum Entrümpeln meiner Ideen: also den Mut, sie einfach wegzuwerfen, anstatt sie weiter auf Deibel komm raus verwenden zu wollen. Dann gehe ich am Fluss spazieren und sehe das Wasser dahinfließen und ich gehe heim zum Aufräumen… und merke, dass auch meine Ideen wegfließen dürfen, wissend: im großen Meer der … sind sie gut aufgehoben.

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